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Trendwende: US-Racer Roberts rackert sich zurück

Von Thomas Kuttruf
Joe Roberts findet zu alter Form zurück

Joe Roberts findet zu alter Form zurück

US-Pilot Joe Roberts zählt schon länger zu den sportlichen Verlierern der Moto2-WM. Mit gesteigerter Konstanz taucht der Kalex-Pilot jetzt wieder in den Top-5 auf. Doch der MotoGP-Zug bleibt vorerst außer Reichweite.

Joe Roberts zählt zu den Urgesteinen der Moto2-WM. Der Kalifornier fährt seine achte Saison als Fixstarter der hart umkämpften mittleren WM-Kategorie. Vor einem Jahr gelang der endgültige sportliche Durchbruch. Von Beginn der Saison 2026 schloss Roberts ein Podest-Abo ein, übernahm die WM-Führung und wurde lange vor dem späteren Champion Ai Ogura als logischer MotoGP-Aufsteiger genannt.

Joe Roberts bei Trackhouse Racing – das schien in vielerlei Hinsicht eine fast unvermeidbare Konstellation. Doch bekanntermaßen kam es anders. Zwar liefen Verhandlungen mit dem US-Team, doch Teammanager Davide Brivio hatte ein Auge auf den vier Jahre jüngeren Japaner geworfen.

Als Roberts realisierte, dass der Aufstieg trotz Spitzenleistungen nicht realisierbar ist, war es vorbei mit dem Lauf. Der Held des ebenfalls in den USA ansässigen Teams von American Racing fiel im zweiten Teil der Saison auf WM-Rang 9 zurück. In den letzten fünf Grand Prix holte der desillusionierte Roberts nicht einen WM-Zähler.

Und 2025 ging es wenig hoffnungsvoll weiter. Thailand, Argentinien, USA – null Punkte für die Startnummer 16. Während Teamkollege Marcos Ramirez immer besser in Fahrt kam, war die Kühlerfigur des Projekts im Nirgendwo verschwunden.

Doch der 28-Jährige beschloss, dass ihn nicht das gleiche Schicksal wie Sergio Garcia ereilen wird. Der Fall Garcias bei MSi war durchaus vergleichbar und endete in der Trennung vor dem Italien-GP.

Roberts dagegen ist es gelungen, sich in kleinen, aber nachhaltigen Schritten zurück ins Spiel zu bringen. Seit dem Katar-GP, als Roberts seit dem Indonesien-GP 2024 wieder in die WM-Punkte, steigerte er sich kontinuierlich. Nach fünf weiteren sauberen Rennen in den Top-10 tauchte der Amerikaner ausgerechnet in Assen, jener Piste, die ihn vor einem Jahr spektakulär auf den OP-Tisch brachte, nach einem vollen Jahr erstmals wieder in den Top 5 auf.

Sechster im Zeittraining, Achter im Q2, Fünfter im GP mit nur drei Sekunden auf Sieger Moreira – in den Niederlanden sahen die Moto2-Fans den alten Joe Roberts. In der WM-Tabelle schlägt sich die Rückkehr in kleinen Schritten noch nicht relevant nieder. Als 13. rangiert der Moto2-Routinier nur zwei Punkte vor Rookie Dani Holgado und vier Positionen hinter Teamkollege Ramirez.

Auch wenn von einem Aufstieg in die MotoGP-Topliga weiter keine Rede sein kann: Joe Roberts hat den Beweis angetreten, dass auch eine lang anhaltende Misere nicht in völliger Resignation enden muss. 

WM-Stand nach 10 von 22 Rennen:

1. Manuel Gonzalez, 159 Punkte. 2. Aron Canet 154. 3. Moreira 128. 4. Dixon 98. 5. Baltus 94. 6. Agius 87. 7. Arenas 75. 8. Öncü 72. 9. Ramirez 71. 10. Vietti 68. 11. Lopez 58. 12. Salac 52. 13. Roberts 45. 14. Holgado 43. 15. Guevara 37.
Konstrukteurs-WM:
1. Kalex 233. 2. Boscoscuro 134. 3. Forward 11.

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