Albert Arenas (KTM): Glück im Unglück

Von Maximilian Wendl
Moto3
Für Albert Arenas (rechts) und MotoGP-Pilot Alex Rins war Jerez kein gutes Pflaster

Für Albert Arenas (rechts) und MotoGP-Pilot Alex Rins war Jerez kein gutes Pflaster

Obwohl Albert Arenas im Moto3-Rennen in Jerez de la Frontera stürzte, behauptete der Spanier die WM-Führung. Er musste im Kiesbett zwar behandelt werden, die Verletzungen sind aber nicht so dramatisch.

Nicht nur in der Königsklasse haben die ersten beiden Rennen nach der Corona-Verschiebung zahlreiche Sturzopfer und Verletzungen gefordert. In der Moto3-Klasse erwischte es am vergangenen Sonntag unter anderem den WM-Führenden Albert Arenas. Auf Rang 6 liegend hatte der Spanier gute Chancen auf einen Platz auf dem Treppchen, doch dann flog er mit seiner KTM in Kurve 11 heftig ab und musste behandelt werden.

Ein gutes Zeichen sendete er direkt nach dem Unfall: Arenas konnte auf eigenen Beinen in den Krankenwagen steigen. Das ließ seine Crew schon einmal aufatmen.

In der Box verfolgte er mit einem hochgelegten Bein und beiden Daumen nach oben zeigend die weiteren Rennen, die in Jerez de la Frontera ausgetragen wurden. Letztendlich hatte Arenas Glück im Unglück, denn die Diagnose ergab einen verstauchten linken Knöchel. Kein Bruch, keine in Mitleidenschaft gezogenen Sehnen oder Bänder. Der Fahrer des Aspar Gaviota-Teams sagt mit Hinblick auf das kommende Rennen in Tschechien: «Es ist Zeit, um diesen Kampf anzunehmen. In Brünn möchte ich wieder in Form sein.»

Da mit Tatsuki Suzuki ein Mann den Andalusien-GP gewann, der Arenas nicht von der Spitze verdrängen konnte, reist der zweimalige Saisonsieger auch zum nächsten Rennen als WM-Leader. In der Zwischenzeit absolvierte er bereits drei Physiotherapie-Einheiten, denn auch der Nacken hat ein bisschen gelitten. Es geht ihm aber schon wieder deutlich besser.

Bis zu seinem Sturz lag Arenas aussichtsreich im Rennen. Davon hat er sich bei der Nachbetrachtung selbst ein Bild gemacht: «Ich habe mich ziemlich wohlgefühlt und war Teil der vorderen Gruppe. Die Strategie sah vor, in der Gruppe zu bleiben und - abhängig von den Reifen und meinem Gefühl - am Ende anzugreifen.»

Der Crash hat diesen Plan zerstört. Arenas sagt: «Es war sehr seltsam. Zuerst habe ich ohne Vorwarnung das Vorderrad verloren und dann das Hinterrad. Das sind Dinge, die passieren. Wir hatten extreme Bedingungen und wir waren sehr schnell unterwegs. Ich bin froh, in einem Stück zu sein und kämpfe bereits so hart ich kann, um mich so schnell wie möglich wieder zu erholen.»

Schließlich will Arenas auch aus Brünn als WM-Leader abreisen. Das Rennen dort findet am Sonntag, 9. August, statt.

WM-Stand nach 3 von 14 Rennen: 1. Arenas, 50 Punkte. 2. Suzuki, 44. 3. McPhee, 40. 4. Ogura, 36. 5. Rodrigo, 30. 6. Vietti, 27. Fernandez, 26. 8. Arbolino, 23. 9. Masia, 19. 10. Alcoba, 19.

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