Bernie Ecclestone: «Arrivederci Monza!»

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Haben die Tifosi in Monza bald ausgejubelt?

Haben die Tifosi in Monza bald ausgejubelt?

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone will die Formel 1 in die Zukunft führen und ein Traditionsrennen könnte dabei auf der Strecke bleiben: Wenn der Vertrag mit Monza 2016 ausläuft soll es das gewesen sein.

Geht es nach Bernie Ecclestone, könnte eine der traditionsreichsten Strecken im Formel-1-Kalender schon bald ihren letzten Grand Prix sehen. Das Autodromo Nazionale Monza, auf dem 1922 der erste Grand Prix von Italien ausgetragen wurde und auf dem die moderne Formel 1 seit ihrem Beginn jedes Jahr – mit der Ausnahme von 1980 – zu Gast ist, könnte aus dem Kalender fliegen.

Wie auch Silverstone sieht Ecclestone die Strecke im Parco di Monza als «Anachronismus» bei seinen Bemühungen an, den Sport «vorwärts zu bringen» und in diese Pläne passen eben moderne Strecken wie Singapur oder Abu Dhabi besser als die Historie von Monza. Auch, dass in den vergangenen Jahren die gesamte Boxenanlage und das Fahrerlager renoviert wurden und dabei einige historische Bauwerke abgerissen wurden, kann den 83-Jährigen nicht umstimmen.

«Ich glaube nicht, dass wir einen neuen Vertrag abschließen. Der alte war vom kommerziellen Standpunkt her schon ein Desaster», wird Ecclestone von italienischen Medien zitiert. «Nach 2016 heißt es bye, bye!» Der aktuelle Vertrag wurde 2010 abgeschlossen und läuft noch bis 2016.

Antonio Rossi vom Ministerium für Sport und Jugend der Lombardei appelliert an die italienische Regierung, einzuschreiten. «Ecclestones Aussage über den Grand Prix in Monza ist sehr beunruhigend und als Mitglied des regionalen Rates appelliere ich an die Regierung dabei zu helfen, den Grand Prix von Italien zu retten. Er hat nicht nur in der Geschichte der Formel 1 eine wichtige Rolle gespielt, er spielt auch eine wichtige wirtschaftliche Rolle und schafft in der Region Arbeitsplätze.»

Nicht nur in Italien, auch für viele Formel-1-Fans ist eine Weltmeisterschaft ohne den Grand Prix von Italien auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in Monza undenkbar, auch wenn diese in den vergangenen Jahren schon ziemlich entschärft wurde. Gerüchteköche wollen allerdings wissen, dass es auch nach 2016 einen Grand Prix von Italien geben soll, eben nur nicht in Monza. Mugello, die in Ferrari-Besitz befindliche Strecke in der Toskana, soll angeblich schon in den Startlöchern stehen, das Rennen auszutragen.

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