Jesko Raffin (NTS/23.): «Nicht um Brei herumreden»

Von Nora Lantschner
Moto2
Jesko Raffin verlor schon kurz nach dem Start an Boden

Jesko Raffin verlor schon kurz nach dem Start an Boden

Der Schweizer Jesko Raffin war mit seinem 23. Platz beim Saisonauftakt der Moto2-WM in Doha/Katar nicht zufrieden, auch weil sein NTS-Teamkollege Bo Bendsneyder im Flutlicht-GP als Elfter punktete.

Das spektakuläre Nachtrennen auf dem Losail International Circuit unweit von Doha läutete die WM-Saison für die Moto2-Asse ein. Jesko Raffin die Rückreise in die Schweiz mit leeren Händen antreten, mit Platz 23 blieb er hinter seinen eigenen Erwartungen zurück.

Eine verkorkste Auftaktrunde brachte den 23-jährigen Zürcher um jede Chance, von Startplatz 22 weiter nach vorne zu kommen: «Das erste Saisonrennen ist leider ziemlich enttäuschend zu Ende gegangen. Ich bin schon aus der ersten Runde als Letzter zurückgekommen. Ich wurde einmal sehr weit nach außen gedrückt und musste auf den Grünstreifen ausweichen. Das Gleiche passierte nur wenige Kurven später noch einmal, als ich wieder von der Piste abkam. Also waren die Aussichten auf ein besseres Abschneiden von vornherein geschmälert. Diese zwei Zwischenfälle sollen aber auf keinen Fall als Ausrede herhalten. Unsere Pace war heute nicht so wie erwartet», hielt er fest.

«Die Verhältnisse waren im Gegensatz zu gestern allerdings ein wenig anders», ergänzte Raffin am Sonntagabend in Katar. «Komischerweise war heute viel Sand auf der Strecke. Wir werden uns trotzdem die Daten noch genauer anschauen, um die Ursache zu analysieren. Insgesamt betrachtet waren wir aber an diesem Wochenende zu langsam. Da gibt es Nichts um den Brei herumzureden.»

Bo Bendsneyder, seinem Teamkollegen im NTS RW Racing GP Team, erging es mit Rang 11 deutlich besser. Das macht auf dem Schweizer Mut für die anstehenden Aufgaben: «Dass unser Paket Potenzial besitzt, hat nicht nur mein Teamkollege Bo bereits mehrmals bewiesen. Es kann daher nur aufwärts gehen. Ich hoffe, dass wir sehr bald wieder ein Rennen haben. Die aktuelle Situation ist nicht gerade erfreulich. Hinter vielen Großveranstaltungen stehen Fragezeichen.»

Ob die Motorrad-WM vom 3. bis 5. April in Austin/Texas fortgesetzt werden kann, steht aufgrund der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus noch nicht fest.

Ergebnis Katar-GP, Moto2: 1. Nagashima, Kalex. 2 Baldassarri, Kalex, + 1,347 sec. 3. Bastianini, Kalex, + 1,428. 4. Roberts, Kalex, + 1,559. 5. Gardner, Kalex, 1,901. 6. Navarro, Speed Up, + 2,381. 7. Schrötter, Kalex, + 4,490. 8. Canet, Speed Up 9. Vierge, Kalex. 10. Lüthi, Kalex, + 8,904. 11. Bendsneyder, NTS 12. Bezzecchi, Kalex. 13. Di Giannantonio, Speed Up. 14. Dixon. 15. Manzi, MV Agusta. – Ferner: 23. Raffin, NTS, + 34,664.

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