Mühldorf-GP: Sieg für Trésarrieu – Deutsche im Finale

Von Manuel Wüst
Mit Lukas Fienhage und Wildcard-Fahrer Stephan Katt schafften es beim Langbahn-GP in Mühldorf beide deutschen Fahrer ins Tagesfinale. Den Sieg und die WM-Führung sicherte sich jedoch der Franzose Mathieu Trésarrieu.

Nach 2019 fand wieder ein Finale zu einer Langbahn-Weltmeisterschaft auf einer klassischen 1000-Meter-Sandbahn statt und der MSC Mühldorf konnte nach zwei Jahren mit Rennabsagen endlich den lang ersehnten Event ausrichten.

Sportlich begann der Renntag aus deutscher Sicht hervorragend, denn Lukas Fienhage gewann seine ersten beiden Läufe und auch Stephan Katt, der mit der Veranstalter-Wildcard im Feld war, konnte in jedem seiner Heats in die Punkte fahren. Nach Abschluss der 15 Vorläufe lag Fienhage mit 16 Punkten gleichauf mit dem Franzosen Mathieu Trésarrieu und einen Zähler vor Titelverteidiger Romano Hummel, der 15 Punkte eingefahren hatte, in Führung und stand damit wie die anderen beiden direkt im entscheidenden Tagesfinale.

Katt hingegen holte in den Vorläufen einen wichtigen Laufsieg, musste jedoch zunächst durch den Last-Chance-Heat der Fahrer auf den Plätzen 4 bis 8, aus dem die zwei Ersten noch ins Finale einziehen. Katt gewann den Hoffnungslauf vor dem Briten Chris Harris, während der Sieger des WM-Auftakts in Polen, Kenneth Kruse Hansen, ins B-Finale musste.

Im A-Finale konnte Trésarrieu den äußeren Startplatz perfekt nutzen und sich bereits ausgangs der Startkurve vor Katt in Führung setzen. Während sich der Franzose frühzeitig absetzte und zum Sieg fuhr, konnte Katt sich zwei Runden lang den Attacken von Harris erwehren, doch ausgangs der Startkurve fand der Engländer in der dritten Runde einen Weg vorbei. In der letzten Runde kam auch noch Hummel mit einer Attacke an Katt vorbei, der in der Zielkurve noch einmal kontern konnte, dann aber auf dem Zielstrich doch noch vom Niederländer abgefangen wurde. Lukas Fienhage konnte im Finale vom gelben Startplatz aus nicht in den Kampf um die Podestplätze eingreifen, sich aber nach dem durchwachsenen WM-Auftakt in Polen deutlich steigern.

Im WM-Klassement hat Trésarrieu mit Harris, der nach dem dritten Platz beim WM-Lauf in Polen zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem Podium stand, punktgleich die Führung übernommen. Das Duo führt vor dem Grand Prix am 21. August in Scheeßel die Wertung mit 36 Punkten vor Hansen mit 32 an. Fienhage liegt als derzeit einziger permanenter WM-Teilnehmer aus Deutschland auf dem achten Gesamtrang.

Ergebnisse Langbahn-GP Mühldorf/D:

1. Mathieu Trésarrieu (F), 16 Vorlaufpunkte / 21 WM-Punkte
2. Chris Harris (GB), 10 / 19
3. Romano Hummel (NL), 15 / 17
4. Stephan Katt (D), 12 / 15
5. Lukas Fienhage (D), 16 / 13
6. Kenneth Kruse Hansen (DK), 13 / 11
7. Theo Pijper (NL), 11 / 10
8. Jacob Bukhave (DK), 9 / 9
9. Hynek Stichauer (CZ), 9 / 8
10. Martin Malek (CZ), 10 / 7
11. Zach Wajtknecht (GB), 9 / 5
12. James Shanes (GB), 7 / 4
13. Mika Meijer (NL), 6 / 3
14. Stanislaw Burza (PL), 6 / 2
15. Charley Powell (GB), 1 / 1

Last-Chance-Heat: 1. Stephan Katt, 2. Chris Harris, 3. Kenneth Kruse Hansen, 4. Theo Pijper, 5. Martin Malek

B-Finale: 1. Kenneth Kruse Hansen, 2. Theo Pijper, 3. Jacob Bukhave 4. Hynek Stichauer, 5. Martin Malek

A-Finale: 1. Mathieu Trésarrieu, 2. Chris Harris, 3. Romano Hummel, 4. Stephan Katt, 5. Lukas Fienhage

WM-Stand nach 2 von 6 Rennen:

1. Mathieu Trésarrieu (F), 36 Punkte
2. Chris Harris (GB), 36
3. Kenneth Kruse Hansen (DK), 32
4. Theo Pijper (NL), 21
5. Stanislaw Burza (PL), 21
6. Martin Malek (CZ), 20
7. Romano Hummel (NL), 18
8. Lukas Fienhage (D), 18
9. Hynek Stichauer (CZ), 16
10. Stephan Katt (D), 15
11. Zach Wajtknecht (GB), 14
12. Jacob Bukhave (DK), 13
13. James Shanes (GB), 11
14. Tero Aarnio (FIN), 10
15. Mika Meijer (NL), 3
16. Jörg Tebbe (D), 3
17. Marcin Sekula (PL), 2
18. Charley Powell (GB), 1

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