Red Bull Racing: Dann verabschiedet sich Renault

Von Andreas Reiners
Formel 1
Christian Horner mit Bernie Ecclestone

Christian Horner mit Bernie Ecclestone

Die Ära der Turbomotoren ist für Red Bull Racing und Motorenpartner Renault eine Nagelprobe. In der vergangenen Saison gab es für das einstige Weltmeisterteam immerhin noch drei Siege.

Doch schon damals hatte man einen großen Rückstand auf Branchenprimus Mercedes. Der ist in dieser Saison sogar noch angewachsen, die Probleme bei den Antriebseinheiten der Franzose ebenfalls. Zunächst war es die Zuverlässigkeit, inzwischen ist es auch die Performance. Das Ergebnis: Red Bull Racing fährt der Musik nur noch hinterher und musste sogar Ferrari passieren lassen.

Immerhin hatten sich die Teams darauf geeinigt, dass in diesem Jahr an den Power Units durch das Token-System noch Verbesserungen vorgenommen werden können, damit Konkurrenten wie Honda, Ferrari oder eben Renault den Rückstand aufarbeiten können. Wie zuletzt in Kanada deutlich wurde, ist bei Renault diesbezüglich auch noch einiges an Arbeit vonnöten. Doch die in diesem Jahr ausnahmsweise gelockerte Homologation soll Anfang des kommenden Jahres erfolgen. Am 28. Februar 2016 wäre die Weiterentwicklung demnach eingefroren.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner bereitet die Situation Kopfzerbrechen, denn Mercedes hat bislang keine Bereitschaft signalisiert, die Homologation erneut zu lockern. «Sie müssen natürlich nicht, aber die Situation ist die, dass wir uns an einem kritischen Punkt befinden, was Renaults Engagement betrifft. Wenn man es im Februar stilllegt, kannst du sie praktisch verabschieden. Es ist das Schlimmste, was Renault passieren könnte. Denn danach sind die Motoren praktisch für immer eingefroren», sagte Horner.

Denn klar ist: Sollte Renault zu diesem Datum weiterhin nicht konkurrenzfähig sein, könnten die Franzosen endgültig die Lust an der Motorsport-Königsklasse verlieren. Denn dann stünde schon vor der Saison fest, dass man das ganze Jahr über keine Chance hat. Ohne die Möglichkeit wie jetzt, noch nachzubessern. Ganz davon abgesehen, dass ein Einfrieren der Mercedes-Dominanz für den Sport wohl die schlechteste Lösung wäre.

«Sie müssen denken wie ein Erwachsener. Und auch die FIA sollte sagen, was im Interesse der Formel 1 ist. Wenn es sich die Formel 1 leisten kann, einen Motorenhersteller zu verlieren, kann man beim 28. Februar bleiben», betonte Horner nochmals mögliche Auswirkungen.

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