Mattia Binotto (Ferrari): «Wir müssen nichts ändern»

Von Rob La Salle
Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto

Insider wie Weltmeister Mika Häkkinen oder GP-Sieger Ralf sind der Ansicht – bei Ferrari muss sich nach all den Fehlern etwas ändern. Erstaunlich: Teamchef Mattia Binotto ist anderer Ansicht.

Ferrari kommt nicht zur Ruhe. Statt mit dem schnellsten Auto von Sieg zu Sieg zu eilen, scheinen die Italiener die WM-Chance 2022 zu verschleudern: Mangelnde Standfestigkeit, Fahrfehler von Carlos Sainz und Charles Leclerc, strategische Fehlentscheidungen am Kommandostand – so wird das nichts im WM-Kampf gegen die konstant stark auftretende Red Bull Racing-Mannschaft um Weltmeister Max Verstappen.

Formel-1-Experten wie der sechsfache GP-Sieger Ralf Schumacher oder der zweifache Weltmeister Mika Häkkinen haben in fast identischen Worten festgehalten: Ferrari muss hinterfragen, wie es immer wieder zu Fehlern kommen kann; die Italiener müssen weitere Patzer verhindern, wenn eine immer kleinere WM-Chance gegen RBR und Verstappen bewahrt werden soll. Der Deutsche und der Finne finden: Es muss sich etwas ändern bei Ferrari.

Dieser Meinung ist Ferrari-Teamchef Mattia Binotto nicht. Im Anschluss an den Grossen Preis von Ungarn ist der Italiener in einer Medienrunde gefragt worden, wie Ferrari auf diesen erneute Rückschlag reagieren wolle und ob das alles nur Pech sei.

«Es ist keine Frage des Pechs, und es gibt nichts zu ändern», gab Binotto zur Antwort. «Es geht mehr darum, ständig dazu zu lernen, Erfahrung aufzubauen und Fähigkeiten. Natürlich werden wir uns im Detail ansehen, was hier passiert ist und was wir besser verstehen müssen.»

«Aber wenn wir die ganze erste Saisonhälfte betrachte, müssen wir nichts ändern. Wir waren vor der Sommerpause konkurrenzfähig, und ich sehe keinen Grund, wieso wir das in der zweiten Saisonhälfte nicht mehr sein sollten.»

Ungarn-GP, Hungaroring

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:39:36,533 h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +7,834 sec
03. George Russell (GB), Mercedes, +12,337
04. Carlos Sainz (E), Ferrari, +14,579
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +15,688
06. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +16,047
07. Lando Norris (GB), McLaren, +1:18,300 min
08. Fernando Alonso (E), Alpine, +1 Runde
09. Esteban Ocon (F), Alpine, +1 Runde
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +1 Runde
11. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1 Runde
12. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1 Runde
13. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +1 Runde
14. Mick Schumacher (D), Haas, +1 Runde
15. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +1 Runde
16. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
17. Alexander Albon (T), Williams, +1 Runde
18. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
19. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +2 Runden
Out
Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, Motor

WM-Stand (nach 13 von 22 Rennen)

Fahrer
01. Verstappen 258 Punkte
02. Leclerc 178
03. Pérez 173
04. Russell 158
05. Sainz 156
06. Hamilton 146
07. Norris 76
08. Ocon 58
09. Bottas 46
10. Alonso 41
11. Magnussen 22
12. Ricciardo 19
13. Gasly 16
14. Vettel 16
15. Schumacher 12
16. Tsunoda 11
17. Zhou 5
18. Stroll 4
19. Albon 3
20. Latifi 0
21. Nico Hülkenberg (D) 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 431 Punkte
02. Ferrari 334
03. Mercedes 304
04. Alpine 99
05. McLaren 95
06. Alfa Romeo 51
07. Haas 34
08. AlphaTauri 27
09. Aston Martin 20
10. Williams 3

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