BMW steigt in die weltweite GT3-Serie der SRO ein

Von Oliver Müller
Intercontinental GT Challenge
Der BMW M6 GT3 von Walkenhorst gewann 2018 die 24h von Spa-Francorchamps

Der BMW M6 GT3 von Walkenhorst gewann 2018 die 24h von Spa-Francorchamps

Mit zwei M6 GT3 wird BMW im Jahr 2019 in der Intercontinental GT Challenge auflaufen. Eines der Fahrzeuge wird von Walkenhorst Motorsport betreut. Augusto Farfus und Martin Tomczyk stehen als Piloten bereits fest.

Die Intercontinental GT Challenge wird immer mehr zu einer (inoffiziellen) GT3-Weltmeisterschaft. Bei dem Championat handelt es sich um eine von SRO-Boss Stéphane Ratel ausgedachte Gesamtwertung von Langstrecken-Rennen, die auf unterschiedlichen Kontinenten stattfinden. Im Jahre 2019 besteht der Kalender aus den 12h Bathurst, den 8h Laguna Seca, den 24h Spa-Francorchamps, den 10h Suzuka und den wiederbelebten 9h Kyalami. Um die Kosten niedrig zu halten, war es von Ratel eigentlich angedacht, dass jeweils lokale Teams bei den Rennen antreten und durch ihre Ergebnisse Punkte für den Hersteller sammeln.

Jedoch gefällt die IGTC den Werken inzwischen so sehr, dass sie nun teilweise eigene werksunterstützte Autos und Teams rund um den Globus schicken, anstatt auf Mannschaften von vor Ort zu setzen. Bestes Beispiel dafür ist BMW. Der Autobauer aus München wird 2019 mit zwei M6 GT3 in die IGTC einsteigen. Für die Betreuung von einem der beiden Fahrzeuge wird dann Walkenhorst Motorsport zuständig sein – also jenes Team, das 2018 überraschenderweise das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps gewinnen konnte. Wer den zweiten M6 GT3 in der IGTC einsetzten soll, wird zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Mit Augusto Farfus und Martin Tomczyk stehen bereits zwei Fahrer für dieses Projekt fest.

Doch damit nicht genug: Der M6 GT3 wird auch bei weiteren großen GT-Events Unterstützung aus der BMW-Zentrale erhalten. So wird ROWE Racing mit Werksfahrern wie Marco Wittmann, Tom Blomqvist, Nick Catsburg, Connor de Phillippi oder John Edwards beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring auflaufen. Auch Falken Motorsports und Walkenhorst Motorsport werden beim Eifel-Klassiker wieder mit von der Partie sein. Nach dem Triumph im Jahre 2018 wird BMW auch wieder beim FIA GT World Cup in Macau vertreten sein. Wie dieses Projekt genau ausgeschmückt wird, steht im Detail ebenfalls noch nicht fest.

Mit dem M8 GTE geht es bei BMW im nächsten Jahr natürlich ebenfalls weiter. In der FIA-WEC-Saison 2018/19 stehen noch drei Rennen (Sebring, Spa-Francorchamps und Le Mans) auf der Agenda. Als Haupt-Piloten bleiben hier Nick Catsburg, Augusto Farfus, António Félix da Costa und Martin Tomczyk erhalten.

Der große GTE-Renner wird 2019 auch weiterhin in der IMSA-Serie starten. Hier ersetzt Tom Blomqvist seinen Werksfahrer-Kollegen Alexander Sims, der in Vollzeit in die Formel E abwandert. Mit Connor de Phillippi, John Edwards und Jesse Krohn bleiben die übrigen Stammfahrer im IMSA-Programm von BMW an Bord.

Der IMSA-Saisonauftakt findet wie üblich beim 24-Stunden-Rennen in Daytona statt. Dort bietet BMW auch Alex Zanardi auf. Für den gehandikapten Piloten wird jedoch kein dritter M8 GTE nach Florida geschickt. Zanardi steigt in das Full-Season-Fahrzeug zu Edwards/Krohn. Außerdem ergänzt noch der Australier Chaz Mostert das Trio. Im zweiten Wagen treten in Daytona neben Blomqvist/de Phillippi noch Philipp Eng und Colton Herta an.

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