Ferrari geschlagen, Vasseur: «Zurück aus dem Nichts»

Charles Leclerc in Zandvoort
Kein Rennstall hat in den Dünen von Zandvoort mehr Formel-1-Rennen gewonnen als Ferrari (nämlich acht), aber der letzte Volltreffer liegt mehr als 40 Jahren zurück – 1983 gewann hier der Franzose René Arnoux.
Bei normalem Rennverlauf am 31. August ist nicht mit Sieg Nummer 9 der Roten zu rechnen, dazu sind die Wagen von Charles Leclerc und Lewis Hamilton einfach nicht schnell genug – der Monegasse hat in der Quali von Zandvoort Startplatz 6 errungen, der britische Superstar wird das Rennen von P7 in Angriff nehmen.
Ferrari-Teamchef Fred Vasseur versucht, das Positive zu sehen: «Gut ist, dass wir gewissermassen aus dem Nichts zurückgekehrt sind. Wir hatten den schwierigsten Freitag der vergangenen zwei Jahre. Zum Glück konnten wir uns aus diesen Schwierigkeiten freistrampeln, und in Q2 stauchen wir sogar auf den Rängen 4 und 5 auf.»
«Um noch weiter vorzustossen, dazu sind wir einfach von zu weit hinten losgefahren, will heissen – wir lagen im freien Training so weit hinten, dass es ganz schwierig wird, im entscheidenden Moment dann das Limit zu finden.»
«Das Knifflige ist das Reifen-Management für schnelle Kurven, also hier in den Kurven 8, 9 und 10. Wenn man da die Walzen zuvor ein wenig stramm rangenommen hat, dann verliert man Zeit. Da haben wir am Freitag alleine in diesen paar Kurven sechs Zehntelsekunden verloren.»
«Wir haben dann die Abstimmung der Rennwagen beträchtlich umgekrempelt, aber wenn du das tust, dann wird es für die Fahrer ganz schwierig, sich ans Limit heranzutasten.»
«Dazu hat Charles in Kurve 10 einen kleinen Fehler gemacht, das hat wohl einen Platz in der zweiten Startreihe gekostet.»
«Was das Rennen angeht, so ist McLaren haushoch überlegen, wir hingegen werden uns einen Kampf liefern mit dem Red Bull Racing-Auto von Verstappen und dem Mercedes von Russell. Unser Vorteil gegen die – wir haben zwei Eisen im Feuer, sie nur eines.»
Qualifying, Niederlande
01. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:08,662 min
02. Lando Norris (GB), McLaren, 1:08,674
03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:08,925
04. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:09,208
05. George Russell (GB), Mercedes, 1:09,255
06. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:09,340
07. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:09,390
08. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:09,500
09. Carlos Sainz (E), Williams, 1:09,505
10. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:09,630
11. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:09,493
12. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:09,622
13. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:09,622
14. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:09,637
15. Alex Albon (T), Williams, 1:09,652
16. Franco Colapinto (RA), Williams, 1:10,104
17. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:10,195
18. Esteban Ocon (F), Haas, 1:10,197
19. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:10,262
20. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, ohne Zeit