MotoGP: KTM zur Personalie Marc Marquez

Keine IDM-Stallorder bei Reiterberger und Mikhalchik

Von Esther Babel
Markus Reiterberger ist zurück in Schleiz

Markus Reiterberger ist zurück in Schleiz

Mit Spannung wird das IDM-Comeback von Markus Reiterberger auf dem Schleizer Dreieck erwartet. Erstmals batteln sich Reiterberger und Ilya Mikhalchik auf der Sprint-Strecke. Vorerst ohne Vorgaben vom Chef.

«Ach ich liebe das Radio Fahrerlager», meint lachend Werner Daemen, Chef des IDM Superbike-Teams EGS-alpha-Van Zon-BMW im Rahmen des IDM-Wochenendes auf dem Schleizer Dreiecks. Thema ist die Rückkehr von Markus Reiterberger in die IDM-Szene und die mögliche Unterstützung seines BMW-Kollegen Ilya Mikhalchik, der trotz Punkterückstrand noch mit dem Titel liebäugelt. Dabei fahren die beiden Kontrahenten, die auch vom Typ her nicht unterschiedlicher sein könnten, noch nicht mal im gleichen Team. Verbunden sind sie durch Manager Werner Daemen, Teamkollegen sind sie beim EWC-BMW-Team.

Am Schleiz-Wochenende wird mit dem Team BCC Racing, in der Pressemitteilung von Mikhalchiks Team bereits als Satelliten-Team beschrieben, auch ein alter Bekannter wieder mit an den Start gehen und die Rennen noch spannender machen. Markus Reiterberger, der zusammen mit dem Team von Werner Daemen schon drei Meistertitel erreicht hat, ist in der IDM zurück und wird die Saison mit Ausnahme von Assen zu Ende fahren.

Im Team BCC hatte unlängst der Niederländer Ricardo Brink den Dienst quittiert und war in die heimische Meisterschaft zurückgekehrt. Reiterberger, erfolgreich in der Langstrecken-WM unterwegs, hat ausreichend Zeit für Ausflüge in andere Serien, da die ursprünglich geplante Superbike-Teilnahme in Asien auch in diesem Jahr Corona-bedingt platzte. Ein paar Telefonate später hatte Daemen den Deal mit Andy Gerlich vom Team BCC eingetütet.

Dass Reiterberger sein IDM-Comeback ausgerechnet in Schleiz startet, dürfte das Herz des Bayern um einiges höher schlagen lassen, denn das Dreieck zählt beim Rekordhalter zu seinen absoluten Favoriten. Nach Schleiz ist Reiterberger erst wieder am Red Bull Ring und in Hockenheim dabei. Assen wird er zu Gunsten eines bereits geplanten Tests in Spa-Francorchamps sausen lassen müssen. «In Schleiz fährt er mit dem Motorrad, das Brink zuletzt gefahren hat», erklärt Daemen. Die vom Meisterteam vorbereitete BMW kommt erst in Österreich zum Einsatz. Doch neben den Mechanikern vom Team BCC ist mit Tom Reiterberg auch ein Mann aus der belgischen Zentrale von Daemen dabei. Anders ist lediglich das Fahrwerk, vorbereitet von alpha Racing.

Als reine Gaudi ist Reiterberger Einsatz in der IDM allerdings nicht gedacht. «Markus braucht Sprint-Rennen, um schnell zu bleiben», erklärt Daemen den Hintergedanken der Aktion. «Ausserdem wollte er unbedingt in Schleiz fahren. Da traf sich die Zusammenarbeit mit dem Team BCC gut. Andy hat gute Leute. Seine Data-Recording-Leute haben 2009 sogar schon mal für mich gearbeitet.»

Und was ist jetzt mit der Stallorder? «Ich persönlich habe die Einstellung, dass in Schleiz alle beide versuchen sollen, das jeweilige Rennen zu gewinnen. Sollte zum Beispiel Markus klar vorne sein, wird er sicherlich nicht vor der Ziellinie auf Ilya warten. Für beide heißt es, volle Pulle. Wenn überhaupt, kann man das Thema beim Finale mal ansprechen. Aber soweit sind wir noch lange nicht.»

Mit einer 1.25,848 setzte Mikhalchik im ersten Freien Training eine erste Duftmarke. Auf Rang 2 tauchte Bastien Mackels mit einer 1.26,005 auf, Rang 3 ging mit einer 1.26,215 an Markus Reiterberger. Auch Florian Alt und Luca Grünwald zeigten sich mit 1.26er-Zeiten.

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