MotoGP: Abfuhr als Befreiungsschlag?

Sergio Pérez in Mexiko: «Das hat mich tief berührt»

Von Mathias Brunner
Sergio Pérez 2021 in Mexiko

Sergio Pérez 2021 in Mexiko

Red Bull Racing hat 2022 den schnellsten Wagen in den Rennen. Klar träumt Sergio Pérez davon, dass er seinen Heim-GP im Autódromo Hermanos Rodríguez gewinnen kann. Das wird ein hartes Stück Arbeit.

Die WM-Favoriten 2021 beendeten den Mexiko-GP des vergangenen Jahres auf den ersten beiden Plätzen – Max Verstappen (Red Bull Racing) vor Lewis Hamilton (Mercedes-Benz). Aber am meisten Applaus erhielt der Drittplatzierte: Sergio «Checo» Pérez.

Der Mexikaner erinnert sich: «Am emotionalsten dabei war die Reaktion meines Vaters, der komplett aus dem Häuschen war. Seine überschäumende Freude hat mich tief berührt.»

Der dritte Rang von «Checo» wurde von den Mexikanern auch deshalb so gefeiert, weil noch kein mexikanischer Grand-Prix-Fahrer beim Heimrennen auf dem Podest gestanden hatte.

Pérez weiter: «Was mich abgesehen von Papa so freute – es waren viele Leute mit dabei, die mich vom ersten Tag an unterstützt haben. Auch Carlos Slim, der mehr als alle Anderen für meine Karriere getan hat. Er übergab mir den Pokal, und ich konnte in seinem Gesicht sehen – das ist auch für ihn ein ganz besonderer Moment.»

Ein Land will 2022 einen Rennfahrer zum Sieg brüllen, das baut schon enormen Druck auf. Sergio sagt: «Klar ist da mehr Druck, denn du willst das Beste für deine Fans geben, und wenn es ein Rennen gibt, das du gewinnen willst, dann ist es das Heimspiel. Du Leute geben auf den Tribünen alles, und das kannst du sehen und auch hören.»

«Es ist nicht immer ganz einfach, die Konzentration zu behalten. Du hast keine Wahl – du musst dich abkapseln, du darfst dich nicht ablenken lassen. Am einfachsten fällt mir das im Rennwagen. Wenn du das Visier herunterklappst, dann ist der ganze Trubel weg.»

Und Trubel gab es jede Menge: «Ich fuhr in Guadalajara einen GP-Renner durch die Strassen meiner Jugend. So etwas erlebst du nicht jeden Tag. Wir hatten fast 150.000 Zuschauer.»

«Heute wurde der Vertrag für den Mexiko-GP verlängert. Das sind fabelhafte Nachrichten. Ich bin auf mein Land total stolz.»

Was ist mit kommendem Sonntag? «Natürlich träume ich vom Sieg hier, aber dazu muss jedes Detail stimmen, angefangen mit dem ersten Training am Freitag.»

USA-GP, Circuit of the Americas

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:42:11,687 h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +5,023 sec
03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +7,501
04. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +8,293
05. George Russell (GB), Mercedes, +44,815
06. Lando Norris (GB), McLaren, +53,785
07. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +65,354
08. Kevin Magnussen (DK), Haas, +65,834
09. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +70,919
10. Esteban Ocon (F), Alpine, +72,875
11. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +76,164
12. Alex Albon (T), Williams, +80,057
13. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +81,763
14. Mick Schumacher (D), Haas, +84,490
15. Fernando Alonso (E), Alpine, +85,078
16. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +90,487
17. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +103,588
Out
Lance Stroll (CDN), Aston Martin, Unfall
Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, Dreher
Carlos Sainz (E), Ferrari, Kollision

WM-Stand (nach 19 von 22 Rennen)

Fahrer
01. Verstappen 391 Punkte
02. Leclerc 267
03. Pérez 265
04. Russell 218
05. Sainz 202
06. Hamilton 198
07. Norris 109
08. Ocon 79
09. Alonso 65
10. Bottas 46
11. Vettel 38
12. Ricciardo 29
13. Magnussen 26
14. Gasly 23
15. Stroll 13
16. Tsunoda 13
17. Schumacher 12
18. Zhou 6
19. Albon 4
20. Latifi 2
21. De Vries 2
22. Nico Hülkenberg (D) 0
Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 656 Punkte
02. Ferrari 469
03. Mercedes 416
04. Alpine 144
05. McLaren 138
06. Alfa Romeo 52
07. Aston Martin 51
08. Haas 38
09. AlphaTauri 36
10. Williams 8

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