Kenneth Kruse Hansen: Auf der Heimstrecke zum GP-Sieg

Von Rudi Hagen
Langbahn-GP
GP-Sieger Kenneth Kruse Hansen (Mitte) mit dem Zweitplatzierten Lukas Fienhage (l.) und dem Polen Stanislaw Burza

GP-Sieger Kenneth Kruse Hansen (Mitte) mit dem Zweitplatzierten Lukas Fienhage (l.) und dem Polen Stanislaw Burza

Kenneth Kruse Hansen gewann im polnischen Rzeszów seinen ersten Langbahn-GP. Damit wurde der 32-Däne Vize-Weltmeister, da der punktgleiche Franzose Mathieu Trésarrieu auf ein Stechen verzichtete.

Kenneth Kruse Hansen hat sich auf der Langbahn erstaunlich schnell akklimatisiert. Eigentlich nur auf Speedwaybahnen zuhause, tauchte der Fahrer mit der Startnummer 333 im vergangenen Jahr erstmals beim Grasbahnrennen auf der Nahner Waldbahn in Osnabrück in Erscheinung – mit einem Sieg auf der schwierig zu fahrenden Berg- und Talbahn.

Mittlerweile ist der Name des Dänen aus der Hauptstadt Kopenhagen ein Begriff in der ganzen Langbahnszene. Beim EM-Finale in Tayac tat sich Kruse Hansen auf der für ihn unbekannten Bahn noch schwer. Nur sechs Punkte und Platz 13 waren zwar nicht nach seinem Geschmack, «aber wichtig zum Lernen», wie er später zugab.

Mit einer Wildcard von der FIM in die Langbahn-WM gehievt, fuhr Kruse Hansen im ersten GP der Saison im südfranzösischen Morizès auf Platz Platz 6, was ihm zwölf Punkte auf dem WM-Zettel einbrachte. Theoretisch war also noch der Weltmeistertitel und die damit verbundene Teilnahme an der WM 2021 drin für ihn.

Vorsichtshalber nahm Kruse Hansen dann beim Challenge in Roden (NL) teil, Platz 6 war nicht schlecht, reichte aber nicht für die Qualifikation als Permanentstarter.

Da kam der zweite und letzte Grand Prix in Rzeszów gerade recht. Auf der ihm wohlbekannten Strecke knallte er fünf Vorlaufsiege hin und entschied auch das Finale klar für sich. Der WM-Titel ging zwar an den großartigen Lukas Fienhage, aber der Vize-Weltmeistertitel ist ja auch nicht schlecht für einen Rookie.

Auf ein ihm zustehendes Stechen mit dem Dänen wollte sich der in der WM punktgleiche Mathieu Trésarrieu nicht mehr einlassen und verzichtete. SPEEDWEEK.com sprach mit Kenneth Kruse Hansen.

Hallo Kenneth, Glückwunsch zu deinem Sieg beim Grand Prix in Rzeszów und zum Vize-Weltmeister auf der Langbahn. Wie hast du dich nach diesem Sieg gefühlt?

Es war ein fantastisches Gefühl, ich habe bis jetzt noch nicht richtig verstanden, was passiert ist.

Wann wusstest du, dass du auf dieser Bahn gewinnen könntest?

Nach den ersten Läufen dachte ich mir, dass ich ein gutes Ergebnis erzielen könnte, denn meine Starts waren gut und ich war schnell unterwegs.

Wie hat dir die Bahn gefallen, war es schwierig zu fahren?

Die Strecke war nach dem schlechten Wetter vor dem GP wirklich gut. Man konnte gute Linien fahren und die Rennen waren spannend.

Du bist in Rzeszów schon Speedway gefahren, nicht wahr?

Ja, das ist meine Heimstrecke in der polnischen Liga, ich bin dort schon ein paar Rennen gefahren.

Welche Aufmerksamkeit in den dänischen Medien hat dein GP-Sieg erzeugt?

Es ist wirklich beeindruckend mit den dänischen nationalen Zeitungen, Fernsehsendern und so. Es tut unserem Sport gut, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

Wie sehen deine Pläne für den Sport in 2021 aus?

Im Moment habe ich noch nicht mit den Planungen für 2021 begonnen, denn wir haben noch einiges zu tun, bis 2020 fertig ist.

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