Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Mick Schumacher: Test für McLaren – was ist da los?

Von Mathias Brunner
Mick Schumacher in Silverstone im McLaren

Mick Schumacher in Silverstone im McLaren

​Der Deutsche Mick Schumacher rechnet sich Chancen aus, 2025 wieder Vollzeit Formel 1 fahren zu können, bei Alpine. Wieso sitzt er dann im Anschluss an den Silverstone-GP in einem McLaren?

Über mangelnde Arbeit kann sich Mick Schumacher 2024 nicht beklagen: Er ist Reservefahrer im Formel-1-Rennstall von Mercedes-Benz und unterstützt in dieser Rolle Lewis Hamilton und George Russell mit viel Arbeit im Rennsimulator.

Mick ist zudem Einsatzfahrer von Alpine in der Langstrecken-WM und hofft auf eine Rückkehr mit den Franzosen 2025 in die F1-Startaufstellung. Vor dem Silverstone-GP haben er und Alpine-Reservist Jack Doohan in Le Castellet getestet.

Klar betonte Alpine-Teamchef Bruno Famin, das sei kein Stechen gewesen zwischen den jungen Piloten, aber so richtig kauft ihm das im GP-Fahrerlager keiner ab.

Famin in Silverstone: «Der Test ist prima verlaufen, Mick und Jack hatten ein vergleichbares Aufgabenprogramm und haben das beide gut gemacht.»

Und nun das: Pirelli-Test in Silverstone im Anschluss ans Wochenende des britischen Grand Prix. McLaren hatte mit Lando Norris eine gute Siegchance, das wurde aber versemmelt. Und wer testet in Silverstone für McLaren? Mick Schumacher. Wie das denn?

Bevor die Fans von Mick Schumacher nun in Schnappatmung verfallen: Der Einsatz hat einen ganz einfachen Hintergrund. McLaren wollte den Stammfahrern Norris und Oscar Piastri nach drei Grands Prix an drei Wochenenden eine Verschnaufpause gönnen.

Zudem ist Mick Schumcher, viele Fans hatten das nicht mehr auf dem Radar, seit 2023 nicht nur Reserverfahrer von Mercedes, sondern eben auch von McLaren, die von Mercedes Motoren erhalten.

Der 25-jährige Schumacher (43 Grands Prix, WM-16. von 2022) drehte für Pirelli 53 Runden in Silvestone und war dabei schneller als Alex Albon im Williams und Pietro Fittipaldi im Haas-Rennwagen. Weil jedoch diese drei Rennställe unterschiedliche Programme für Pirelli fahren (es geht um 2025er Reifen), spielen die Rundenzeiten keine Rolle.

Am 10. Juli geht der Pirelli-Test weiter, dann mit GP-Sieger Lando Norris im McLaren, mit Logan Sargeant im Williams sowie mit dem nächstjährigen GP-Piloten Oliver Bearman im Haas.

Grossbritannien-GP, Silverstone Circuit

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:22:27,095 h
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing,+1,465 sec
03. Lando Norris (GB), McLaren, +7,547
04. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +12,429
05. Carlos Sainz (E), Ferrari, +47,318
06. Nico Hülkenberg (D), Haas, +55,722
07. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +56,569
08. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +1:03,577 min
09. Alex Albon (T), Williams, +1:08,387
10. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, +1:19,303
11. Logan Sargeant (USA), Williams, +1:28,960
12. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1:30,153
13. Daniel Ricciardo (AUS), Racing Bulls, +1 Runde
14. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1 Runde
15. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, +1 Runde
16. Esteban Ocon (F), Alpine, +1 Runde
17. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +1 Runde
18. Guanyu Zhou (RCH), Sauber, +1 Runde
Out
George Russell (GB), Mercedes, Wasser-Kreislauf
Pierre Gasly (F), Alpine, Getriebe

WM-Stand (nach 12 von 24 Grands Prix und 3 von 6 Sprints)

Fahrer
01. Verstappen 255 Punkte
02. Norris 171
03. Leclerc 150
04. Sainz 146
05. Piastri 124
06. Pérez 118
07. Russell 111
08. Hamilton 110
09. Alonso 45
10. Stroll 23
11. Hülkenberg 22
12. Tsunoda 20
13. Ricciardo 11
14. Oliver Bearman (GB) 6
15. Gasly 6
16. Magnussen 5
14. Albon 4
18. Ocon 3
19. Zhou 0
20. Sargeant 0
21. Bottas 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 373 Punkte
02. Ferrari 302
03. McLaren 295
04. Mercedes 221
05. Aston Martin 68
06. Racing Bulls 31
07. Haas 27
08. Alpine 9
09. Williams 4
10. Sauber 0

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