Marcel Schrötter (Kalex): Reifenproblem, aber Top-10

Von Sharleena Wirsing
Moto2
Marcel Schrötter auf der Kalex des Moto2-Teams Dynavolt Intact GP

Marcel Schrötter auf der Kalex des Moto2-Teams Dynavolt Intact GP

Nach dem Ende des ersten Moto2-Testtages in Jerez ärgerte sich Marcel Schrötter über einen defekten Dunlop-Hinterreifen. Doch er betonte: «Abgesehen vom Reifenproblem war alles positiv.»

Marcel Schrötter hielt am Dienstag in Jerez ein Reifenproblem zurück, doch der Bayer schaffte es mit 0,7 sec Rückstand trotzdem in die Top-10. Nach dem Ende des ersten Testtages ärgerte sich Schrötter jedoch über den defekten Dunlop-Hinterreifen, denn dieser kostete das Intact-Team wertvolle Zeit.

«Eigentlich war der Testtag in Ordnung. Wir begannen am Morgen auf alten Reifen vom letzten Test. Doch nach fünf oder sechs Runden setzte Nieselregen ein. In der zweiten Session machte es uns der stärkere Wind schwieriger, aber ich war noch weiter mit diesem Reifensatz unterwegs. Der Hinterreifen hatte dann über 30 Runden drauf. Am Ende fuhr ich nochmal eine 1:43,6 min. Für diese Bedingungen und die kurze Zeit auf der Strecke war das in Ordnung.»

Nach dem Reifenwechsel kam es dann zu Problemen. «Als wir dann neue Reifen aufzogen, erlebten wir Schwierigkeiten. Wir fuhren zwei oder drei Runs, wussten aber nicht, was wirklich los ist. Bevor wir das Motorrad komplett umgebaut hätten, haben wir dann einen neuen Reifen ausprobiert. Dann war ich sofort schneller. Dieser eine Reifen hat uns die Session ruiniert, denn ich fuhr etwas verkrampft, weil ich mich mit dem neuen Reifen nicht steigern konnte. Ich fuhr dann zu aggressiv und machte Fehler. Nach dem Wechsel des Reifens blieben mir nur noch zehn Minuten, aber es hat ab der ersten Runde viel besser geklappt. Wir waren einigermaßen dabei. Vielleicht wäre mehr möglich gewesen, wenn wir nicht so viel Zeit verloren hätten. Das war nicht optimal, aber das kommt immer noch ab und zu vor. Im Großen und Ganzen war der Tag in Ordnung. Abgesehen vom Reifenproblem war alles positiv.»

Wie sieht dein Plan für den zweiten Testtag aus? «Wir müssen das im Team nochmal besprechen, denn wir wollten schon während der letzten Session ein paar Sachen ausprobieren. Aber das war durch die Bedingungen nicht möglich. Mir fehlte heute das Gefühl am Vorderrad. Das war ein Punkt, an dem wir auch beim letzten Test gearbeitet haben. Das Hauptproblem ist momentan noch, wieder das Vertrauen zur Front zu finden. Dafür brauchen wir Zeit, das geht nicht in zwei Runden», weiß Schrötter.

Die Moto2-Zeiten beim Jerez-Test, 6. März:

1. Francesco Bagnaia (Kalex) 1:42,443 min
2. Iker Lecuona (KTM) +0,248 sec
3. Romano Fenati (Kalex) +0,332
4. Alex Márquez (Kalex) +0,347
5. Lorenzo Baldassarri (Kalex) +0,387
6. Xavi Vierge (Kalex) +0,411
7. Luca Marini (Kalex) +0,491
8. Miguel Oliveira (KTM) +0,529
9. Sam Lowes (KTM) +0,568
10. Marcel Schrötter (Kalex) +0,776
11. Jorge Navarro (Kalex) +0,800
12. Mattia Pasini (Kalex) +0,913
13. Héctor Barberá (Kalex) +0,931
14. Danny Kent (Speed Up) +1,005
15. Steven Odendaal (NTS) +1,053
16. Fabio Quartararo (Speed Up) +1,090
17. Brad Binder (KTM) +1,109
18. Joe Roberts (NTS) +1,208
19. Remy Gardner (Tech3) +1,328
20. Bo Bendsneyder (Tech3) +1,419
21. Eric Granado (Suter) +1,454
22. Khairul Idham Pawi (Kalex) +1,521
23. Andrea Locatelli (Kalex) +1,719
24. Dominique Aegerter (KTM) +2,017
25. Tetsuta Nagashima (Kalex) +2,099
26. Stefano Manzi (Suter) +2,107
27. Jules Danilo (Kalex) +2,755
28. Zulfahmi Khairuddin (Kalex) +3,275

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