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Jacques Villeneuve: Nach Monza-GP im Alpine-Renner!

Von Adam Cooper
Max Verstappen und Jacques Villeneuve

Max Verstappen und Jacques Villeneuve

Im Anschluss ans GP-Wochenende von Monza schlüpft der Kanadier Jacques Villeneuve (51) in einen Formel-1-Renner von Alpine. Der Weltmeister von 1997 sass letztmals vor 16 Jahren in einem modernen GP-Renner!

Das lässt sich der Kanadier Jacques Villeneuve nicht entgehen: Nach dem kommenden Grand-Prix-Wochenende von Monza erhält der 51-Jährige die Gelegenheit, einen 2021er Alpine A521-Rennwagen zu fahren. Es wird das erste Mal sein seit seinem letzten Grand Prix in Hockenheim 2006, dass der Weltmeister von 1997 einen aktuellen GP-Rennwagen bewegt. Seither ist Villeneuve durchaus Formel 1 gefahren, aber es handelte sich um frühere Autos, wie etwa den Ferrari seines Vaters Gilles Villeneuve.

Eingefädelt wurde der Test vom TV-Sender Canal+ und Renault, zu Ehren des elffachen GP-Siegers, der mit Williams-Renault vor 25 Jahren Formel-1-Champion wurde. Villeneuve sitzt in jenem A521-Renner aus Enstone, der in der vergangenen GP-Saison von Fernando Alonso und Esteban Ocon gefahren ist und 2022 bei Tests von Jack Doohan und Oscar Piastri bewegt wurde.

Der 163-fache GP-Teilnehmer Villeneuve sagt: «Vor 25 gewann ich mit Renault meinen Titel, daher hatten Canal+ und Renault die Idee, mich in einen modernen GP-Rennwagen zu setzen. Ich kenne im Team noch einige Leute, weil ich ja 2004 auch für Renault gefahren bin. Der heutige Sportdirektor Alan Permane etwa war damals mein Renningenieur.»

«Ich bin total aufgeregt. Ich sass bereits im Rennsimulator, um mich vorzubereiten. Dabei habe ich gemerkt – in langsamen Kurven sind die modernen GP-Autos ein wenig träge, in den schnellen Kurven aber der Hammer. Ich muss sicherstellen, dass mein Sitz ideal passt, denn ich werde ungewohnten Fliehkräften ausgesetzt sein.»

«Das Lenkrad ist auch ungleich komplizierter als damals 2006 im BMW-Sauber. Aber ich bin ein alter Gamer, das werde ich schon auf die Reihe bekommen.»

Villeneuve betont, dass er nie richtig zurückgetreten ist: «Im Moment achte ich wieder mehr auf meine NASCAR-Karriere. Ich bin in diesem Jahr in Daytona gefahren, aber es ist nicht ganz einfach, die Rennen in Amerika mit meinen Verpflichtungen fürs Fernsehen zu verbinden.»

Alpine bleibt für einen Filmtag mit dem 2022er Modell A522 in Monza. Aus Reglementgründen kann Villeneuve nicht das diesjährige Flügelauto fahren. Zum Aufwärmen bewegte der Québecois vor kurzem in Le Castellet einen 2012er Lotus E20.

Ergebnis Niederlande-GP, Zandvoort

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:36:42,000 h
02. George Russell (GB), Mercedes, +4,071 sec
03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +10,929
04. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +13,016
05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +18,168
06. Fernando Alonso (E), Alpine, +18,754
07. Lando Norris (GB), McLaren, +19,306
08. Carlos Sainz (E), Ferrari, +20,916
09. Esteban Ocon (F), Alpine, +21,117
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +22,459
11. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +27,009
12. Alex Albon (T), Williams, +30,390
13. Mick Schumacher (D), Haas, Crash, +32,995
14. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +36.007
15. Kevin Magnussen (DK), Haas, Wasserdruck, +36,869
16. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, 37,320
17. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +37,764
18. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
Out
Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, Motor
Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, Hinterachse

WM-Stand (nach 15 von 22 Rennen)

Fahrer
01. Verstappen 310 Punkte
02. Leclerc 201
03. Pérez 201
04. Russell 188
05. Sainz 175
06. Hamilton 158
07. Norris 82
08. Ocon 66
09. Alonso 59
10. Bottas 46
11. Magnussen 22
12. Vettel 20
13. Ricciardo 19
14. Gasly 18
15. Schumacher 12
16. Tsunoda 11
17. Zhou 5
18. Stroll 5
19. Albon 4
20. Latifi 0
21. Nico Hülkenberg (D) 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 511 Punkte
02. Ferrari 376
03. Mercedes 346
04. Alpine 125
05. McLaren 101
06. Alfa Romeo 51
07. Haas 34
08. AlphaTauri 29
09. Aston Martin 25
10. Williams 4

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