Formel 1: McLaren bekommt neuen Namen

FP3 Zandvoort: McLaren in einer eigenen Liga

Von Vanessa Georgoulas
Lando Norris

Lando Norris

Auch das dritte freie Training auf dem Rundkurs von Zandvoort beendete Lando Norris als Schnellster. Der McLaren-Star und sein Teamkollege Oscar Piastri blieben deutlich schneller als die Konkurrenz.

Da die Strecke vom vorangegangenen Regenschauer noch feucht war, dauerte es einige Minuten, bis sich in der letzten Trainingsstunde das erste GP-Auto auf dem Rundkurs von Zandvoort zeigte. Isack Hadjar, dessen Einsatz am Vortag durch Motor-Probleme verkürzt wurde, machte sich auf den Intermediate-Reifen auf, um die ersten Daten des Tages zu sammeln.

Der Nächste, der sich aus der Box wagte, war Kimi Antonelli. Der Mercedes-Rookie rückte auf den Medium-Reifen aus und sorgte auch für die erste Rundenzeit. Immer mehr Piloten zeigten sich auf der Bahn und einige wählten wie Hadjar die Reifen für Mischverhältnisse, während andere gleich auf den rillenlosen Walzen Gas gaben. Allerdings liessen sich nur die Fahrer auf den Slicks eine Rundenzeit notieren, die Intermediates kamen in den Installationsrunden zum Einsatz.

Es dauerte eine Weile, bis die ersten Rundenzeiten auf dem Monitor aufleuchteten, nach 17 Minuten waren erst vier Zeiten zu sehen, wobei Nico Hülkenberg mit 1:12,612 min der Schnellste war. Zum Vergleich: Am Vortag hatte Lando Norris mit 1:09,890 min die Tagesbestzeit gesetzt.

Die ersten Runden auf den weichen Reifen drehte Lance Stroll, für den das zweite Training nur elf Minuten gedauert hatte, weil er in der Steilkurve abgeflogen war. Damit setzte sich der Kanadier an die Spitze, von der er Hülkenbergs Teamkollegen Gabriel Bortoleto verdrängte, der sich zwischenzeitlich die Bestzeit gesichert hatte.

Fernando Alonso tat es seinem Teamkollegen gleich und schaffte es mit 1:11,082 min sieben Zehntel schneller als Stroll um die 4,259 km lange Bahn. Lange währte die Freude nicht, denn die McLaren-Piloten, die ihren Speed schon am Vortag unter Beweis gestellt hatten, gaben nun auch Gas. Norris behielt mit 1:10,.262 min die Nase vor seinem Teamkollegen Oscar Piastri, der 71 Tausendstel über der Bestmarke des Briten blieb.

Schwerer taten sich die Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton und Charles Leclerc. Die beiden Stallgefährten konnten sich beim zweiten Versuch zwar verbessern, reihten sich aber dennoch nur auf den Positionen 9 und 10 ein. Champion Max Verstappen hatte mehr Grund zur Freude, er schaffte es auf den Medium-Reifen auf die dritte Position hinter den beiden McLaren-Fahrern.

Noch war die Zeitenjagd nicht vorbei: Piastri setzte sich kurz nach Halbzeit mit 1:10,120 min an die Spitze. Der WM-Leader aus Australien profitierte dabei von den verbesserten Streckenbedingungen. Das tat auch George Russell, der 22 Minuten vor dem Ende der Session im Mercedes die bis dato drittschnellste Runde drehte.

Weniger Glück hatte Kimi Antonelli, der in der letzten Viertelstunde ein Problem mit dem Schalthebel meldete. Die beiden Ferrari-Piloten konnten sich weiter verbessern und belegten hinter dem Briten die Positionen 4 (Hamilton) und 5 (Leclerc). Doch noch blieben dem Feld knapp 14 Minuten, um sich für das Qualifying vorzubereiten.

Norris rückte auf den weichen Reifen aus und drückte die Bestmarke auf 1:08,972 min. Für Aufregung sorgten in den letzten Minuten Russell und Alonso, die auf der Start-Ziel-Geraden beinahe einen Unfall produzierten. Alonso war schneller als Russell unterwegs und setzte innen zum Überholen an, als der Brite auch nach innen zog. Die Regelhüter kündigten gleich eine Untersuchung nach dem Ende der Session an.

Die GP-Stars gaben bis zum Schluss Gas, an der Spitze änderte sich aber nichts mehr. Norris stellte mit 1:08,972 min die dritte Bestzeit in Folge auf und zeigte damit klar, dass er der Favorit für die 15. GP-Pole des Jahres ist. Champion Verstappen landete auf dem fünften Platz vor Leclerc, dessen Teamkollege Hamilton nicht über den 14. Platz hinauskommen konnte.

3. Training, Niederlande

01. Lando Norris (GB), McLaren, 1:08,972 min
02. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:09,214
03. George Russell (GB), Mercedes, 1:09,858
04. Carlos Sainz (E), Williams, 1:09,913
05. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:09,925
06. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:09,038
07. Alex Albon (T), Williams, 1:10,099
08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:10,103
09. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:10,166
10. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:10,232
11. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:10,300
12. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:10,349
13. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:10,361
14. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:10,373
15. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:10,595
16. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:10,599
17. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:10,697
18. Esteban Ocon (F), Haas, 1:10,801
19. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:11,012
20. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:11,166

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