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Mercedes siegfähig? Wieso George Russell unsicher ist

Von Mathias Brunner
George Russell

George Russell

​Der Engländer George Russell konnte den Kanada-GP von Pole-Position beginnen und hatte zeitweise das schnellste Auto. Aber er wurde nur Dritter. Ist Mercedes endlich siegfähig? Das sagt Russell.

George Russell war nach dem spannenden Grand Prix von Kanada zu Recht zerknirscht. Der Brasilien-Sieger von 2022 spürt, dass an diesem Tag mehr drin gewesen wäre.

Russell stuft seine eigene Leistung so ein: «Wir haben heute eine Chance verpasst. Wir hatten zu Beginn des Grand Prix wirklich guten Speed auf den Intermediate-Reifen. Auf Trockenreifen lief es nicht ganz so gut, es gab einige Fehler meinerseits, als ich versuchte, am Limit zu bleiben. Ich sollte mich nicht zu sehr ärgern, immerhin konnte ich meinen ersten Podestplatz der Saison erringen. Und wir haben klare Fortschritte erzielt, wie Lewis und ich auch im Rennen zeigen konnten.»

Klar fragen sich viele Mercedes-Fans jetzt: Ist die Marke mit dem Stern endlich wieder siegfähig? Russell dazu in Montreal: «Wir wussten aufgrund unserer Daten, dass wir in Kanada wieder ein Stückchen schneller sein sollten. Aber gleichzeitig müssen wir auch festhalten, dass Red Bull Racing in den letzten drei Rennen nicht so stark wie üblich gewesen ist.»

«Wo wir wirklich stehen, das werden wir wohl erst nach dem GP-Wochenende von Spanien wissen, einer herkömmlichen Strecke. Ich sehe den Fortschritt bei uns und hoffe, dass wir auch in Barcelona mitmischen können.»

Eines der heissesten Duelle in Montreal: Wie sich Russell an seinem Stallgefährten Lewis Hamilton vorbeikämpfte. Am Mercedes-Kommandostand ging der Puls hoch, auch wenn Teamchef Toto Wolff glaubte: «Wir wussten, dass die beiden nichts Dummes machen werden.»

Russell zu diesem Duell: «Wenn du gegen Lewis antrittst, dann weisst du – okay, jetzt wird es hart. Aber es bleibt mit ihm immer fair. Ich meine, wir reden hier von einem der grössten Formel-1-Fahrer aller Zeiten. So einem Mann kannst du vertrauen.»

«Was mich ärgert: Ich habe in den entscheidenden Momenten des Rennens Fehler gemacht, und das hat eine gute Chance auf den Sieg gekostet. Ich bin happy mit unseren Fortschritten, aber mit meiner eigenen Darbietung kann ich nicht zufrieden sein.»

Kanada-GP, Circuit Gilles Villeneuve

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:45:47,927 h
02. Lando Norris (GB), McLaren, +3,879 sec
03. George Russell (GB), Mercedes, +4,317
04. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +4,915
05. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +10,199
06. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +17,510
07. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +23,625
08. Daniel Ricciardo (AUS), Racing Bulls, +28,672
09. Pierre Gasly (F), Alpine, +30,021
10. Esteban Ocon (F), Alpine, +30,313
11. Nico Hülkenberg (D), Haas, +30,824
12. Kevin Magnussen (DK), Haas, +31,253
13. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, +40,487
14. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, +52,694
15. Guanyu Zhou (RCH), Sauber, +1 Runde
Out
Carlos Sainz (E), Ferrari, Crash
Alex Albon (T), Williams, Crash
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, Crash
Charles Leclerc (MC), Ferrari, Motor
Logan Sargeant (USA), Williams, Crash

WM-Stand (nach 9 von 24 Grands Prix und 2 von 6 Sprints)

Fahrer
01. Verstappen 194 Punkte
02. Leclerc 138
03. Norris 131
04. Sainz 108
05. Pérez 107
06. Piastri 81
07. Russell 69
08. Hamilton 55
09. Alonso 41
10. Tsunoda 19
11. Stroll 17
12. Ricciardo 9
13. Oliver Bearman (GB) 6
14. Hülkenberg 6
15. Gasly 3
16. Albon 2
17. Ocon 2
18. Magnussen 1
19. Zhou 0
20. Bottas 0
21. Sargeant 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 301 Punkte
02. Ferrari 252
03. McLaren 212
04. Mercedes 124
05. Aston Martin 58
06. Racing Bulls 28
07. Haas 7
08. Alpine 5
09. Williams 2
10. Sauber 0


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