Heidfeld: «KERS ist der richtige Weg»

Von Mathias Brunner
Nick Heidfeld zischt durch den Albert-Park

Nick Heidfeld zischt durch den Albert-Park

Eine der Erkenntnisse aus Melbourne: Wer KERS richtig einsetzt, hat einen Vorteil.

Das Wundervolle an der neuen Formel 1 sind die Unterschiede – einige mit Doppeldecker-Diffusor, andere (noch) ohne; einige mit dem Energie-Rückgewinnungssystem KERS, andere ohne.

Dr. Mario Theissen, Sportdirektor von BMW, lässt das Argument nicht gelten, KERS habe vor allem eines, nämlich viel gekostet, aber wenig gebracht.

«Durch das neue Reglement haben wir für KERS weniger ausgegeben als wir durch die längeren Laufleistungen der Motoren gespart haben. Wenn ich Zahlen höre, dann drängt sich mir auch der Verdacht auf, dass unser KERS offenbar weniger gekostet hat als jenes von Konkurrenten.»

Nick Heidfeld hatte zwar nach der Startkollision mit Webber «einen Grand Prix zum Vergessen», das ändert aber nichts an der Tatsache, dass «KERS der richtige Weg ist. Der Schub bringt 5 bis 10 km/h auf der Geraden, einen Vorteil von gut 25 Metern, das reicht locker um einen Rivalen zu überholen.»

Es reicht auch, um sich zu verteidigen: In Melbourne verzweifelte Timo Glock hinter Alonso. Ferrari-Ass Felipe Massa wiederum setzte die gespeicherte Energie ein, um an Toro-Rosso-Neuling Buemi vorbeizuziehen, «als hätte ich geparkt», wie sich der junge Schweizer wunderte.

Was noch an Energie in den Batterien steckt, hat Heidfeld «als Prozent-Anzeige am Display, von 100 Prozent runter».

«Quick Nick» setzt KERS wie alle je nach Gusto ein – als kleine Schübe zwischendurch oder in einem Rutsch, wenn es gilt, zu überholen oder einen Hintermann unter Kontrolle zu halten.

Gegenwärtig fährt BMW-Sauber bei Nick mit, bei Robert Kubica aber ohne KERS. Mario Theissen: «Das wird nicht so bleiben. In Monaco etwa sehe ich das System auch bei Nick nicht an Bord, bei Robert jedoch arbeiten wir weiterhin so am Fahrzeug, dass es schon das Fernziel ist, dass auch er die Wahl hat, KERS zu benutzen.»

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