Moto2-Motoren von Triumph werden sich kaum verändern

Von Maximilian Wendl
Moto2
Triumph ist in der Moto2-Klasse längst angekommen

Triumph ist in der Moto2-Klasse längst angekommen

Triumph ist in der Moto2-Klasse längst angekommen. Die Fahrer geben positive Rückmeldungen und auch die Entwickler sind zufrieden. Aufgrund der Pandemie wird es aber vorerst keine großen Veränderungen geben.

Die zweite Saison von Triumph als Motorenhersteller der Moto2-Klasse ist Geschichte und zum zweiten Mal nacheinander ziehen die Verantwortlichen ein zufriedenstellendes Fazit. Bei einer Pressekonferenz sagte Triumph-Chief-Product-Officer Steve Sargent: «Das Jahr war trotz der Restriktionen aus sportlicher Sicht großartig. Wir haben spannende, enge Rennen gesehen und erst beim letzten Grand Prix in Portimao ist die Entscheidung gefallen. Mir tat es weh, dass ich bei keinem Rennen live vor Ort sein konnte.»

Insgesamt absolvierten die Fahrer über 200000 Kilometer in einer auf 15 Rennen verkürzten Saison, von denen 14 Events (mit Ausnahme des Auftakts in Katar) in nur vier Monaten absolviert wurden.

Als zusätzlicher Wettbewerb neben der WM-Wertung wurde diese Saison außerdem die «Triumph Triple Trophy» ins Leben gerufen. Für die besten Leistungen an jedem Renn-Wochenende konnten die Fahrer in den Kategorien Top-Speed, Pole-Position und schnellste Rennrunde Punkte sammeln. Gewonnen hat Marco Bezzecchi, der der Moto2-Klasse 2021 erhalten bleiben wird. Er erhielt eine Street Triple RS, dem Straßenbike, von dessen Motor das Renntriebwerk der Moto2-Motorräder abgeleitet ist.

Carlos Ezpeleta, der Sportdirektor der MotoGP-Vermarktungsgesellschaft Dorna, erklärte: «Als Triumph 2019 in die Serie gekommen ist, war das keine unbekannte Marke. Die beeindruckende Rennsportgeschichte spricht für sich. Dies ging einher mit einer Leistungssteigerung auf technischer Seite und einer Verbesserung des Renngeschehens. Mit Blick auf die Technik waren die vergangenen beiden Jahre über unseren Erwartungen. Wir sind glücklich und lernen immer noch dazu.»

Auch das Feedback der Piloten war 2020 durchweg positiv, meint Ezpeleta: «Es geht nicht nur um die Kraft der Motoren. Es geht auch darum, wie man die richtige Abstimmung findet und da gab es von Beginn an nur gute Rückmeldungen. Die Fahrer, die neu in die Klasse gekommen sind, waren auch glücklich. Ich denke, dass die Moto2 dadurch ein wenig näher an der MotoGP-Klasse dran ist. Das zeigen auch die vielen Aufsteiger in die Königsklasse. Die Serien selbst sind ebenfalls sehr ausgeglichen, das haben auch die Ergebnisse gezeigt.»

Sargent weiter: «Wir haben inzwischen unfassbar viele Daten. Wir haben dadurch ganz neue Möglichkeiten. Erst wenn die Motoren nicht mehr funktionieren, kommen sie zu uns und wir werten sie mit den gesammelten Informationen aus. Dank der Fahrer durchlaufen sie aber wirklich harte Testläufe und dadurch konnten wir durchweg zeigen, zu was die Motoren fähig sind. Wir wollen uns auf dem Erfolg nicht ausruhen, sondern dank der Daten auch in andere Rennserien einsteigen.» In erster Linie steht der Einstieg in die britische Supersport-Serie bevor.

Mittelfristig soll es aus Sicht der Entwickler in folgende Richtung gehen, erklärt Sargent: «Die Basis des elektronischen Pakets wird sich in den kommenden zwölf Monaten nicht gravierend verändern. Es geht mehr darum, die bisherigen Daten noch weiter auszuwerten und die richtige Kalibrierung zu wählen. Bei den Motoren werden wir aufgrund der Regeln ebenfalls keine großen Veränderungen vornehmen können im nächsten Jahr.»

Eine Hilfe auf dem bisherigen Weg war die im Vorfeld beschlossene Lockerung der Drehzahlgrenze für das Herunterschalten der 765-ccm-Dreizylinder-Motoren. Ezpeleta erklärt: «Die Einheitsmotoren und ihre Parameter werden ständig überwacht, um Sicherheit, Chancengleichheit und Zuverlässigkeit sicherzustellen. Wir hoffen, dass der große Erfolg dieser Rennklasse anhält. Daher wünschen wir uns, dass wir im Jahr 2021 weitere Erfahrungen sammeln können. Diese Erkenntnisse sollen zu weiteren Verbesserungen in der nächsten Vertragslaufzeit führen, die wir hoffentlich bald unter Dach und Fach bringen können.»

Auch bezüglich einer «concession team»-Regelung in der mittleren Klasse gibt es keine Neuigkeiten. «Das Thema ist nicht Teil unserer Gespräche. Außerdem ist es schwierig, Teams davon zu überzeugen», bestätigt Ezpeleta.

Die ersten Testfahrten sollen am 16. März 2021 in Jerez stattfinden. Zwölf Tage später steht der Saisonauftakt in Katar auf dem Programm.

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