Zehn Mark für eine Flasche Wasser

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
1995: Ein Deutscher siegt in Deutschland

1995: Ein Deutscher siegt in Deutschland

Jeder der deutschen Formel-1-Piloten verbindet besondere Erinnerungen mit dem Hockenheimring.

An Hockenheim kommt kein Pilot vorbei, vor allem, wenn sein Weg in die Formel 1 führt. Denn nicht nur die Königsklasse ist schon seit Jahrzehnten auf dem traditionsreichen Asphalt in Baden-Württemberg zu Gast, auch die Nachwuchs-Klassen sind in Hockenheim gerne zu Besuch.

Entsprechend viel Erfahrung durften auch die deutschen Formel-1-Asse auf der Strecke mit dem legendären Motodrom sammeln. Weltmeister Sebastian Vettel kam schon als kleiner Junge nach Hockenheim: «Ich habe hier 1992 als Neunjähriger mein erstes Formel-1-Rennen gesehen. Damals regnete es stark und wir standen am Zaun und warteten auf die Autos, die nur eine Installationsrunde drehten. Doch das hat schon gereicht, um in mir das Feuer zu entfachen.»

Auch zwei Jahre später war der Red-Bull-Racing-Pilot mit von der Partie: «Da war es dann sehr heiss, und eine Flasche Wasser wurde für zehn Mark verkauft. Wir fanden später heraus, dass die Flaschen mit Leitungswasser nachgefüllt wurden, die machten also ein gutes Geschäft.»

Nicht ganz so weit reicht Nico Hülkenbergs Erinnerung zurück. «Ich fuhr auf dieser Strecke mein erstes Formelrennen, das war 2005 in der Formel BMW. Ich habe es auch gleich gewonnen, deshalb verbinde ich sehr gute Erinnerungen mit diesem Kurs», erzählt der Force-India-Fahrer.

Auch Timo Glock erlebte sein schönstes Hockenheim-Erlebnis nicht in der Formel 1: «Mein bester Auftritt war wohl das GP2-Rennen 2006, als ich in der letzten Runde in Führung ging und siegte.» Der 30-jährige Marussia-Pilot verbindet aber nicht nur Gutes mit der Strecke: «Der Tiefpunkt folgte 2008, als ich in der letzten Kurve in der Wand landete und ins Krankenhaus musste.»

Mercedes-Star Michael Schumacher, der auf dem Hockenheimring schon drei GP-Siege feiern durfte, verrät: «Der erste Sieg war der Schönste, das war 1995.» Auch Teamkollege Nico Rosberg hatte ein Schlüsselerlebnis: «Beim letzten DTM-Rennen meines Vaters durfte ich auf dem Dach sitzen und winken. Und da haben all diese Leute im Motodrom gejubelt, das war unglaublich. Das ist einer dieser Momente, in dem man weiss, okay, so etwas will ich auch einmal machen.»

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