Auch das dritte freie Training auf dem Rundkurs von Zandvoort beendete Lando Norris als Schnellster. Der McLaren-Star und sein Teamkollege Oscar Piastri blieben deutlich schneller als die Konkurrenz.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Da die Strecke vom vorangegangenen Regenschauer noch feucht war, dauerte es einige Minuten, bis sich in der letzten Trainingsstunde das erste GP-Auto auf dem Rundkurs von Zandvoort zeigte. Isack Hadjar, dessen Einsatz am Vortag durch Motor-Probleme verkürzt wurde, machte sich auf den Intermediate-Reifen auf, um die ersten Daten des Tages zu sammeln.
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Der Nächste, der sich aus der Box wagte, war Kimi Antonelli. Der Mercedes-Rookie rückte auf den Medium-Reifen aus und sorgte auch für die erste Rundenzeit. Immer mehr Piloten zeigten sich auf der Bahn und einige wählten wie Hadjar die Reifen für Mischverhältnisse, während andere gleich auf den rillenlosen Walzen Gas gaben. Allerdings liessen sich nur die Fahrer auf den Slicks eine Rundenzeit notieren, die Intermediates kamen in den Installationsrunden zum Einsatz. Es dauerte eine Weile, bis die ersten Rundenzeiten auf dem Monitor aufleuchteten, nach 17 Minuten waren erst vier Zeiten zu sehen, wobei Nico Hülkenberg mit 1:12,612 min der Schnellste war. Zum Vergleich: Am Vortag hatte Lando Norris mit 1:09,890 min die Tagesbestzeit gesetzt.
Die ersten Runden auf den weichen Reifen drehte Lance Stroll, für den das zweite Training nur elf Minuten gedauert hatte, weil er in der Steilkurve abgeflogen war. Damit setzte sich der Kanadier an die Spitze, von der er Hülkenbergs Teamkollegen Gabriel Bortoleto verdrängte, der sich zwischenzeitlich die Bestzeit gesichert hatte.
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Fernando Alonso tat es seinem Teamkollegen gleich und schaffte es mit 1:11,082 min sieben Zehntel schneller als Stroll um die 4,259 km lange Bahn. Lange währte die Freude nicht, denn die McLaren-Piloten, die ihren Speed schon am Vortag unter Beweis gestellt hatten, gaben nun auch Gas. Norris behielt mit 1:10,.262 min die Nase vor seinem Teamkollegen Oscar Piastri, der 71 Tausendstel über der Bestmarke des Briten blieb.
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Schwerer taten sich die Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton und Charles Leclerc. Die beiden Stallgefährten konnten sich beim zweiten Versuch zwar verbessern, reihten sich aber dennoch nur auf den Positionen 9 und 10 ein. Champion Max Verstappen hatte mehr Grund zur Freude, er schaffte es auf den Medium-Reifen auf die dritte Position hinter den beiden McLaren-Fahrern.
Noch war die Zeitenjagd nicht vorbei: Piastri setzte sich kurz nach Halbzeit mit 1:10,120 min an die Spitze. Der WM-Leader aus Australien profitierte dabei von den verbesserten Streckenbedingungen. Das tat auch George Russell, der 22 Minuten vor dem Ende der Session im Mercedes die bis dato drittschnellste Runde drehte. Weniger Glück hatte Kimi Antonelli, der in der letzten Viertelstunde ein Problem mit dem Schalthebel meldete. Die beiden Ferrari-Piloten konnten sich weiter verbessern und belegten hinter dem Briten die Positionen 4 (Hamilton) und 5 (Leclerc). Doch noch blieben dem Feld knapp 14 Minuten, um sich für das Qualifying vorzubereiten.
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Norris rückte auf den weichen Reifen aus und drückte die Bestmarke auf 1:08,972 min. Für Aufregung sorgten in den letzten Minuten Russell und Alonso, die auf der Start-Ziel-Geraden beinahe einen Unfall produzierten. Alonso war schneller als Russell unterwegs und setzte innen zum Überholen an, als der Brite auch nach innen zog. Die Regelhüter kündigten gleich eine Untersuchung nach dem Ende der Session an. Die GP-Stars gaben bis zum Schluss Gas, an der Spitze änderte sich aber nichts mehr. Norris stellte mit 1:08,972 min die dritte Bestzeit in Folge auf und zeigte damit klar, dass er der Favorit für die 15. GP-Pole des Jahres ist. Champion Verstappen landete auf dem fünften Platz vor Leclerc, dessen Teamkollege Hamilton nicht über den 14. Platz hinauskommen konnte. 3. Training, Niederlande 01. Lando Norris (GB), McLaren, 1:08,972 min 02. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:09,214 03. George Russell (GB), Mercedes, 1:09,858 04. Carlos Sainz (E), Williams, 1:09,913 05. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:09,925 06. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:09,038 07. Alex Albon (T), Williams, 1:10,099 08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:10,103 09. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:10,166 10. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:10,232 11. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:10,300 12. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:10,349 13. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:10,361 14. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:10,373 15. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:10,595 16. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:10,599 17. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:10,697 18. Esteban Ocon (F), Haas, 1:10,801 19. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:11,012 20. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:11,166
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