Teruel-GP: Jaume Masia legt 800. Honda-GP-Sieg nach

Von Mario Furli
Moto3
Leopard-Honda-Pilot Jaume Masia entschied auch das zweite Moto3-Rennen in Aragón für sich. Ayumu Sasaki bescherte Tech3 KTM beim «Gran Premio Liqui Moly de Teruel» den ersten Podestplatz in der kleinsten Klasse.

Zum fünften Mal in dieser Moto3-Saison stand Raul Fernandez auf der Pole-Position. Vor einer Woche holte sich der Red Bull-KTM-Ajo-Pilot in Aragón seinen ersten WM-Podestplatz, aber glückt ihm im MotorLand nun auch der erste Sieg?

Verhindern wollten das allen voran Tony Arbolino (Snipers Honda) und Celestino Vietti (Sky VR46), die ebenfalls aus der ersten Startreihe losfuhren. WM-Leader Albert Arenas (KTM) lauerte auf Startplatz 5.

Barry Baltus (CarXpert PrüstelGP), Alonso Lopez (Sterilgarda Max Racing Team) und Khairul Idham Pawi (Petronas Sprinta Racing) gingen mit einer Hypothek in den Teruel-GP: Weil sie im gestrigen Q1 beim Langsamfahren erwischt wurden, müssen sie heute jeweils einen Long-Lap-Penalty absolvieren.

Schwierig gestaltete sich die Ausgangslage auch für Maximilian Kofler (CIP) und Jason Dupasquier (PrüstelGP), sie standen am Ende des Feldes, als das Rennen bei Sonnenschein und 22 Grad Asphalttemperatur gestartet wurde.

So lief das Moto3-Rennen:

Start: Arbolino und Fernandez machten sich den Holeshot aus, aber Arenas schob sich gleich dazwischen und Arbolino fiel bis auf Platz 3 zurück. Auch seinen Landsmann Vietti musste der Snipers-Honda-Pilot bereits in der Anfangsphase vorbei lassen.

1. Runde: Der WM-Leader Arenas übernimmt die Führung.

2. Runde: Rodrigo nutzt den Windschatten auf Start-Ziel und schiebt sich bis auf Rang 3 nach vorne – hinter Fernandez und Arenas. Rodrigo schnappt sich dann auch Arenas. Tech3-Fahrer Sasaki arbeitet sich auf Platz 4 nach vorne.

3. Runde: Arenas geht weit und fällt auf Platz 5 zurück. Fernandez führt vor Sasaki, Rodrigo, Vietti und Arenas. Auf der Gegengerade kämpft sich Rodrigo auf Rang 2 nach vorne.

4. Runde: Nach Start-Ziel ist Rodrigo ganz vorne. Vietti schniebt sich an Fernandez vorbei auf Platz 2 – und übernimmt dann auch die Führung. Noch ist alles offen, 21 Fahrer liegen in 2,5 Sekunden.

5. Runde: Fernandez muss in Kurve 1 nachgeben und fällt auf Platz 10 zurück. Vietti führt vor Arenas, Toba, Binder, Sasaki und Masia, den Sieger des ersten Aragón-Wochenendes.

6. Runde: Ständige Positionswechsel in der großen Spitzengruppe (erst nach 26 Fahrern gibt es eine kleine Lücke), nach Start-Ziel ist diesmal Arenas ganz vorne.

7. Runde: Dupasquier liegt auf Platz 26, Kofler auf 29.

8. Runde: Red Bull-KTM-Ajo-Pilot Toba geht erstmals in Führung. Der Japaner stand übrigens seit seinem Sieg beim Katar-GP 2019 nicht mehr auf dem Podest, damals noch auf Honda. Arenas holt sich die Führung zurück, Toba schlägt auf der Gegengerade zurück.

9. Runde: Arenas zurück an der Spitze. Masia ist in den Top-3 angekommen, aber Binder macht ihm den dritten Platz streitig. Schreckmoment für McPhee in der letzten Kurve, aber er bleibt sitzen.

10. Runde: Die erste Gruppe besteht immer noch aus 24 Fahrern. Garcia (Estrella Galicia 0,0), der nur von Startplatz 28 kam, liegt schon auf Platz 7.

