† Maik Torlümke: Tragischer Rennunfall vor 20 Jahren

Von Rudi Hagen
Grasbahn
† Maik Torlümke stürzte vor 20 Jahren auf der Grasbahn in Cloppenburg schwer und starb neun Tage später

† Maik Torlümke stürzte vor 20 Jahren auf der Grasbahn in Cloppenburg schwer und starb neun Tage später

Vor 20 Jahren, am 25. September 2000, starb Maik Torlümke in einem Oldenburger Krankenhaus. Der 27-Jährige war neun Tage zuvor beim Grasbahnrennen in Cloppenburg schwer gestürzt.

Die Grasbahn im weiten Stadion an der Friesoyther Straße in Cloppenburg galt lange als die schnellste ihrer Art auf der Welt. Egon Müller hatte am 18. Juli 1993 vor 8500 Zuschauern den Grasbahn-Weltrekord auf 138,88 km/h hochgeschraubt, ehe der Brite Kalvin Tatum im Jahre 2004 im Rasteder Schlosspark mit 143,25 km/h einen Fabelweltrekord für die Ewigkeit herzauberte.

Die 900 m lange Grasbahn in Cloppenburg - nach 2005 wurde das Stadion zu einer Fußballarena umgebaut – war am 16. September 2000 Schauplatz für das 50-jährige Bestehen des MSC Cloppenburg, welches der rührige Club mit einem großen Flutlicht-Event feiern wollte.

Das Jubiläumsrennen wurde dann allerdings von einem tragischen Unfall überschattet. Clubfahrer Maik Torlümke, damals 27 Jahre alt, stürzte ausgangs der Startkurve schwer und erlag neun Tage später seinen Verletzungen auf der Intensivstation des Evangelischen Krankenhauses in Oldenburg.

Es geschah im Rennen 16, dem vorletzten Lauf der internationalen Solisten, als Torlümke in der letzten Runde stürzte. Er erlitt dabei schwerste Kopf- und Brustverletzungen. «Er ist fast mit Vollgas und mit dem Kopf voraus in die Bande geknallt», sagte mir damals ein geschockter Streckenposten.

Viele Zuschauer hatten das Geschehen anfangs gar nicht so recht mitbekommen, denn Maik Torlümke fuhr im hinteren Teil des Feldes. Möglicherweise war der Helm so mit Dreck beschlagen, dass er für einen Moment die Kontrolle über sein Bike verlor und in die Bande raste. Airfences als Sicherheitspolster waren damals im Bahnsport noch nicht üblich.

Nach einer Reanimation auf der Strecke dauerte es aufgrund der nötigen Maßnahmen durch das medizinische Personal eine Weile, ehe der Verunglückte nach Oldenburg transportiert werden konnte. Im dortigen Evangelischen Krankenhaus kämpfte man neun Tage um das Leben des Maik Torlümke. Vergeblich. Er starb am 25. September 2000.

Maik Torlümke aus Lenzinghausen, einem Ortsteil der ostwestfälischen Stadt Spenge im Nordosten von Nordrhein-Westfalen, stammte aus einer bahnsportbegeisterten Familie. Er durchlief die Jugendklassen und arbeitete sich über die B-Lizenz in die Internationale Lizenzklasse vor. Er war im Fahrerlager ein geschätzter Kollege und Freund und auf und neben der Bahn ein allseits beliebter, fairer Sportler.

Der MSC Cloppenburg musste damals innerhalb von nicht einmal zwei Jahren zum zweiten Mal von einem der Ihren Abschied nehmen. Am 25. April 1999 war Detlef Conradi auf dem Heidering in Celle schwer gestürzt. Der 33-jährige Garreler erlag seinen Verletzungen noch an der Unfallstelle.

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