Champion Sebastian Vettel: «Ich war so erleichtert»

Von Mathias Brunner
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

Grosse Ehre für den vierfachen Formel-1-Champion Sebastian Vettel. Er hat in London bei den renommierten Autosport Awards den nach Gregor Grant benannten Preis für sein Lebenswerk erhalten.

Im Londoner Traditionshotel Grosvenor House sind die Autosport Awards vergeben worden. Einer der Preisträger: Sebastian Vettel. Der 35-jährige Deutsche erhielt den Gregor Grant Award für sein Lebenswerk, benannt nach dem Journalisten und Rennfahrer Grant, der Autosport gegründet hatte.

Sebastian Vettel hat beim WM-Finale von Abu Dhabi 2022 seinen wohl letzten Grand Prix bestritten. Der Heppenheimer sagte dort über ein Formel-1-Comeback: «Das kann ich mir nur vorstellen, wenn ich für ein Rennen in Suzuka gefragt werden würde.»

Vettel hat von seinen 299 Formel-1-WM-Läufen 53 gewonnen, von 2010 bis 2013 wurde er mit Red Bull Racing Weltmeister, 2017 und 2018 wurde er mit Ferrari hinter Lewis Hamilton WM-Zweiter. Vettel schlug in seiner Rede nachdenkliche Töne an.

Vettel sagte: «Wenn du in jungen Jahren in die Formel 1 kommst, dann kannst du das noch gar nicht richtig zu schätzen wissen. Aber was ich am meisten liebte, das war das die Gelegenheit, mit so vielen fabelhaften Menschen zu arbeiten, die diese gewaltige Leidenschaft für ihren Job spüren. Zehn Jahre lang war ich der Ansicht, das sei ganz normal, dass alle so leben würden. Aber das stimmt nicht. Es ist vielmehr ein Privileg, an der Seite solcher Menschen zu arbeiten, und ich habe so viel aus diesen Jahren schöpfen dürfen.»

«Nach der Rücktrittsankündigung ist mir ein grosser Stein vom Herzen gefallen, ich war so erleichtert. Ich habe den Sport nie gehasst, ganz im Gegenteil habe ich die letzten Rennwochenenden wirklich geniessen können. Aber ich bin eben zur Entscheidung gekommen, dass ich mehr Zeit für meine Kinder brauche. Meine Eltern haben mir so viel gegeben, als ich klein war, und ich will nun in der gleichen Weise für meine Kinder da sein.»

Formel-1-Abschied heisst nicht Helm an den Nagel hängen: Vettel wird Ende Januar 2023 am «Race of Champions» teilnehmen, in Norwegen. Über die Zukunft sagt Seb: «Ich weiss noch nicht, was alles auf mich zukommt, aber ich freue mich auf ein neues Kapitel in meinem Leben.»

Abu Dhabi-GP, Yas Island

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:27:45,914 h
02. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +8,771
03. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +10,093
04. Carlos Sainz (E), Ferrari, +24,892
05. George Russell (GB), Mercedes, +35,888
06. Lando Norris (GB), McLaren, +56,234
07. Esteban Ocon (F), Alpine, +57,240
08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +76,931
09. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren, +83,268
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin, +83,898
11. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +89,371
12. Guanyu Zhou (RC), Alfa Romeo, +1 Runde
13. Alex Albon (T), Williams, +1
14. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1
15. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +1
16. Mick Schumacher (D), Haas, +1
17. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1
18. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +3 Runden
19. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +3
Out
Fernando Alonso (E), Alpine, Wasserleck

WM-Schlussstand (nach 22 von 22 Rennen)

Fahrer
01. Verstappen 454 Punkte
02. Leclerc 308
03. Pérez 305
04. Russell 275
05. Sainz 246
06. Hamilton 240
07. Norris 122
08. Ocon 92
09. Alonso 81
10. Bottas 49
11. Ricciardo 37
12. Vettel 37
13. Magnussen 25
14. Gasly 23
15. Stroll 18
16. Schumacher 12
17. Tsunoda 12
18. Zhou 6
19. Albon 4
20. Latifi 2
21. De Vries 2
22. Nico Hülkenberg (D) 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 759 Punkte
02. Ferrari 554
03. Mercedes 515
04. Alpine 173
05. McLaren 159
06. Alfa Romeo 55
07. Aston Martin 55
08. Haas 37
09. AlphaTauri 35
10. Williams 8

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