Autolook Award: Alex Zanardi, Pirelli, Ferrari geehrt

Von Mathias Brunner
In einer früheren Lokomotiven-Fabrik in Turin sind die «Auto Look Awards 2022» verliehen worden. Tausende von Besucher erfreuten sich in der Turiner Innenstadt an 50 Rennwagen und an einer Fahr-Demonstration.

Jahrzehntelang wurden in der «Fucine di OGR» Lokomotiven zusammengebaut, die 1895 eröffnete Fabrik war einst das grösste Gebäude der Stadt Turin. Am Mittwoch-Abend vor dem Grossen Preis von Italien in Monza wurden in der heute für kulturelle Anlässe genutzten Fucine Autoindustrie und Motorsport gefeiert – im Rahmen der «Autolook Awards».

Turin wurde nicht zufällig ausgewählt: Hier fand 1946 der erste Grand Prix der neuen Formel 1 statt, im Valentino-Park, gewonnen von Achille Varzi, passenderweise auf Alfa Romeo – der charismatischen Marke mit Hauptsitz Turin.

Eine Woche lang wird in Turin das Auto und der Rennsport gefeiert, Autolook stellt auf die Piazza Castello 50 Kostbarkeiten aus, am 7. September fuhren zwei Dutzend davon auf einem kleinen Rundkurs durch die Innenstadt, der Via Roma entlang.

Die Fahrzeuge liessen Auto-Fans das Wasser im Munde zusammenlaufen: Formel-1-Ferrari von Alberto Ascari, Niki Lauda, Gilles Villeneuve und Michael Schumacher, Alex Zanardis 1996er IndyCar-Reynard, ein Alfa Romeo 8C 2300 von 1934, GP-Renner von Ligier, March und Osella aus den 1970er Jahren, ein Fiat 130 von 1907 (Favorit der Menge mit seinem feuerspuckenden Motor), dazu viele Renner aus dem Langstreckensport (Lancia, Audi) und aus der Rallye-Szene (Lancia Stratos, Toyota Celica, Fiat Abarth, Lancia Delta).

In der Fachjury sitzen Autolook-Präsident Andrea Levy, Angelo Sticchi Damiani (Chef des italienischen Automobilverbands), Mario Isola (Pirelli-Rennchef), dazu zahlreiche italienische Fachjournalisten und Fotografen.

In 15 verschiedenen Kategorien wurde Auszeichnungen vergeben, für Menschen, Firmen oder Institutionen, die sich auf verschiedenen Gebieten besonders für die Autoindustrie oder den Sport verdient gemacht haben. Hier die wichtigsten Sieger:

Hall of Fame: Martini Racing (für die Kult-Lackierungen)
Fotografie: Rainer Schlegelmilch
Social Media: Liberty Media
Technik: Pirelli
Marken-Identität: Ferrari
Marketing und Kommunikation: Alfa Romeo
Auto-Film: Ferrari 312B (Rekonstruktion)
Look: Alpine
Forschung und Entwicklung: Dallara
Legendäres Überholmanöver: Alex Zanardi

Die Renn- und Rallye-Fahrzeuge sind noch bis 11. September auf der Piazza Castello von Turin zu bewundern.


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