Dominique Aegerter: MotoE-Titel als Sprungbrett?

Von Maximilian Wendl
MotoE
Dominique Aegerter führt die MotoE-WM an

Dominique Aegerter führt die MotoE-WM an

Dank seines Erfolgs beim zweiten MotoE-Rennen in Jerez hat Dominique Aegerter die WM-Führung übernommen. Vom hitzigen Geschehen hinter sich hat der Schweizer wenig mitbekommen. Er konzentriert sich nur auf sich.

Dominique Aegerter hat sich für die harte Arbeit belohnt und sich auf dem Circuito de Jerez-Àngel Nieto nicht nur den ersten Sieg in seiner MotoE-Karriere gesichert, sondern auch noch die WM-Führung erobert. Zum frühen Zeitpunkt der Saison entwickelt sich der Rookie aus der Schweiz zum echten Titelaspiranten. Dabei feierte er einen unangefochtenen Start-und-Ziel-Erfolg. Schon beim Auftakt hatte er sich im Verlauf des Rennens gesteigert und am Ende den dritten Platz eingefahren.

Aegerter sagte nach dem Triumph und der Steigerung aus der Vorwoche: «Wir haben nach dem ersten Rennen die Daten analysiert und geschaut, was wir besser machen können, um ganz nach vorne zu kommen. Das Team hat super gearbeitet. Es hat uns sicher geholfen, dass wir innerhalb von acht Tagen zwei Mal in Jerez gefahren sind, denn wir konnten uns die Pole-Position sichern.»

Das Rennen selbst verlangte den Fahrern einiges ab, beschreibt Aegerter: «Es war super heiß, 40 Grad in der Luft und 60 Grad Asphalttemperatur. Am Vormittag war es meist etwas kühler, aber wir sind mit beiden Bedingungen gut zurechtgekommen. Bei der Hitze ist es meist ein bisschen schwieriger gewesen. Aber wir haben gewusst, wir müssen aus den ersten zwei Reihen starten, um um den Sieg fighten zu können. Meine Rennpace war gut, das habe ich gewusst und dann im Rennen bewiesen.»

Und zwar nachdrücklich, denn Aegerter konnte die Konkurrenz nach der Hälfte des Rennens um über zwei Sekunden distanzieren. Hinter ihm brach das Chaos aus, denn mehrere Fahrer kamen sich gegenseitig ins Gehege und stürzten. Davon bekam Aegerter nichts mit: «Ich habe einen guten Start gehabt und in den ersten zwei Runden hart kämpfen müssen, um vorne bleiben zu können. Nachher konnte ich meine Pace fahren. Mir sind super Rundenzeiten gelungen, so konnte ich meinen ersten MotoE-Sieg einfahren. Damit war ich super happy. Was sich hinter mir abgespielt hat, habe ich nicht richtig mitbekommen.»

Beim Rennen in Misano möchte er dann den nächsten Schritt in Richtung seines selbst definierten Ziels machen: «Ich freue mich auf die Strecke. Dort werden wir uns zum nächsten Mal auf der Rennstrecke bekämpfen. Das Fahren mit so einem Elektro-Motorrad ist etwas ganz anderes, aber ich habe es im Griff. Mein Ziel ist es, diese Meisterschaft zu gewinnen, damit wir die besten Optionen für nächstes Jahr haben.»

Das Rennen findet aber erst im September statt. Bis dahin kann der 29-jährige Aegerter erst einmal den Akku wieder aufladen. Er sagt: «Im August ist für mich bisher nichts los, eventuell einmal ein Superbike-Test mit Honda.»

Andalusien-GP, MotoE, Rennergebnis:

1. Dominique Aegerter
2. Jordi Torres, + 2,688 sec
3. Mattia Casadei, + 3,759
4. Alex De Angelis, +4,484
5. Niccolo Canepa, + 4,537
6. Lukas Tulovic, + 5,980
7. Mike di Meglio, + 6,133
8. Josh Hook, + 6,513
9. Xavier Simeon, + 8,659
10. Xavier Cardelus, + 10,583

Andalusien-GP, MotoE, Stand nach 2 von 7 Rennen:

1. Dominique Aegerter, 41 Punkte
2. Jordi Torres, 30
3. Eric Granado, 28
4. Mattia Casadei, 27
5. Lukas Tulovic, 23
6. Matteo Ferrari, 20
7. Mike di Meglio, 15
8. Josh Hook, 15
9. Xavier Simeon, 15
10. Niccolo Canepa, 14

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