Romano Hummel: Sohn Keayano ist sein größter Fan

Von Rudi Hagen
Langbahn-WM
Romano Hummel mit seinem Sohn Keayano

Romano Hummel mit seinem Sohn Keayano

Der Niederländer Romano Hummel ist nach seinen Verletzungen wieder schmerzfrei und peilt beim entscheidenden GP in Rzeszów einen Podestplatz an. Sein größter Fan muss aber daheim bleiben.

Vor der Siegerehrung beim Challenge zur Langbahn-WM 2021 im niederländischen Roden musste Sprecher Jakob Alkema auf einen Protagonisten warten. Sieger Josef Franc (CZ) und die Dritt- und Viertplatzierten, Max Dilger (D) und Theo Pijper (NL), standen schon bereit, aber einer fehlte.

«Papa?» fragte da auch ein Knirps in Rennkleidung und schaute in Richtung Fahrerlager, bis sich seine Miene erhellte, «Papaaaa.» Da kam er endlich. Romano Hummel, der Vater des kleinen Keayano, hatte vor der Ehrung für Platz 2 im Challenge noch eine Dopingprobe abgeben müssen. «Tja, das hat etwas gedauert, aber so etwas geht ja auch nicht auf Knopfdruck», erklärte Josef Hukelmann, Beobachter der FIM Europe bei dieser Prozedur, die kleine Verspätung.

«Keayano ist mein größter Fan», freute sich Romano Hummel, der nach viel Verletzungspech wieder zu seiner alten Form zurück und auch privat sein Glück gefunden hat. Beim Challenge gelangen dem 21-Jährigen aus Hoogkerk vier Laufsiege, nachdem er in seinem ersten Heat nur Dritter wurde. Damit ist Hummel als Permanentstarter für die Langbahn-WM im kommenden Jahr qualifiziert.

Die vergangenen zwei Jahre war der Niederländer vom Pech verfolgt. 2018 hatte er nach den ersten beiden WM-Läufen schon 26 Zähler auf seinem Konto und durfte sich durchaus Chancen auf einen Platz unter den Top 3 der Langbahn-Weltmeisterschaft machen. Doch dann stürzte er beim Finale zur Grasbahn-EM in Tayac (F) und brach sich dabei den linken Oberschenkel.

Nach der folgenden Operation in einem französischen Krankenhaus blieb Hummel aber Schmerzpatient. In den Niederlanden stellte man später fest, dass eine Schraube im Bereich der Schambeuge so angebracht war, dass sie die Schmerzen verursachte. Die Saison und auch die folgende waren dahin. Jetzt ist Hummel schmerzfrei und fühlt sich fit wie früher.

Am Sonntag steht die nächste Bewährungsprobe an. Im polnischen Rzeszów geht es auf der dortigen Speedwaybahn um die Langbahn-Weltmeisterschaft (Beginn 17.30 Uhr). «Da muss mein Sohn aber zuhause bleiben», sagte Romano Hummel augenzwinkernd, «schade eigentlich, denn in Roden hat er mir Glück gebracht.»

Lukas Fienhage aus Lohne führt die WM nach dem ersten GP in Morizès mit 25 Punkten an, der Franzose Mathieu Trésarrieu folgt mit 22 Zählern vor Hummel mit 19. Die weitere Reihenfolge: 4. Theo Pijper (NL), 17. 5. Zach Wajknecht (GB), 15. 6. Kenneth Kruse Hansen (DK), 12. 7. Max Dilger (D), 11. 8. Josef Franc (CZ), 10. 9. James Shanes (GB), 9. 10. Chris Harris (GB), 8. 11. Stephan Katt (D), 5. 12. Stéphane Trésarrieu (F), 4. 13. Martin Malek (CZ), 3. 14. Gaétan Stella (F), 2. 15. Jérome Lespinasse (F), 1.

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