Buemi: «Ich mag Strassenkurse»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Sébastien Buemi mit dem GP2-Auto in Monte Carlo.

Sébastien Buemi mit dem GP2-Auto in Monte Carlo.

Der Schweizer Toro-Rosso-Fahrer erkundet morgen Monte Carlo erstmals im F1-Renner. Bange machen lässt er sich deswegen nicht.

Kleine Runde mit Sébastien Buemi: Der Toro-Rosso-Fahrer steht in der Abendsonne von Monte Carlo und wirkt vor seinem ersten F1-Trainingstag im Fürstentum etwa so aufgeregt wie die neue Hafenmole.

Du kennst die Monaco-Strecke aus der Perspektive im GP2-Auto. Erwartest du im Formel-1-Renner völlig Neues?
Nein, das wird nicht völlig anders sein. Vom Tunnel bis zur Schikane wurde frisch asphaltiert, also sollten dort weniger Wellen sein als früher. Das macht es einfacher. Auch die Kurve 3 beim Casino hat einen neuen Belag erhalten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Unterschied so riesig sein wird. Im vergangenen Jahr lagen zwischen dem langsamsten Formel-1- und dem schnellsten GP2-Auto nur drei oder vier Sekunden.

Du erkennst also keinen Nachteil, dass du hier im F1-Auto noch nie fahren konntest?

Nein. Ich kenne die Strecke, und ich bin sicher, wir werden eine gute Leistung zeigen können.

Worauf kommt es dabei am meisten an?
Darauf, dass du im Qualifying eine freie Runde bekommst. Und dir keinen Fehler erlaubst. Es gibt kein wichtigeres Quali als hier in Monaco. Vielleicht ist das Abschlusstraining hier sogar einfacher als in der GP2, weil die F1-Piloten wissen, dass sie sofort eine Strafe erhalten, wenn sie einem anderen im Weg stehen.

Liegen dir Strassenkurse?
Ich mag Strassenkurse: Norisring, Monaco, Macau – das hat immer Spass gemacht, und ich hatte immer viel Spass. Mit dem GP2 bin ich zwei Mal hier gefahren, ich habe hier sogar in dieser Kategorie mein Debüt gegeben.

Was ist ein realistisches Ziel?

Wir wollen Punkte holen. Das ist machbar. Es wird vieles davon abhängen, was im Abschlusstraining geht. Bist du Fünfzehnter, wird es schwierig. Bist du unter den besten Zehn, liegen WM-Zähler drin.

Welche Stellen sind für dich besonders faszinierend hier?
Die Casino-Passage, Mirabeau, Loews – das ist so schön! Alleine die Vorstellung, dass diese Stellen seit Jahrzehnten so sind, hauen mich um. Der Tunnel ist auch schön zu fahren. Die Passage beim Schwimmbad ist nicht das gleiche, die ist mir schon fast zu modern.

Wo siehst du Gefahren?
Ich bin besonders gespannt, was mit den grossen Frontflügeln passiert. Normalerweise kannst du mit dem Pneu an den Streckenbegrenzungen entlang schrammen. Wenn du das dieses Mal probierst, wirst du keinen Frontflügel mehr haben.

Normalerweise geht man mit seinen Ingenieuren eine Runde ...

Ja, das haben wir auch gemacht. Aber du siehst vor lauter Verkehr kaum, was du sehen solltest. Zum Glück haben wir jede Menge Onboard-Kamera-Aufnahmen. Und wir haben uns die Streckenpassagen mit dem neuen Asphalt angeschaut.

Hast du Monaco im Simulator gefahren?
Ja, vorgestern.

Hattest du eine freie Runde?

Im Simulator schon.

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