Domenicali: «Verkaufe nicht die Seele der Formel 1»

Von Andreas Reiners
Stefano Domenicali

Stefano Domenicali

Deutschland wartet weiter auf das nächste Formel-1-Rennen. Formel-1-Chef Stefano Domenicali kritisiert die Verantwortlichen und weist Kritik an der Königsklasse zeitgleich zurück.

2020 wurde letztmals ein Rennen in Deutschland ausgetragen, und auch wenn der Formel-1-Kalender im kommenden Jahr 23 Rennen umfasst, wird Deutschland wieder nicht dabei sein.

Formel-1-Chef Stefano Domenicali nimmt Streckenbetreiber und Politik in die Pflicht. «Dafür müssen wir einen Weg finden - und wenn ich selbst keinen Anruf mache, sehe und höre ich wenig aus Deutschland. Sie sprechen, sprechen, sprechen, aber am Ende braucht man Fakten», sagte der 57 Jahre alte Italiener im Sport Bild-Interview.

Dabei konnte sich Domenicali Kritik an den Verantwortlichen in Deutschland nicht verkneifen. «Es ist mir ein Rätsel, wie man heutzutage kein Business rund um einen Grand Prix aufbauen kann.»

Domenicali sagte aber auch: «Kriegen sie das hin, werden wir auch wieder ein Rennen in Deutschland haben.»

Er persönlich wünsche sich eine Rückkehr nach Deutschland: «Aber der Grand Prix muss sich für alle Seiten lohnen. Wir können nicht alle Kosten übernehmen.»

Kritik an Rennen in Staaten wie Saudi-Arabien und Katar, denen Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, kann Domenicali nicht nachvollziehen, denn er sieht darin keinen Konflikt. «Ich verkaufe nicht die Seele der Formel 1. Ich glaube, dass das der normale Wandel ist», sagte er.

Den Vorwurf der Geldgier wies er ebenfalls zurück. «Geld ist überall wichtig. Auch für uns. Aber wir schauen nicht nur darauf, das Gesamtpaket muss stimmen. Würden wir nur auf das Konto schauen, würde der Rennkalender definitiv anders ausschauen.»


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