Anthony West: «Ziemlich angepisst von Aegerter»

Von Jordi Gutiérrez
Moto2
Mit SPEEDWEEK.com sprach Anthony West über das chaotische Regenrennen in Assen, die Probleme mit Dominique Aegerter und das nächste Rennen auf dem Sachsenring.

Anthony West gehört mit 32 Jahren zu den alten Hasen der Moto2-WM. Er fährt das dritte Jahr im QMMF-Team des katarischen Verbands und das zweite Jahr auf einer Speed Up. Im Regen von Assen feierte er seinen zweiten GP-Sieg. Elf Jahre zuvor hatte er an gleicher Stelle triumphiert.

Anthony, wie verlief das Rennen in Assen aus deiner Sicht?

Ich war natürlich sehr glücklich, im Gegensatz zum Qualifying. Das Rennen in Assen war sehr schwer, wir haben mit einem Trockenrennen gerechnet, doch dann regnete es. Am Start herrschte große Verwirrung und wir überlegten, auf Slicks zu wechseln. Im Nachhinein bin ich froh, dass wir es nicht getan haben. Es war definitiv zu nass und es regnete auch während des Rennens noch leicht. Ich hatte einen guten Start. Vor mir lagen drei Jungs mit Slicks, daher konnte ich schnell an ihnen vorbeiziehen und hatte freie Bahn. Die erste Runde war interessant und ich konnte einige Gegner überholen. Als ich dann auf Rang 3 angekommen war, sah ich, dass die Strecke an manchen Stellen wieder trocken war. Runde für Runde änderten sich die Bedingungen. Das war etwas trickreich. Ich fühlte mich am Limit und dann stürzten die Jungs vor mir, daher habe ich meine Pace beibehalten.

Dominique Aegerter wurde überrundet und blockierte dich einige Kurven lang.

Ich war ziemlich angepisst von Aegerter. Er hätte beinahe mein Rennen ruiniert, obwohl er schon eine Runde zurücklag. Zweimal hätte er mich beinahe von der Strecke gedrückt. Er hat mich mehrmals aufgehalten, als ich ihn überholen wollte. Was er getan hat, war dumm. Doch am Ende ging es gut für mich aus. Ich bin sehr glücklich für mich und das Team, denn die letzten Rennen waren hart. Dieses Resultat tat uns gut und mein Selbstbewusstsein ist vor den nächsten Rennen viel größer.

Wie schwierig war es, sich gegen Viñales, Salom und Kallio zu wehren und trotzdem die Reifen nicht zu zerstören?

Ich musste pushen, aber ich durfte gleichzeitig nicht zu hart pushen, um die Reifen nicht zu ruinieren. Die Strecke war nämlich schon ziemlich trocken. Ich wusste, dass ich auf der trockenen Linie bleiben muss, da sie dann viel riskieren müssen, um mich zu überholen. Ich habe keine Fehler gemacht und bin meine Linie gefahren. Sie kamen bedrohlich nahe, aber ich wusste, dass sie für ein Überholmanöver in jedem Fall viel riskieren müssen. Sie sagten nach dem Rennen, dass sie hart gepusht hätten, aber nicht in der Lage waren, mich zu überholen. Ich wusste, dass sie damit Probleme hatten.

Hast du während des Rennens darüber nachgedacht, dass du auf dieser Strecke vor ziemlich genau elf Jahren deinen ersten Sieg feiern konntest?

Nein, darüber habe ich nicht nachgedacht. Ich dachte an das Jahr 2000, als ich drauf und dran war, das Rennen zu gewinnen. Doch dann trocknete die Strecke auf und ich wurde Vierter. Es waren dieselben Bedingungen wie in diesem Jahr. Ich wollte nicht, dass sich das wiederholt und habe so hart gepusht, wie ich konnte. Die anderen Jungs waren hinter mir, aber ich wollte sie einfach nicht überholen lassen. Mein Vater war damals an der Strecke und auch in diesem Jahr. Es war eine andere Situation, aber ich habe die letzten elf Jahre versucht, wieder zu gewinnen. Nun hat es geklappt.

Freust du dich auf den Sachsenring?

Ja, ich freue mich sehr darauf. Ich mag die Strecke und im letzten Jahr war ich dort schnell. Hoffentlich bin ich nach diesem Resultat voll konzentriert und kann schon im Qualifying ein gutes Resultat erzielen.

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