Laurent Mekies (Ferrari): Leclerc soll nichts ändern

Von Mathias Brunner
Laurent Mekies und Charles Leclerc

Laurent Mekies und Charles Leclerc

Ferrari-Sportdirektor Laurent Mekies (45) spricht über die Piloten Charles Leclerc und Carlos Sainz: «Wenn etwas schiefgeht, dann verfliegen Wut und Enttäuschung schnell, und sie richten sich neu aus.»

Viele Ferrari-Fans sind am Verzweifeln. Der Ungarn-GP vor der Sommerpause hat einmal mehr gezeigt – Ferrari hat ein Auto, das schnell genug ist, um den ersten Fahrer-WM-Titel seit 2007 (Kimi Räikkönen) und den ersten Konstrukteurs-Pokal seit 2008 einzufahren, aber die Italiener stolpern immer wieder über die eigenen Füsse.

Ex-Ferrari-Rennleiter Cesare Fiorio hat in seiner Analyse betont:  «An den Fahrern liegt es nicht.» Der Turiner stellt vielmehr das Vorgehen des berühmtesten Rennstalls der Welt in Frage.

Im Rahmen des Ungarn-GP hat Ferrari-Sportdirektor Laurent Mekies über die Leistungen von Charles Leclerc und Carlos Sainz gesprochen. Der 45-Jährige aus Tours in Zentral-Frankreich sagt: «Wir haben mit beiden Piloten berauschende Höhenflüge und schmerzvolle Tiefschläge erlebt. Was beide auszeichnet – wenn etwas schiefgegangen ist, dann sehen sie sich alle Daten an, richten sich neu aus, und wenn nach einer Viertelstunde die erste Wut und Enttäuschung verflogen ist, so denken sie nur noch daran, wie aus dieser Erfahrung etwas gelernt werden kann.»

«Wir sollten daher nicht zu viel darauf geben, wie die Fahrer am Funk reagieren, in der Hitze des Gefechts, wenn der Pulsschlag noch hoch ist. Bei der Besprechung danach erkenne ich keine negativen Emotionen, vielmehr den Willen zur konstruktiven Analyse und eine grimmige Entschlossenheit, einen Rückschlag in noch mehr Motivation umzuwandeln.»

«Charles hat in dieser Saison überragenden Speed gezeigt. Da gibt es nichts zu verändern. Er braucht gewiss nicht uns, um ihm zu sagen, wie nahe er am Limit balancieren muss. Wenn im Grenzbereich gearbeitet wird, dann passieren eben Fehler. Wir achten nicht auf vereinzelte Fehler, wir achten auf die Trefferquote. Und die ist bei Leclerc sehr eindrucksvoll.»

Ungarn-GP, Hungaroring

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:39:36,533 h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +7,834 sec
03. George Russell (GB), Mercedes, +12,337
04. Carlos Sainz (E), Ferrari, +14,579
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +15,688
06. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +16,047
07. Lando Norris (GB), McLaren, +1:18,300 min
08. Fernando Alonso (E), Alpine, +1 Runde
09. Esteban Ocon (F), Alpine, +1 Runde
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +1 Runde
11. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1 Runde
12. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1 Runde
13. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +1 Runde
14. Mick Schumacher (D), Haas, +1 Runde
15. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +1 Runde
16. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
17. Alexander Albon (T), Williams, +1 Runde
18. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
19. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +2 Runden
Out
Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, Motor

WM-Stand (nach 13 von 22 Rennen)

Fahrer
01. Verstappen 258 Punkte
02. Leclerc 178
03. Pérez 173
04. Russell 158
05. Sainz 156
06. Hamilton 146
07. Norris 76
08. Ocon 58
09. Bottas 46
10. Alonso 41
11. Magnussen 22
12. Ricciardo 19
13. Gasly 16
14. Vettel 16
15. Schumacher 12
16. Tsunoda 11
17. Zhou 5
18. Stroll 4
19. Albon 3
20. Latifi 0
21. Nico Hülkenberg (D) 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 431 Punkte
02. Ferrari 334
03. Mercedes 304
04. Alpine 99
05. McLaren 95
06. Alfa Romeo 51
07. Haas 34
08. AlphaTauri 27
09. Aston Martin 20
10. Williams 3

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