Lukas Fienhage einzige deutsche Hoffnung im Vechta-GP

Von Rudi Hagen
Lukas Fienhage hat auf seiner Heimbahn in Vechta gute Chancen

Lukas Fienhage hat auf seiner Heimbahn in Vechta gute Chancen

Fällt beim Langbahn-GP an diesem Samstag in Vechta schon die Entscheidung über die Vergabe des Weltmeistertitels? Mathieu Trésarrieu führt die Wertung mit 21 Punkten Vorsprung vor Chris Harris an.

Das ist bitter. Wenn an diesem Samstag im Reiterwaldstadion zu Vechta der vorletzte Lauf zur diesjährigen Langbahn-Weltmeisterschaft ausgetragen wird, fehlen einige deutsche Namen, die noch in jüngster Vergangenheit zu den Top-Piloten in der WM zählten.

Martin Smolinski schnuppert an diesem Freitag beim Speedwayrennen „Night of the Fights“ in Cloppenburg erstmals nach seiner Hüftoperation wieder in den Rennsport rein, der altgediente Bernd Diener hat, von seinem Oberschenkelbruch genesen, gerade seinen Rücktritt bekanntgegeben, Max Dilger brach sich beim Speedwaytraining die Hüfte und ist noch Rekonvaleszent und Stephan Katt liegt noch in der Klinik in Rotenburg, um sich von den Folgen seines schrecklichen Sturzes beim GP in Scheeßel zu erholen.

Zudem zieht Jörg Tebbe einen Einsatz in der Finnischen Meisterschaft dem GP in Vechta vor. Und Michael Härtel setzt sein Augenmerk in dieser Saison ausschließlich auf Speedway. Von Erik Riss ist in puncto Langbahn momentan ebenfalls nichts zu hören.

Was bleibt?

Lukas Fienhage kann der Leuchtstern vor seinem Heimpublikum im Reiterwaldstadion werden. Nur knapp 18 Kilometer sind es von Klein-Brockdorf, dem Heimatort des 22-Jährigen, bis zur Sandbahn in Vechta. In Scheeßel wurde der Clubfahrer des AC Vechta Vierter und in Morizès belegte Fienhage Platz 3. In der Gesamtwertung der WM rangiert der Weltmeister von 2020 mit 50 Punkten auf Rang 4.

WM-Führender ist der Franzose Mathieu Trésarrieu mit 78 Zählern vor Chris Harris (GB) mit 57 und dem noch amtierenden Weltmeister Romano Hummel aus den Niederlanden mit 52 Punkten. Trésarrieu kommt mit guten Erinnerungen in die Kreisstadt Vechta. Hier gewann er 2019 mit der französischen Mannschaft die Team-WM (FIM Long Track of Nations).

Aus deutscher Sicht sind in Vechta neben Fienhage noch Fabian Wachs aus Werlte und Daniel Spiller (Vilsheim) im Feld der 15 Starter dabei. Reservist ist Jens Benneker aus Wagenfeld. Eine Platzierung unter den ersten Zwölf wäre für alle ein großer Erfolg.

Im Rahmenprogramm fahren die B-Solisten, die Junioren A und B und die Internationalen Gespanne, unter anderem mit den neuen Europa- und Deutschen Meistern Markus Venus/Markus Heiß auf Pfarrkirchen.

Das Training der WM-Teilnehmer im Reiterwaldstadion beginnt schon um 13 Uhr. Rennbeginn des Rahmenprogramms ist um 15:30 Uhr. Nach der Fahrervorstellung um 18:30 erfolgt um 19 Uhr der Start zum Flutlichtrennen.

Fahrerfeld Langbahn-GP Vechta (D):

Romano Hummel, Dave Meijerink, Theo Pijper, Mika Meijer, Res. William Kruit (alle NL), Lukas Fienhage, Fabian Wachs, Daniel Spiller, Res. Jens Benneker (alle D), Mathieu Trésarrieu, Julien Cayre (alle F), Zach Wajtknecht, Chris Harris, Jake Mulford (alle GB); Hynek Stichauer (CZ), Stanislaw Burza (PL), Jacob Bukhave (DK).

I-Seitenwagen Vechta:

Markus Venus/Markus Heiß (D), Marco Hundsrucker/Nadin Löffler (D), Markus Brandhofer/Sandra Mollema (D/GB), Mitch Godden/Paul Smith (GB), Wilfred Detz/Wendy Arling (NL), Oliver Möller/Linda Frohbös (D).

Langbahn-WM Stand nach 4 von 6 Rennen:

1. Trésarrieu 78 Punkte
2. Harris 57
3. Hummel 52
4. Fienhage 50
5. Wajtknecht 46
6. Pijper 43
7. Stichauer 33
8. Bukhave 33
9. Kruse Hansen 32
10. Burza 29
11. Malek 20
12. Aarnio 19
13. Meijer 15
14. Tebbe 15
15. Katt 15
16. Shanes 11
17. Cayre 10
18. S. Trésarrieu 9
19. M. Trésarrieu 5
20. Van der Steen 3
21. Sekulla 2
22. Duberanrd 1
23. Wachs 1
24. Powell 1
25. Bouin 0

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