MotoGP: KTM zur Personalie Marc Marquez

Joe Roberts: Amerikanischer MotoGP-Traum lebt wieder

Von Gino Bosisio
Zweiter in Austin und auch in der WM erster Verfolger. Joe Roberts empfiehlt sich für höhere Aufgaben im Sinne der USA

Zweiter in Austin und auch in der WM erster Verfolger. Joe Roberts empfiehlt sich für höhere Aufgaben im Sinne der USA

Moto2-Star Joe Roberts bestätigte seinen Aufwärtstrend beim Heim-Auftritt beim Grand Prix von Texas mit einem zweiten Platz. Hält das Hoch an, darf sich der Kalifornier berechtigte Hoffnungen auf die Königsklasse machen.

Joe Roberts ließ das Team von American Racing in Austin groß aufjubeln. Der 26-Jährige aus Malibu wetzte mit seiner Kalex nur knapp hinter Premieren-Sieger Sergio Garcia auf Rang zwei und sorgte damit für Jubelstürme in der Truppe von Aitan Butbul, Coach John Hopkins & Co. Der Mann aus Kalifornien war im Rennen von Austin nicht nur wegen seiner US-Speziallackierung auf seinem Helm der einzige Farbtupfer im Konzert der starken Spanier.

Roberts fehlte auf dem Zielstrich nur eine halbe Sekunde zu seinem zweiten Moto2-Triumph nach Portimao 2022. Und: Der Sunnyboy konnte sich auch gegen den künftigen MotoGP-Fahrer Fermin Aldeguer (Boscoscuro) durchsetzen. «Ich habe wirklich alles gegeben, um das Rennen vielleicht sogar zu gewinnen. Ich bin sehr happy, dass wir den Fans eine Show zeigen konnten», strahlte der ehemalige Red Bull-Rookie Roberts, dessen lange Mähne zuletzt schrittweise immer kürzer wurde. Roberts stand bereits in Portimao als Zweiter auf dem Treppchen und belegt nun in der WM-Tabelle mit nur zwei Punkten Rückstand ebenfalls die zweite Position hinter Garcia. 

Fakt ist: Roberts, der sich privat auch mit klassischen Cafe-Racern beschäftigt, performt seit seiner Rückkehr zu American Racing wieder so, wie bereits vor einigen Jahren. Der Abstecher zur höher eingeschätzten Italtrans-Truppe brachte ihm zwar den ersten GP-Sieg und zwei weitere Podiumsplätze - in der Endabrechnung gab es in den drei Jahren jedoch keine Steigerung. Auch Verletzungen warfen Joe Roberts zurück. Seine beste Endplatzierung war bei American Racing im Corona-Jahr 2020 der siebte Gesamtrang. 2023 gelang Roberts nur ein Podium – jetzt ist die Situation deutlich positiver.

Es ist zwar noch früh im Jahr, aber Roberts könnte eventuell auch ein Kandidat für die MotoGP werden. Vor allem dann, wenn der Liberty Media Handel für die MotoGP-WM durchgewunken wird, werden die geschäftstüchtigen US-Amerikaner sofort einen US-Boy in der Königsklasse sehen wollen. Auch das ehrgeizige Trackhouse-Aprilia-Team hätte großes Interesse an einem Helden mit US-Identität. Eine bessere Wahl als Roberts gäbe es da im Moment wohl kaum.  

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