Überraschungssieg in Landshaag

Von Helmut Ohner
22 Jahre musste Toni Rechberger auf seinen zweiten Erfolg in Land

22 Jahre musste Toni Rechberger auf seinen zweiten Erfolg in Land

Toni Rechberger nützte die wechselnden Wetterbedingungen und konnte alle Favoriten hinter sich lassen.

Nach der Absage von Vorjahressieger August Laus und «Mister Landshaag» Karl Truchsess waren Christian Zaiser und Helmut Schleindlhuber die erklärten Favoriten um den Gesamtsieg beim traditionellen Bergrennen Landshaag – St. Martin. Doch am Ende sollte Toni Rechberger als strahlender Sieger das Mühlviertel verlassen.

Zaiser hatte zwar nach dem ersten Lauf Bestzeit, auf einen weiteren Gipfelstürmer verzichtete der Honda-Pilot. «Bei Eisregen und Kälte habe ich die Lust aufs Fahren verloren. Im Hinblick auf Le Mans, wo ich am kommenden Wochenende an der Langstrecken-Weltmeisterschaft teilnehmen werde, wollte ich keinen Sturz riskieren», erklärte Zaiser seine Entscheidung.

Auch für den zweiten Sieganwärter lief es nicht optimal. «Heute hat mir die Witterung einen Strich durch die Rechnung gemacht», ärgerte sich Helmut Schleindlhuber. «Einige Konkurrenten konnten bei besseren Bedingungen fahren, das hat den Ausschlag gegeben. Wenigstens konnte ich mit meiner neuen BMW die Superbike-Klasse für mich entscheiden.»

Nur die eingefleischtesten Fans werde sich noch an den ersten Erfolg von Toni Rechberger im Jahr 1988 erinnern können. Nach unglaublichen 22 Jahren triumphierte der oberösterreichische Haudegen erneut in seiner Heimat. «Diese Strecke kenne ich besser als jeder andere hier. Immerhin bin ich hier schon 29-mal am Start gestanden», so der 50-jährige Suzuki-Pilot. «Im ersten Durchgang habe ich riskiert und bin mit Trockenreifen ins Rennen gegangen. Dabei hatte ich Glück, denn knapp vor dem Ziel bin ich in den Graupelschauer gekommen. Das war der Grundstein für meinen Erfolg.» Am Ende wurde es noch knapp, Ossi Niederkircher musste sich mit einem Rückstand von 74 Tausendstel Sekunden geschlagen geben.

Der oberösterreichische Yamaha-Pilot Günther Landertshamer holte sich mit dem Punktemaximum in der Klasse Supersport den OSK-Pokal für den Bergrennsport.

Das mit Spannung erwartete Duell bei den Seitenwagen entschieden Jos Moser/Manfred Wechselberger vor Michael Grabmüller/Stefan Trautner klar für sich.

Nach dem Unglück beim Bergrennen St. Agatha im letzten Jahr stand der Veranstalter unter besonderer Beobachtung. Dem Team des MSC Rottenegg um Obmann Markus Altenstrasser ist es gelungen, trotz schwierigster äusserer Bedingungen eine tadellose Veranstaltung abzuwickeln.

Ergebnis

Gesamt: 1. Toni Rechberger (A), 2.38,055. 2. Ossi Niederkircher (A), 2.38,129. 3. Helmut Schleindlhuber (A), alle Suzuki, 2.41,717. 4. Günther Landertshamer (A), Yamaha, 2.43,032. 5. Klaus Kaltenbacher (A), Suzuki, 2.43,287. 6. Helmut Schleindlhuber (A), BMW, 2.43,564. 7. Gerhard Mairhofer (A), Yamaha, 2.44,482. 8. Thomas Hartl (A), Honda, 2.46,144. 9. Christian Zimmermann (D), BMW, 2.46,400. 10. Manuel Schleindlhuber (A), Suzuki, 2.46,558.

Klasse 125 ccm: 1. Rene Lohse (D), 3.12,113. 2. Martin Loicht (A), 3.18,051. 3. Christoph Eder (A), 3.27,240.
OSK-Pokal: 1. Lohse, 36 Punkte. 2. Loicht, 26. 3. Eder, 20.

Klasse 250 ccm: 1. Henrik Voit (D), Aprilia, 3.00,192. 2. Alfred Stürzer (A), Honda, 3.11,398. 3. Werner Reuberger (A), Yamaha, 3.27,531.
OSK-Pokal: 1. Voit, 50 Punkte. 2. Stürzer, 36. 3. Reuberger, 21.

Klasse Superstock 600: 1. Rene Pointinger (A), Yamaha, 2.46,966. 2. Ralf Kemetmüller (A), 2.47,444. 3. Thomas Hörtler (A), beide Honda, 2.49,292.
OSK-Pokal: 1. Pointiger, 41 Punkte. 2. Kemetmüller, 38. 3. Hörtler, 29.

Klasse Supersport: 1. Günther Landertshamer (A), Yamaha, 2.43,032. 2. Thomas Hartl (A), 2.46,144. 3. Günther Leitner (A), beide Honda, 2.52,188.
OSK-Pokal: 1. Landertshamer, 50 Punkte. 2. Hartl, 40. 3. Leitner, 29.

Klasse Superstock 1000: 1. Toni Rechberger (A), 2.38,055. 2. Ossi Niederkircher (A), beide Suzuki, 2.38,129. 3. Helmut Schleindlhuber (A), BMW, 2.41,717.
OSK-Pokal: 1. Rechberger, 41 Punkte. 2. Niederkircher, 40. 3. Zaiser, 25.

Klasse Superbike: 1. Helmut Schleindlhuber (A), BMW, 2.43,564. 2. Gerhard Mairhofer (A), 2.44,482. 3. Harald Söllner (A), beide Yamaha, 2.47,256.

OSK-Pokal: 1. Mairhofer, 45 Punkte. 2. Schleindlhuber, 34. 3. Söllner, 29.
 

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