11. Runde: Toba will den führenden Arenas angreifen, aber wird stattdessen mit einem Schlag auf Platz 6 durchgereicht.

12. Runde: Arenas führt vor Binder, Masia, Vietti, Garcia, Sasaki, Toba. Dann eine kleine Lücke, ehe Arbolino, McPhee und Fernandez die Top-10 komplettieren.

13. Runde: Garcia ist nun sogar Dritter. Masia liegt nur kurz vorne, Arenas schnappt sich die Führung wieder. Die Gruppe wird wieder größer.

14. Runde: Die Top-3 (Arenas, Masia und Binder) fahren eine kleine Lücke heraus, die sich auf Start-Ziel aber wieder schließt.

15. Runde: Die Top-15 liegen fünf Runden vor Schluss in nur zwei Sekunden.

16. Runde: Arenas macht einen starken Eindruck, er hält sich an der Spitze. McPhee ist auf Platz 3 angekommen, Suzuki auf Rang 7.

17. Runde: Masia übernimmt die Führung. Toba schnappt sich Binder und McPhee in einem Manöver, aber der Schotte schlägt zurück. Arenas holt sich Masia einmal mehr.

18. Runde: Masia geht an Arenas vorbei, aber der kann wieder kontern. Auch McPhee kommt an den Leopard-Honda-Piloten vorbei. Toba lauert dahinter, noch immer sind mehr als zehn Fahrer dran.

Letzte Runde: Masia geht als Führender in die letzte Runde. Arenas schlägt wieder zurück. Sasaki liegt auf Platz 3. Suzuki und Garcia stürzen aus den Top-10.

Die Entscheidung fällt in der letzten Kurve: Masia nutzt den Windschatten auf der Gegengerade und setzt sich durch, Sasaki und Toba verdrängen Arenas noch vom Podest.

Übrigens: Masia sorgt damit für den 800. GP-Sieg von Honda in der Motorrad-WM. Ein weiterer Meilenstein, nachdem sich der Spanier vor einer Woche bereits als 100. unterschiedlicher Fahrer in die Siegerliste des größten Motorradherstellers der Welt eingetragen hatte.

Ayumu Sasaki bescherte dem Tech3-Rennstall von Hervé Poncharal den ersten Moto3-Podestplatz. Mit Kaito Toba stand ein zweiter Japaner und KTM-Pilot auf dem Podium.

Für Jason Dupasquier und Max Kofler gab es nichts zu holen, die KTM-Rookies beendeten das Rennen auf den Rängen 24 und 28.

Teruel-GP, Ergebnis Moto3-Rennen (25.10.)

1. Masia, Honda
2. Sasaki, KTM, + 0,051 sec
3. Toba, KTM, + 0,152
4. Arenas, KTM, + 0,296
5. Vietti, KTM, + 0,331
6. McPhee, Honda, + 0,372
7. Öncü, KTM, + 0,583
8. Binder, KTM, + 0,772
9. Ogura, Honda, + 0,955
10. Arbolino, Honda, + 2,259
11. Lopez, Husqvarna, + 2,489
12. Fernandez, KTM; + 2,493
13. Salac, Honda, + 2,520
14. Rodrigo, Honda, + 2,686
15. Alcoba, Honda, + 2,745

Ferner:
24. Dupasquier, KTM, + 21,606
28. Kofler, KTM, + 33,600

Moto3-Fahrer-WM-Stand nach 12 von 15 Rennen:

1. Arenas, 157 Punkte. 2. Ogura 138. 3. Vietti 137. 4. Masia 133. 5. Arbolino 121. 6. McPhee 119. 7. Fernandez 93. 8. Binder 90. 9. Suzuki 83. 10. Rodrigo 79. 11. Fenati 70. 12. Foggia 69. 13. Alcoba 57. 14, Migno 47. 15. Sasaki 43. 16. Toba 40. 17. Garcia 37. 18. Antionelli 33. 19. Deniz Öncü 32. 20. Nepa 26. 21. Salac 23. 22. Lopez 21. 23. Tatay 14. 24. Yamanaka 13. 25. Riccardo Rossi 5.

Konstrukteurs-WM

1. Honda 261. 2. KTM 252. 3. Husqvarna 79.

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