Emil Weber: «Folger war das Kaninchen aus dem Hut»

Von Esther Babel
IDM Superbike
Jonas Folger drückte der IDM 2020 seinen Stempel auf

Jonas Folger drückte der IDM 2020 seinen Stempel auf

Der Schweizer Motorradhändler leistet sich seit Jahren ein Kawasaki-Team in der IDM Superbike und auch Supersport 600. Valentin Debise holte 2020 einen Podestplatz. Die Erfolge der Konkurrenz erkennt Weber neidlos an.

Sein Antrieb ist seit Jahren die Leidenschaft für Motorräder, mit denen er in der Schweiz als Händler zwar sein Geld verdient, aber davon auch jedes Jahr wieder einen ordentlichen Batzen für eben jene Leidenschaft raushaut. In den letzten Jahren setzte Emil Weber auf Langstrecken-Weltmeister Erwan Nigon. Ab dieser Saison geht er gleich mit zwei Superbike-Piloten an den IDM-Start. Die Verträge mit Kawasaki Deutschland, dem Franzosen Valentin Debise und dem Österreicher Nico Thöni sind gemacht. In der technischen Abteilung wird wieder Kurt Stückle angreifen.

Obwohl er sich mit seinem Team über die eigenen Siege (Nigon 2019) und Podestplätze (Debise 2020) selbstverständlich am meisten freut, ist Weber nicht betriebsblind und ließ sich wie auch seine Kollegen vor allem von der Leistung Jonas Folgers und dessen Yamaha-Mannschaft um Michael Galinski beeindrucken.

«Mit Jonas Folger hatte Michael Galinski wirklich ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert», blickt Weber auf Folgers IDM-Durchmarsch 2020 zurück, bei dem dieser alle acht IDM-Rennen souverän gewann. «Das war ein Top-Deal. Auch wie sie es von Anfang an gemacht haben. Jonas hat das Niveau des Teams und auch von sich selbst gezeigt und in den Raum gestellt, dass man zum Gewinnen nicht zwingend eine BMW braucht.» Der Hersteller aus Bayern hatte in den Vorjahren meistens das Geschehen an der Spitze regiert. Erst mit Ausnahmetalent Markus Reiterberger und danach mit dem ehrgeizigen Ukrainer Ilya Mikhalchik.

«Das Niveau der Marken ist jetzt ausgeglichener», meint Weber nach der Saison 2020. «Das hat man zum Beispiel auch an Dominic Schmitter gesehen, auch wir waren mit Erwan Nigon und Valentin Debise vorne dabei. Es war 2020 nicht mehr so wie noch vor zwei Jahren, dass man mit ein, zwei Sekunden hinter Ilya Mikhalchik zufrieden war. Jonas Folger hat der Serie auch Publicity eingebracht. Klar wäre auch mal ein anderer Sieger schön gewesen, aber er hat halt gezeigt, wer der Chef im Ring ist.»

«Ich denke nicht, dass seine Dominanz für die anderen Fahrer negativ ausgeschaut hat oder das Fahrer-Niveau geschmälert wurde», ist sich Weber sicher. «Jonas und sein Team haben eben den besten Job gemacht, das muss man neidlos anerkennen. Gut, dass er in die WM gewechselt ist, denn da gehört er hin. So manch einer aus der IDM denkt ja auch in der IDM Supersport 600 an den WM-Einstieg. Dazu sollte man aber erst einmal in der IDM regelmäßig vorne fahren. Der eine oder andere glaubt, dass er in die Top-Fünf der WM fahren könnte. Ich glaube, dass kann man vergessen. Jonas Leistung sollte für alle ein Weckruf sein. Sein Niveau hat auch alle andere mehr unter Druck gesetzt. Seine Zeiten waren super. Ich hoffe, er macht seinen Weg.»

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