Red Bull Ring: KTM X-Bow GTX Concept überzeugt erneut

Von Oliver Müller
Int. GT Open
Das KTM X-Bow GTX Concept auf dem Red Bull Ring

Das KTM X-Bow GTX Concept auf dem Red Bull Ring

Bei den Rennen der International GT Open auf dem Red Bull Ring hatte das KTM X-Bow GTX Concept den nächsten Testeinsatz im Rennbetrieb. Am Steuer saßen Stefan Rosina und ADAC GT Masters-Champion Patric Niederhauser.

Am Wochenende gab es für das KTM X-Bow GTX Concept den nächsten großen Auftritt: Nachdem das von Reiter Engineering und der KTM Sportcar GmbH entwickelte Fahrzeuge bereits im Juli beim 12h-Rennen der niederländischen Creventic-Serie in Monza angetreten war (und dabei das Rennen sogar angeführt hatte), ging es zur International GT Open auf den Red Bull Ring. Dort trat das Concept-Fahrzeug in der G3-Klasse an und stellte erneut seine Performance unter Beweis.

Am Steuer saßen der Slowake Stefan Rosina und Patric Niederhauser, der als amtierender Meister des ADAC GT Masters zu den besten GT-Piloten der Welt zählt. Im Rennen am Samstag hatte der spektakuläre Bolide sogar als erstes die Ziellinie überquert und dabei die versammelte GT3-Konkurrenz komplett in den Schatten gestellt. Nach großem Jubel folgte jedoch der Schock: Durch eine Beanstandung der technischen Kommissare wurde das Fahrzeug nachträglich aus der Wertung genommen.

SPEEDWEEK.com hat die Hintergründe dazu inzwischen erfahren: Ausschlaggebender Grund, der schließlich zur Entscheidung der Stewards führte, war ein Formfehler in den Homologationsunterlagen des Fahrzeugs. Bei der Anfertigung dieser Dokumente war ein unbemerkter Schreibfehler unterlaufen, weshalb die Vermutung entstand, der KTM wäre mit einer falschen Bremsscheibe ins Rennen gestartet.

«Reiter Engineering möchte sich nachdrücklich und aufrichtig bei KTM, den beiden Fahrern Stefan Rosina und Patric Niederhauser, sowie den Veranstaltern der GT Open für die entstandenen Unannehmlichkeiten entschuldigen», so ein Reiter-Statement.

Gegen die Disqualifikation wurde dennoch Berufung eingelegt, da Reiter grundsätzlich die Meinung vertritt, dass die Entscheidung - den verdienten Sieg abzuerkennen - ungerechtfertigt gegenüber den beiden Fahrern sei, welche sich diesen auf harte und ehrliche Weise erarbeitet haben.

Vor dem zweiten Lauf konnte der Fehler korrigiert und die berichtigten Unterlagen nachgereicht werden, sodass das Fahrzeug mit gleicher Spezifikation wie am Vortag das Rennen bestritt. Nach Platz zehn in der Qualifikation kamen Rosina und Niederhauser im Rennen schließlich auf Position neun. Das Fahrzeug hatte für das zweite Rennen jedoch auch eine andere BoP (plus 50 kg, minus 20 PS) bekommen. Zudem musste der
Pflichtboxenstopp um 15 Sekunden verlängert werden.

Insgesamt ist das Rennwochenende für das KTM X-Bow GTX Concept als großer Erfolg zu bewerten. Der Rennwagen konnte im Wettbewerb gegen die starke GT3-Konkurrenz bestehen und sein großes Potential aufzeigen. Das Fahrzeug soll im Oktober offiziell vorgestellt werden. Es wird dann in zwei Spezifikationen für den Renneinsatz 2021 angeboten: Als GT2-Variante (circa 600 PS) tritt es in der neuen GT2-Klasse gegen Porsche und Audi an. Die GTX-Version (über 500 PS) ist für diverse andere Sprint- und Langstreckenrennen konzipiert.

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