Laurent Mekies: «Stimmung bei Ferrari nicht am Boden»

Von Mathias Brunner
Charles Leclerc, Carlos Sainz und Laurent Mekies

Charles Leclerc, Carlos Sainz und Laurent Mekies

Der Ferrari zu wenig standfest, Fahrfehler von Charles Leclerc und Carlos Sainz, strategische Patzer – den Italienern schwimmen die Felle davon. Aber Sportdirektor Laurent Mekies erkennt keine Verzweiflung.

Ferrari hätte jeden Grund für Katzenjammer: Durch zahlreiche Fehler liegt der berühmteste Rennstall der Welt im Konstrukteurs-Pokal bereits 97 Punkte hinter Red Bull Racing. Und Weltmeister Max Verstappen strebt mit Riesenschritten der erfolgreichen Titelverteidigung entgegen, der Vorsprung des Niederländers auf Ferrari-Fahrer Charles Leclerc beträgt inzwischen 80 Punkte.

Doch Ferrari-Sportchef Laurent Mekies verneint, dass bei den Roten schlechte Stimmung herrsche. Der 45-jährige Franzose sagt: «Die Atmosphäre ist deshalb gut, weil Teamchef Mattia Binotto und die Fahrer Führungsqualitäten zeigen.»

«Gerade wenn es nicht gut gelaufen ist, so sind sie in der Lage, die Mannschaft zusammenrücken zu lassen. Sie wissen, wie man eine Niederlage analysiert, daraus die Lehren zieht, dann aber dieses Kapitel schliesst und mit einem Lächeln auf den Lippen die nächste Herausforderung angeht.»

Während Mekies festgehalten hat, dass Charles Leclerc an seiner Herangehensweise überhaupt nichts ändern soll, sagt er über Carlos Sainz: «Nach einer sehr guten Saison 2021 mit uns tat er sich in der ersten Saisonhälfte 2022 schwer. Aber dank seinen Fähigkeiten hat er sich aus diesen Schwierigkeiten herausgearbeitet.»

«Carlos ist den Fragen auf den Grund gegangen, was genau der Wagen macht und was er vom Fahrzeug braucht, um sich als Pilot ideal einbringen zu können. Nun ist das Fahrgefühl das Eine, aber du musst als Fahrer auch fähig sein, die Eindrücke den Ingenieuren zu vermitteln. Darin ist Carlos sehr gut. Er hat es Schritt um Schritt geschafft, die Abstimmung so ändern, dass ihm das Handling des Autos eher mundet. Das ist ein sehr erfreulicher Trend.»

Ungarn-GP, Hungaroring

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:39:36,533 h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +7,834 sec
03. George Russell (GB), Mercedes, +12,337
04. Carlos Sainz (E), Ferrari, +14,579
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +15,688
06. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +16,047
07. Lando Norris (GB), McLaren, +1:18,300 min
08. Fernando Alonso (E), Alpine, +1 Runde
09. Esteban Ocon (F), Alpine, +1 Runde
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +1 Runde
11. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1 Runde
12. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1 Runde
13. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +1 Runde
14. Mick Schumacher (D), Haas, +1 Runde
15. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +1 Runde
16. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
17. Alexander Albon (T), Williams, +1 Runde
18. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
19. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +2 Runden
Out
Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, Motor

WM-Stand (nach 13 von 22 Rennen)

Fahrer
01. Verstappen 258 Punkte
02. Leclerc 178
03. Pérez 173
04. Russell 158
05. Sainz 156
06. Hamilton 146
07. Norris 76
08. Ocon 58
09. Bottas 46
10. Alonso 41
11. Magnussen 22
12. Ricciardo 19
13. Gasly 16
14. Vettel 16
15. Schumacher 12
16. Tsunoda 11
17. Zhou 5
18. Stroll 4
19. Albon 3
20. Latifi 0
21. Nico Hülkenberg (D) 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 431 Punkte
02. Ferrari 334
03. Mercedes 304
04. Alpine 99
05. McLaren 95
06. Alfa Romeo 51
07. Haas 34
08. AlphaTauri 27
09. Aston Martin 20
10. Williams 3

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