Dunlop-Test Australien: Vor- oder Nachteil für Teams?

Von Matthias Dubach
Moto2

Vom 3. bis 5. März testet Moto2-Reifenlieferant Dunlop mit vier Topfahrern auf Phillip Island 13 verschiedene Hinterreifenmischungen. Für das Team Mapfre Aspar droht das Privileg zum Eigentor zu werden.

Hat sich das Mapfre-Aspar-Team von Jorge Martinez böse verspekuliert? Beim zweiten IRTA-Test in Jerez schafften es die beiden Moto2-Piloten Nico Terol und Jordi Torres lediglich auf die Ränge 17 und 23. Es war aber bereits die letzte Testgelegenheit für die Suter-Fahrer im Kreise der Gegner – Aspar wird für Dunlop drei Tage auf Phillip Island testen und dafür den dritten und letzten IRTA-Test in Jerez auslassen müssen.

Offenbar hatte Martinez nicht zuletzt auf den Australien-Trip seines Teams gepocht, weil er sich so drei zusätzliche Testtage angeln und eine bessere Vorbereitung auf den Australien-GP sichern wollte. Beim IRTA-Meeting wurde aber beschlossen, dass die Phillip-Island-Teilnehmer nicht auch noch ein zweites Mal in Jerez testen dürfen, um eine Chancengleichheit zu wahren. Mit Aspar reist auch das MarcVDS-Team mit Mika Kallio und Esteve Rabat nach Phillip Island. Nach den Rängen 1 und 2 letzte Woche können die Belgier die Reise aber um einiges entspannter in Angriff nehmen als die Spanier.

Dynavolt-IntactGP-Technikchef Jürgen Lingg meinte zum Australien-Test der vier Gegner: «Ich habe zu Sandro gesagt, es ist für die Saisonvorbereitung besser, nochmals in Jerez zu fahren.» Tom Lüthis Crew-Chief Alfred Willecke gibt hingegen zu bedenken: «Es bisschen merkwürdig ist es schon, dass Aspar fahren wird. Sie waren schon letztes Jahr in Argentinien dabei. Aber ich bin entspannt, denn ob der Test für den GP im Oktober ein Vorteil ist, bleibt dahingestellt.»

Auf Phillip Island werden sich MarcVDS Racing und Mapfre Aspar ganz nach den Wünschen von Reifenhersteller Dunlop richten müssen. Die Briten erlebten 2013 ein Debakel, wegen des neuen Asphalts hielten die Reifen keine Renndistanz durch, der GP musste massiv verkürzt werden.

Dunlop-Manager Clinton Howe erklärte in Jerez: «Dieser Test ist sehr wichtig für uns. Wir haben schon per Schiff die Fracht abgeschickt mit dem ganzen Equipment. Wir werden auch das Benzin, das Öl und die Bikes für die Fahrer transportieren. Von hier aus Jerez werden wir zusätzlich noch mehr Reifen nach Australien schicken. Es gibt 13 verschiedene Sorten von Hinterreifen zu testen! Über die Vorderreifen machen wir uns nicht so viele Sorgen, die Konzentration gilt den Hinterreifen. Wir teilen uns die Fracht mit Bridgestone, aber mehr Gemeinsamkeiten gibt es da nicht. Auf der Strecke können wir uns nicht helfen.»

Der MotoGP-Reifenausrüster Bridgestone lässt vom 3. bis 5. März die Werksfahrer von Honda, Yamaha und Ducati antanzen, um wie Dunlop taugliche Reifen für den nächsten Australien-GP zu entwickeln.

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