Klien: «Monaco ist eine Kopfsache»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Christian Klien: Freud und Leid in Monaco

Christian Klien: Freud und Leid in Monaco

BMW-Sauber-Testfahrer Christian Klien erklärt, wie er sich auf das Monaco-Rennen vorbereitet.

Der Monaco-GP ist für Mensch und Maschine eine besondere Herausforderung. Den Boliden verlangt der Traditionskurs im Fürstentum so Einiges ab: «Für die Kurve 6, die berühmte Loews-Haarnadel müssen jedes Jahr die Vorderradaufhängungen adaptiert werden. Der normale Lenkeinschlag eines Formel 1-Autos reicht nämlich für diese enge Kurve nicht aus», weiss BMW-Sauber-Ersatzmann Christian Klien.

Der kürzeste GP mit den meisten Runden fordert auch die Piloten, und zwar
mental stärker als jede andere Strecke. «die Strecke erlaubt null Fehler, wenn du mit u¨ber 200 km/h an Leitschienen entlangdriftest. Einmal unachtsam – und du bist draussen, wenn man andererseits zwei Prozent Sicherheitspolster einbaut, sieht man die Konkurrenz nur noch von hinten», beschreibt Klien den schmalen Grat, auf dem sich die Formel-1-Piloten in Monte Carlo bewegen müssen.

Jeder Fahrer hat seine eigene Methoden, sich darauf vorzubereiten. Die einen arbeiten mit Mentaltrainern. Nicht so Klien: «Ich gehöre zu jenen Fahrern, bei denen klassisches Mentaltraining nicht wirklich greift. Ich bin es seit den Kart-Tagen gewöhnt, mich selbst ans Limit zu pushen. Jeder Sportler ist da eben anders.»

Klien trainiert vor allem seine Multitasking-Fähigkeiten. Daniel Devigili, Kliens Coach im Heeres-Leistungssportzentrum in Dornbirn, denkt sich immer neue Übungen aus, um alle Sinne gleichzeitig zu fordern. «Ich muss zum Beispiel auf Zeit durch einen Slalom-Parcours laufen und dabei einen Tischtennisball mit zwei Schlägern von links nach rechts balancieren. Das Ganze machen wir fünf bis zehn Mal hintereinander und erhöhen immer das Tempo.»

2006 erlebte Klien in Monaco sein bestes und zugleich bitterstes Formel-1-Rennen: «Wir hatten genau die richtige Strategie. Alles lief nahezu perfekt. Nach 40 Runden war klar, dass ich auf Podiumskurs lag. Dann streikte leider das Getriebe. Dagegen ist man als Fahrer halt machtlos.»

Auch 2004 sorgte Christian Klien für Schlagzeilen, als bei einer Kollision der Diamant, den die Edelsteinschmiede Steinmetz auf der Front seines Jaguars angebracht hatte, auf rätselhafte Weise verschwand. «Um allen Anfragen zuvorzukommen: Nein, ich habe den Diamanten immer noch nicht gefunden.»

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