Lewis Hamilton: «Bringt die lauten Motoren zurück»

Von Andreas Reiners
Formel 1
Kommt der stehende Start nach dem Safety Car?

Kommt der stehende Start nach dem Safety Car?

Die Show in der Formel 1 muss besser werden. Darin sind sich die Verantwortlichen einig und entschieden: In der kommenden Saison soll nach einem Safety-Car-Einsatz der Re-Start aus dem Stand erfolgen.

Die Fahrer wurden aber offenbar nicht involviert. Denn auf die Frage, was sie von der geplanten Neuerung halten, kam fast immer eine Gegenfrage: «Ist das ein Vorschlag? Kommt das wirklich?»

Nun, es soll tatsächlich kommen. Die Piloten reagierten darauf mit gemischten Gefühlen. Tenor: Gut für die Zuschauer, schlecht für die Fahrer. «Das klingt schon sehr extrem. Ich verstehe ja, dass der Start für die Fans etwas vom Spannendsten ist, aber ich hoffe, das wird nicht passieren. Das würde meiner Meinung nach zu weit gehen. Denn ich mag die Formel-1-Rennen so, wie sie derzeit sind. Eine so drastische Änderung wie einen zweiten Start würde ich deshalb nicht begrüßen.»

Aus Reifensicht wäre das während des Rennens aber kein Problem, erklärte Pirellis Motorsportchef Paul Hembery SPEEDWEEK.com. Wenn man nicht gerade fünf Minuten stehen würde.

Auch im Red-Bull-Lager ist man sich einig: Sowohl Weltmeister Sebastian Vettel als auch Daniel Ricciardo sehen den Vorteil für die Fans, aber auch den Nachteil für die Piloten. «Wenn du das Rennen mit zehn Sekunden anführst und das Safety Car kommt, verlierst du zwar deinen Vorsprung, aber du behältst deine Position. Bei einem stehenden Start ist die Chance ziemlich groß, dass du Positionen verlierst. Ich denke, sie können etwas Besseres finden», sagte Ricciardo.

Lewis Hamilton hörte ebenfalls zum ersten Mal von der geplanten Neuerung. Der Brite blieb zunächst reserviert und erklärte, er wolle sich Zeit nehmen, um genauer über die Auswirkungen nachzudenken. Grundsätzlich würde es aber nicht schaden, die Fahrer bei solchen Entscheidungen mit ins Boot zu holen, meinte er.

«Für uns ist es unmöglich, die Sicht der Stewards nachzuvollziehen, denn wir sitzen nicht in deren Büros. Aber sie sitzen auch nicht in unseren Autos. Wir sollten auf jeden Fall zusammenarbeiten. Sie kommen oft mit coolen Ideen – manchmal funktionieren sie, manchmal nicht», so Hamilton.

Ideen, wie man die Show verbessern kann, hat er allerdings. «Der Funkenschlag ist richtig cool. Ich habe das im Training gesehen, als Nico vor mir fuhr. Bringt die großen profillosen Reifen zurück, bringt die lauten Motoren zurück. Ich mag die Old-School-Generation lieber», so Hamilton.

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Lewis Hamilton: Hunger auf mehr als Formel 1

Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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