Lenz Leberkern: «Das war ein Schock in der Nacht»

Von Rudi Hagen
Lenz Leberkern, bekannter TV-Motorsport-Experte bei Eurosport und selbsternanntes «Boxenluder», hat an diesem Wochenende einen neuen Job. Der 58-Jährige ist als Streckenposten bei der IDM in Schleiz tätig.

Am Rande des IDM-Meetings am Schleizer Dreieck machten die Fans schon am Freitag eine interessante Entdeckung. In der Schikane vor Start und Ziel schwang Lenz Leberkern, bekannter Moderator und Experte von Eurosport, den Besen und wachte als Offizieller mit einem Kollegin und einem Kollegen über die Sicherheit an dieser Stelle der Strecke. SPEEDWEEK.com sprach mit Lenz Leberkern.

Lenz, was machst du hier am Schleizer Dreieck?

Ich bin dem Aufruf eines Facebook-Kollegen gefolgt, der einen Aufruf gemacht hatte, weil in Schleiz bei der IDM Streckenposten gebraucht wurden. Bei mir hatte es sich abgezeichnet, dass wir keine Superbike-Übertragung live aus Assen machen würden. Für mich war das die Möglichkeit etwas zurückzugeben an den Sport, denn ohne Streckenposten dreht sich kein Rad. Ich habe das schon mal gemacht. Vor fünf Jahren habe ich meinen Streckenposten gemacht und war in dieser Funktion auf der Isle of Man dabei. Für mich ist es wichtig Commitment zu zeigen.

Braucht man dazu eine Lizenz?

Ja, beim DMSB macht man eine Sportwartelizenz, es ist aber nicht so schwierig und aufwändig, das kapieren sogar solche Trottel wie ich.

Muss man die Lizenz auch ab und an auffrischen?

Ja, alle drei Jahre muss man seine Lizenz auffrischen, ich wäre jetzt mal wieder dran. Daher überlasse ich die Führung auch den Profis an meiner Seite, Netti Berzewski und Albert Sücker. Beim nächsten Lehrgang bin ich wieder dabei, wenn es zeitlich passt.

Du hast ja auch gleich Einsätze in der Schikane vor Start und Ziel gehabt.

Ja, beim ersten freien Training ist gleich der erste Fahrer per Highsider abgeflogen und dabei böse auf die Hüfte geprallt.

Auch Fegen musste du bei einem Doppelsturz etwas später?

Ja, das kann ich, das hat mir meine Frau beigebracht. Aber Staubsaugen ist nicht so mein Ding. Im Ernst, die Kerbs sind nicht ungefährlich, die haben wir auch schön sauber gehalten.

(Zu Netti und Albert) Unterhält euch der Lenz auch so mit seinen Sprüchen, wie die Zuschauer im TV auf Eurosport?

(Netti) Eigentlich hat der Albert hier noch mehr Sprüche drauf.

Lenz, ist das hier so etwas wie eine erfüllende Aufgabe für dich?

Ja, das tut mir hier gut. Ich bin schon über 20 Jahre beim Motorsport dabei und mir hat immer jeder Blick über die Boxenmauer gut getan. Hier ist interessant, dass du als Sportwart keine Zeit hast, etwas aufzukehren oder Luft zu holen, das ist so ein straffer Zeitplan. Vorhin bekamen wir nicht gleich das Motorrad nach einem Sturz von der Streck geräumt, weil der Leerlauf nicht rein ging und die Kupplungshebel abgebrochen war. So bekamen wir das Bike nicht schnell genug durch den Kies zum Abtransport hin, da bekamen wir von der Rennleitung gleich eine Ansage, doch bitte Gas zu geben.

Also Pause machen, Kaffee trinken und Würstchen essen ist nur selten drin?

Ja wirklich, jetzt ist Mittagspause und wir können zum ersten Mal etwas zu uns nehmen. Ich habe mir alles in der Kühlbox mitgebracht, den kann ich gleichzeitig auch mal als Sitzgelegenheit nutzen.

Wie lange geht euer Dienst?

Wenn der letzte Durchgang vorbei ist, müssen wir noch aufräumen. Dann sind wir fertig.

Seid ihr hier drei Tage im Einsatz?

Die beiden ja, aber ich muss am Samstagabend nach Hause, da bei uns auf dem Hof meiner Eltern in Krummennaab die Scheune gebrannt hat. Der Brand ist nur durch Zufall durch einen Nachbarn entdeckt worden. Glücklicherweise konnte die Feuerwehr die Sache schnell löschen. Das war ein Schock in der Nacht. Das war ein paar Stunden, bevor ich hier herfahren wollte.

Brandstiftung war es hoffentlich nicht, oder?

Nein, wir haben aber eine Vermutung, wie ist passiert sein könnte.

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