Formel 1: Mercedes-Ärger über Dummheit

Pierre Gasly euphorisch: Mit Alpine Grosses schaffen

Von Mathias Brunner
GP-Sieger Pierre Gasly ist nach dem ersten Arbeitstag mit Alpine in ansteckend guter Laune. «Ich hätte mir keinen besseren Beginn mit diesem Team vorstellen können. Ich will mit Alpine Grosses schaffen.»

Pierre Gasly wirkt in seiner Medienrunde nach dem Abu Dhabi-Test so tatendurstig und aufgekratzt, als würde er in fünf Minuten gleich wieder auf die Bahn gehen. «Ich hätte mir keinen besseren Beginn mit diesem Team vorstellen können», sprudelt der 26-Jährige. «Basierend auf dem, was ich heute hier erlebt habe, weiss ich – ich kann mit Alpine Grosses schaffen.»

Die französische Rennmannschaft hat 2022 den vierten Schlussrang erreicht und dabei McLaren geschlagen. Die nächste Stufe soll 2023 gezündet werden – dann will Alpine den Top-Teams Red Bull Racing, Mercedes-Benz und Ferrari das eine oder andere Mal lästig werden.

Es ist normal, dass ein Pilot bei einem ersten Test mit dem neuen Rennstall nette Worte findet, aber Gasly ist fast nicht mehr zu bremsen, seine gute Laune ist ansteckend. «Ich kam hierher und versuchte, völlig offen zu sein. Es ist so Vieles neu für mich, anderes Team, anderer Motor, anderes Auto, andere Techniker. Gas und Bremsen, Lenkung und Sitz, alles unbekanntes Terrain. Und dann lief alles wie am Schnürchen, unglaublich!»

Der GP-Sieger von Monza 2020 staunt: «Ich fühlte mich viel schneller als erwartet im Auto zuhause, und ich kann nun gut nachvollziehen, wieso Alpine WM-Vierter geworden ist. Und das erzeugt bei mir ein gewaltiges Kribbeln für 2023.»

«In langsamen und mittelschnellen Kurven baut das Auto an der Vorderachse unglaubliche Haftung auf. Ich spürte den Wagen sehr gut und wittere das Potenzial. Ich wollte unbedingt zum Schluss nochmals auf die Bahn und es wirklich fliegen lassen. Zuvor haben wir uns auf meine Eingewöhnung und dann natürlich auf die Arbeit mit den 2023er Reifen konzentriert. Ich hatte eine Chance für eine schnelle Runde, und ich konnte genau so fahren, wie ich es mag. Die Runde war prima, keine Fehler, das macht Laune.»

Der WM-Siebte von 2019 weiter: «Ganz ehrlich, ich hatte schon gewisse Erwartungen, als ich hierher kam. Ich meine, ich habe als Gegner ja erlebt, wie schnell dieses Auto ist. Aber meine Erwartungen sind sogar übertroffen worden. Ich bin auch sehr angetan von der eindrucksvollen Erfahrung aller Techniker und von der Art und Weise, wie Alpine einen solchen Tag anpackt.»

«Eine Umstellung ist nie einfach, noch vor zwei Tagen sind sie in einer anderen Besetzung hier ein GP-Wochenende gefahren. Aber ich fühlte mich sofort willkommen. Das ist ein neuer Anfang für mich, und ich kann den kommenden Februar kaum erwarten. Seit der Rückkehr von Renault hat diese Mannschaft 2022 die beste Saison gezeigt, der Trend zeigt nach oben. Ich gehe mit einem sehr positiven Gefühl in die Winterpause.»

Abu Dhabi-Test

1. Carlos Sainz (E), Ferrari, 1:24,245 min (65 Runden)
2. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:25,383 (56)
3. Robert Shwartzman (AND), Ferrari, 1:25,400 (116)
4. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:25,689 (130)
5. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:25,845 (76)
6. Alex Albon (T), Williams, 1:25,959 (118)
7. Logan Sargeant (USA), Williams, 1:26,063 (82)
8. Nyck de Vries (NL), AlphaTauri, 1:26,111 (151)
9. Lance Stroll (CDN) Aston Martin, 1:26,263 (70)
10. Liam Lawson (NZ), Red Bull Racing, 1:26,281 (111)
11. Jack Doohan (AUS), Alpine, 1:26,297 (111)
12. Fernando Alonso (E) Aston Martin, 1:26,312 (97)
13. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, 1:26,333 (88)
14. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:26,340 (123)
15. Felipe Drugovich (BR), Aston Martin, 1:26,595 (106)
16. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, 1:26,709 (129)
17. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:26,750 (67)
18. Lando Norris (GB), McLaren, 1:26,890 (115)
19. Nico Hülkenberg (D), Haas, 1:27,000 (110)
20. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, 1:27,123 (135)
21. Pietro Fittipaldi (BR), Haas, 1:27,172 (99)
22. Frederik Vesti (DK), Mercedes, 1:27,216 (124)
23. George Russell (GB), Mercedes, 1:27,240 (73)
24. Théo Pourchaire (F), Alfa Romeo, 1:27,591 (106)

Abu Dhabi-GP, Yas Island

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:27:45,914 h
02. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +8,771
03. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +10,093
04. Carlos Sainz (E), Ferrari, +24,892
05. George Russell (GB), Mercedes, +35,888
06. Lando Norris (GB), McLaren, +56,234
07. Esteban Ocon (F), Alpine, +57,240
08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +76,931
09. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +83,268
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +83,898
11. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +89,371
12. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +1 Runde
13. Alex Albon (T), Williams, +1
14. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1
15. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +1
16. Mick Schumacher (D), Haas, +1
17. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1
18. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +3 Runden
19. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +3
Out
Fernando Alonso (E), Alpine, Wasserleck

WM-Schlussstand (nach 22 von 22 Rennen)

Fahrer
01. Verstappen 454 Punkte
02. Leclerc 308
03. Pérez 305
04. Russell 275
05. Sainz 246
06. Hamilton 240
07. Norris 122
08. Ocon 92
09. Alonso 81
10. Bottas 49
11. Ricciardo 37
12. Vettel 37
13. Magnussen 25
14. Gasly 23
15. Stroll 18
16. Schumacher 12
17. Tsunoda 12
18. Zhou 6
19. Albon 4
20. Latifi 2
21. De Vries 2
22. Nico Hülkenberg (D) 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 759 Punkte
02. Ferrari 554
03. Mercedes 515
04. Alpine 173
05. McLaren 159
06. Alfa Romeo 55
07. Aston Martin 55
08. Haas 37
09. AlphaTauri 35
10. Williams 8

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