Felipe Massa: «Ich glaube fest an einen GP-Sieg»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Felipe Massa ist überzeugt: Die Rennstrategie verhinderte ein besseres Ergebnis in Spielberg

Felipe Massa ist überzeugt: Die Rennstrategie verhinderte ein besseres Ergebnis in Spielberg

Williams-Pilot Felipe Massa spricht nach seiner Pole-Position von Österreich von Rennsiegen und erklärt, warum er sich heute jünger fühlt ans noch vor einem Jahr.

Beim jüngsten Formel-1-GP auf dem Red Bull Ring durfte sich Felipe Massa über einen besonderen Triumph freuen: Der kleine Williams-Pilot nutzte das Mercedes-Pech im Qualifying und sicherte sich die Pole-Position zum achten Saisonlauf.

Dass sich der Brasilianer am Ende mit dem vierten Platz begnügen musste, lag seiner Meinung nach an der falschen Strategie. Dies bestätigte der 33-Jährige aus Sao Paulo in einem Gruppeninterview, das er anlässlich seines DTM-Besuchs am Norisring gab.

Felipe Massa, Williams sieht sehr stark aus, ist der erste GP-Sieg mit dem Team aus Grove schon in Sicht?

Ja, das denke ich. Wir müssen einfach unsere Chancen nutzen. Im letzten Grand Prix hatten wir eine gute Möglichkeit. Aber wir haben die Positionen durch die Strategie an Mercedes verloren. Doch unser Auto war stark und konkurrenzfähig, wie schon in Kanada, wo wir leider nicht die entsprechenden Ergebnisse erzielt haben. Wir werden Schritt für Schritt besser, deshalb ist der Sieg auch nicht unmöglich. Wir müssen einfach clever agieren und das Beste aus unseren Möglichkeiten machen. Ich glaube fest daran, dass wir in der Lage sind, einen Sieg einzufahren.

Hand aufs Herz: Hättest du im vergangenen Jahr gedacht, dass du heute dasitzen und über Rennsiege diskutieren würdest?

Klar, wenn man sich die Williams-Bilanz vom letzten Jahr ansieht, dann konnte man das nicht erwarten. Aber wenn sich die Regeln derart stark verändern, dann beginnen alle wieder bei Null. Ich habe schon bei meinem ersten Besuch im Williams-Werk erkannt, dass alle Voraussetzungen für ein konkurrenzfähiges Auto gegeben waren. Ich freute mich also auf meinen Wechsel, weil ich wusste, dass wir wieder vorne mitkämpfen können. Ich habe ja auch mitbekommen, dass die Leute im Fahrerlager davon sprachen, dass Mercedes bei den Motoren einen Vorsprung haben würde, und so kam es ja dann auch. Der Wechsel zur Sternmarke war also eine grossartige Entscheidung von Williams.

Du wirkst sehr viel frischer als noch im vergangenen Jahr. Was hat sich für dich persönlich verändert?

Wenn es so gut läuft, ist man natürlich besser drauf und auch motivierter. Es war ein enormer Schritt, von einem grossen Rennstall wie Ferrari zu einem kleinen Team wie Williams zu wechseln. Das war gewisserweise ein Neuanfang für mich, und ich fühle mich deshalb auch jünger. Ich arbeite jetzt für ein Team, das mich wirklich braucht und mir zu 100 Prozent vertraut, was sehr positiv ist.

Deine Rennstrategie hat in diesem Jahr nicht immer gepasst, ist dies die grösste Schwäche, die es auszumerzen gilt?

Nun, es lag nicht immer an der Strategie. Im ersten Rennen schoss mich ein anderes Auto ab. In Bahrain kam mir das Safety-Car in die Quere, deshalb fiel ich auf Platz 7 zurück. In Monaco hatte ich ein Problem im Qualifying, weshalb ich in der Mauer landete. In Kanada war es dann ein Crash in der letzten Runde. Es waren also viele verschiedene Faktoren, die jeweils ein gutes Resultat verhindert haben. In Spielberg habe ich beim ersten Boxenstopp etwas Zeit liegenlassen, und auch eine Position an Valtteri Bottas verloren. Aber ich fühle mich sehr gut und stark im Auto, und darauf kommt es am Ende an.

Du warst gestern beim Festival of Speed in Goodwood, wie hat dir der Besuch beim legendären Motorsport-Treffen gefallen?

Goodwood war super. Es war eine unglaubliche Erfahrung, den Williams FW18 von Damon Hill zu fahren. Leider regnete es und deshalb war die Piste sehr rutschig, ich konnte also nicht bis ans Limit gehen. Aber es war trotzdem unglaublich. Die Atmosphäre ist fantastisch und die Besucher sind super.

Wie hast du als erklärter Fussball-Fan den Nervenkitzel beim Penalty-Schiessen der brasilianischen Nationalelf gegen Chile erlebt?

Es war hart – sehr hart. Man muss dazu sagen, dass man in Brasilien ein Verlierer ist, wenn man Zweiter wird – es zählt nur der Sieg. Es war sehr aufregend und ich hoffe, dass wir im nächsten Spiel stärker auftreten werden.

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