Mick Schumacher 2023: Chance bei Haas nur fifty-fifty

Von Mathias Brunner
Realistisch ist der Rennstall des Unternehmers Gene Haas die letzte Chance für Mick Schumacher, in der Formel 1 zu bleiben. Teamchef Günther Steiner bezeichnet die Chance von Mick als fifty-fifty.

Mick Schumacher weiss nicht, ob er auch 2023 in der Königsklasse antreten kann: Eine weitere Förderung von Ferrari wird es wohl nicht geben. Der von Sebastian Vettel ins Spiel gebrachte Wechsel zu Aston Martin hat nicht geklappt. Die Grünen angelten sich Superstar Fernando Alonso.

Das Interesse seitens Alpine und Williams ist mässig, und Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko hat klargemacht – Schumacher ist bei AlphaTauri kein Thema. Bleibt nur noch der bisherige Arbeitgeber, der US-amerikanische Werkzeugmaschinen-Hersteller Gene Haas.

Günther Steiner, Teamchef von Haas, sieht sich nicht unter Druck. Er diskutiert mit Gene Haas intensiv Grundsatzfragen: Weiter auf Jugend und damit auf Mick Schumacher setzen oder einen routinierten Mann als verlässlichen Punktesammler holen? Gegenüber meinem Kollegen Felix Görner von RTL sagt Steiner: «Solche Fragen geistern herum. Es ist zwar möglich, dass Schumacher auch nächstes Jahr im Haas sitzt, die Wahrscheinlichkeit liegt bei fifty-fifty. Aber Mick hat in Monza ein gutes Rennen gefahren.»

Es gibt gemäss des 57-jährigen Südtirolers keine Frist, bis wann sich Gene Haas und er entscheiden wollen. «Mit einer Deadline setzt man sich nur selbst unter Druck, und das brauchen wir nicht. Wir haben keinen Zeitdruck, alle anderen schon. Das ist ein Vorteil, den wir uns nicht wegnehmen. Wir werden in Ruhe sehen, was möglich ist und was passiert.»

Der Meraner weiter: «Es kann sogar sein, dass wir mit der Fahrerwahl bis zum Saisonende warten. Auf der Kandidatenliste für das Cockpit neben Kevin Magnussen stehen die meisten Fahrer mit einer Superlizenz.»

Dazu gehört auch Le Mans-Sieger Nico Hülkenberg, der 181 Grands Prix bestritten hat. Steiner weiss: «Ein Mann wie Nico bringt Erfahrung mit. Alles entscheidend ist die Frage: Was kann ein Fahrer dazu beitragen, das Team besser zu machen und uns nach oben zu bringen?»

«Wie viel Risiko will man gehen? Mit einem jungen Fahrer geht man gewöhnlich mehr Risiko ein, weil man nicht weiss, wie weit er es bringen kann. Ein erfahrener Pilot hingegen weiss, was er macht, ist allerdings näher am Karriere-Ende und womöglich nicht mehr so motiviert. Letztlich wird das Bauchgefühl den Ausschlag geben.»

Grosser Preis von Italien, Autodromo Nazionale Monza

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:20:27,511 h
02. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +2,446 sec
03. George Russell (GB), Mercedes, +3,405
04. Carlos Sainz (E), Ferrari, +5,061
05. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +5,380
06. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +6,091
07. Lando Norris (GB), McLaren, +6,207
08. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +6,396
09. Nyck de Vries (NL), Williams, +7,122
10. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +7,910
11. Esteban Ocon (F), Alpine, +8,323
12. Mick Schumacher (D), Haas, +8,549
13. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +1 Rde
14. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +1 Rde
15. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Rde
16. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Rde
Out
Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, Motorschaden
Lance Stroll (CDN), Aston Martin, Energie-Rückgewinnung
Fernando Alonso (E), Alpine, Wasserverlust, Motor überhitzt
Sebastian Vettel (D), Aston Martin, Energie-Rückgewinnung

WM-Stand (nach 16 von 22 Rennen)

Fahrer
01. Verstappen 335 Punkte
02. Leclerc 219
03. Pérez 210
04. Russell 203
05. Sainz 187
06. Hamilton 168
07. Norris 88
08. Ocon 66
09. Alonso 59
10. Bottas 46
11. Gasly 22
12. Magnussen 22
13. Vettel 20
14. Ricciardo 19
15. Schumacher 12
16. Tsunoda 11
17. Zhou 6
18. Stroll 5
19. Albon 4
20. De Vries 2
21. Latifi 0
22. Nico Hülkenberg (D) 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 545 Punkte
02. Ferrari 406
03. Mercedes 371
04. Alpine 125
05. McLaren 107
06. Alfa Romeo 52
07. Haas 34
08. AlphaTauri 33
09. Aston Martin 25
10. Williams 6

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