Hamilton: Besser als erwartet

Von Peter Hesseler
Formel 1
Hamiltons hat höhere Ränge im Blick

Hamiltons hat höhere Ränge im Blick

Der britische Weltmeister hat auf dem Kurs bei Istanbul weniger Schwierigkeiten als vorher angenommen. Teamkollege Heikki Kovalainen im Silberpfeil Tagesschnellster.

Lewis Hamilton (24) startete nach dem Rückschlag von Monaco mit gemässigten Hoffnungen in den Türkei-GP. Der deutlich schnellere Kurs bei Istanbul liegt dem Team wegen aerodynamischer Rückstände am McLaren-Mercedes MP 4-24 weniger als der Stadtkurs in Monte Carlo.

Der britische Weltmeister beendete nach Platz 12 im Monaco-GP das zweite freie Training am Freitag auf Platz 13. Den ersten Trainings-Durchgang am Morgen inbegriffen erzielte er jedoch die achtbeste Rundenzeit des Tages.

Hamilton muss also nicht ganz schwarz sehen, zumal sein Teamkollege Heikki Kovalainen den Silberpfeil am Ende des ersten Trainingstages mit der absoluten Bestzeit des gesamten Tages auf Position 1 platzierte, nachdem Nico Rosberg (Williams) das erste freie Training am Morgen dominiert hatte.

Hamilton sagt: «Die Strecke scheint nicht so schlecht für uns zu sein wie erwartet. Ich will ins Ziel kommen und so viele Punkte wie möglich holen. Das ist bei jedem Rennen das Ziel.»

Der Champion beschreibt das Fahrverhalten seines Autos in der gefürchteten schnellen Kurve 8, in der dem Silberpfeil vorweg besondere Probleme vorausgesagt worden waren, als «okay. Es ist aber deutlich schwieriger dort als im vorigen Jahr. Unser Auto ist dort sicher nicht grossartig, aber besser als ich angenommen hatte.» Er monierte jedoch stellenweise abrupt einsetzendes Übersteuern.

Mit den Reifen habe er keine nennenswerten Probleme gehabt. Besonders der weichere der beiden zur Verfügung stehenden Gummis habe sehr konstant funktioniert.

Generell sieht sich Hamilton auf einer langen Aufholjagd auf die Spitze. «Wir sind seit Saisonbeginn schon ein ganz schönes Stück nach vorne gekommen, aber noch lange nicht am Ziel.» Und gibt Einblicke in sein Leben hinter der Spitze. «Es ist nicht immer lustig, wenn du weist, dass du Rennen gewinnen kannst und dann im Mittelfeld kämpfst. Es ist hart, das wegzustecken. Aber ich bin ziemlich glücklich über unsere Fortschritte.»

Seinen letzten Sieg feierte er beim China-GP 2008. Seine beste Platzierung 2009 ist Platz 4 in Bahrain.

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