Wolff: Formel E Lichtjahre entfernt von F1-Reichweite

Von Gerhard Kuntschik
Formel E
Ralf Schumacher und Toto Wolff äußern sich bei SPEEDWEEK.com zur DTM und zur Formel E. So stellt zum Beispiel Wolff klar: Die Formel E ist «Lichtjahre entfernt von einer Reichweite der Formel 1».

Wenn es nach Mercedes-Sportchef Toto Wolff und dem ehemaligen Mercedes-DTM-Star Ralf Schumacher (52 Rennen 2008 bis 2012, eine Pole, zwei Podestplätze) geht, sieht die Zukunft des Deutschen Tourenwagen Masters trüb aus.

Ob die DTM eine Zukunft hat, beantwortete der Wahl-Salzburger Schumacher so: «Nein. Leider. Extrem schade, es war aber abzusehen. Audi geht es im Moment nicht gut, der Ausstieg ist nachvollziehbar. Schlimm ist, dass ohne DTM dem Motorsport und damit auch dem Nachwuchs eine wichtige Plattform verloren geht. Der Motorsport in Deutschland braucht aber eine zweite Plattform neben der des ADAC. Ich weiß nicht, wie es weitergehen wird.»

Ähnlich sieht es auch der Wiener Wolff (48), der Mercedes Ende 2018 aus der DTM zurückzog, um sich auf Formel E (neben der Formel 1) zu konzentrieren: «Wenn es 2021 eine DTM gibt, dann in anderer Form. Ich glaube, dass Gerhard (ITR-Chef Berger, Anm.) ein neues Format schaffen kann. Wenn einer den Karren aus dem Dreck ziehen kann, dann Gerhard. Wir haben uns bei Mercedes auf die Plattformen Formel 1 und Formel E festgelegt, deshalb habe ich nicht mehr den tiefen Einblick.»

Während Wolff der Formel E als zweites «Standbein» eigenen Charakter zubilligt, sieht Schumacher die Elektroserie sehr kritisch.

Wolff: «Die Formel E wird stark gepusht, sie ist eine interessante, neue Plattform, die mehr Event- und Lifestylecharakter hat als das reine Racing. Sie ist aber Lichtjahre entfernt von einer Reichweite der Formel 1. Die aktuelle Situation macht die Lage der Formel E mit den Rennen in den Städten ganz, ganz schwierig.»

Schumacher sieht in der Formel E nicht die alleinige Rennsportzukunft: «Das kann ich mir so nicht vorstellen. Die Formel E wird wichtiger Bestandteil sein. Aber man muss einmal ehrlich sein: Im Fahrerlager stehen die dicken Generatoren hinter den Ladestationen, keiner sagt, wie die Batterien einmal entsorgt werden. Aber Motorsport soll Facetten haben. So ist die Formel E gut. Mich würde die echte Umweltbilanz im Vergleich eines Formel-1- und eines Formel-E-Rennens interessieren! Die Formel E ist nicht so emissionsarm, wie es heißt, aber sie macht einen Anfang.»


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