MotoGP: Doppel-Sensation bei KTM

Ferrari-Upgrades überschätzt? Das sagt Carlos Sainz

Von Vanessa Georgoulas
Carlos Sainz

Carlos Sainz

Carlos Sainz beendete das Imola-Qualifying auf dem fünften Rang, Charles Leclerc drehte die viertschnellste Runde. Die Enttäuschung hält sich beim Spanier aber in Grenzen, wie er hinterher klargestellt hat.

Charles Leclerc war am Trainingsfreitag in Imola zwei Mal der schnellste Mann auf der Piste, das weckte hohe Erwartungen bei den Tifosi, die darauf hofften, dass das auffällige Weiterentwicklungspaket, das der Rennstall aus Maranello für das Heimspiel geschnürt hatte, die Roten an die Spitze des Feldes katapultieren würde.

Doch am Ende musste sich der Monegasse mit dem vierten Platz begnügen, sein Teamkollege Carlos Sainz drehte die fünftschnellste Runde. Der Spanier sagte hinterher: «Ich glaube nicht, dass das Team selbst zu hohe Erwartungen hatte. Es waren vielmehr die Medien, die das Ferrari-Upgrade überschätzt haben.»

«Natürlich sieht es wie ein neues Auto aus, aber wir kennen die Zahlen, und wir wussten von Anfang an, dass es nicht ein riesengrosses Paket ist», betonte der 29-Jährige. «Es ging eher um kleine Fortschritte, und wir haben erwartet, dass uns diese helfen würden – was sie auch taten.»

«Doch es ist immer knifflig, wenn man auf einer Strecke ein Upgrade einführt, die nicht das beste Pflaster für das Auto ist. Imola ist seit jeher eine Piste, auf der McLaren und Red Bull Racing gut abschneiden. Ferrari tat sich traditionell eher schwer hier, und das war auch diesmal der Fall», erläuterte Sainz, der sich dennoch Hoffnungen auf einen Podestplatz zum Heimspiel der Scuderia aus Maranello macht.

«Wir waren in diesem Jahr im Rennen normalerweise stärker als im Qualifying», machte sich der dreifache GP-Sieger Mut. «Deshalb hoffe ich natürlich, dass wir es aufs Podest schaffen. Ich werde sicherlich mein Bestes geben. Aber wie gesagt, die Zahlen haben nie vermuten lassen, dass wir mit den neuen Teilen gleich auf den ersten Platz vorrücken, wie es McLaren in Miami getan hat. Ich habe das die ganze Woche zu vermitteln versucht, aber offenbar wollten das die Leute nicht recht glauben.»

Qualifying, Imola

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:14,746 min
02. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:14,820
03. Lando Norris (GB), McLaren, 1:14,837
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:14,970
05. Carlos Sainz (E), Ferrari, 1:15,233
06. George Russell (GB), Mercedes, 1:15,234
07. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, 1:15,465
08. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:15,504
09. Daniel Ricciardo (AUS), Racing Bulls, 1:15,674
10. Nico Hülkenberg (D), Haas, 1:15,980
11. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, 1:15,706
12. Esteban Ocon (F), Alpine, 1:15,906
13. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:15,992
14. Alex Albon (T), Williams, 1:16,200
15. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:16,381
16. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, 1:16,626
17. Guanyu Zhou (RCH), Sauber, 1:16,834
18. Kevin Magnussen (DK), Haas, 1:16,854
19. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:16,917
20. Logan Sargeant (USA), Williams, ohne Zeit

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