Florian Prüstel: «Heimpodest wäre riesen Ding»

Von Thorsten Horn
Carlos Tatay, FlorianPrüstel und XavierArtigas

Carlos Tatay, FlorianPrüstel und XavierArtigas

Das Heimrennen par excellence steht für das Team CFMOTO Racing PrüstelGP unmittelbar bevor. Wenngleich man mit den bisherigen Leistungen von Carlos Taty und Xavier Artigas zufrieden ist, fehlen noch weitere Knaller.

Mit den beiden talentierten Spaniern Carlos Tatay und Xavier Artigas sowie mit neuem Technikpaket wollte das direkt am Sachsenring beheimatetet Team CFMOTO Racing PrüstelGP an 2018 anknüpfen und wieder regelmäßig um die vorderen Plätze kämpfen. Damals hatte man mit dem Italiener Marco Bezzecchi drei Grand-Prix-Siege, dazu sechs weitere Podestplätze und am Jahresende den dritten WM-Endrang feiern können. Bisher durfte man nur einen dritten Platz von Carlos Tatay in Indonesien bejubeln. In der WM liegt er aktuell auf Rang 9, Artigas ist Elfter.

Zu wenig, könnte man meinen, doch der Teamchef Florian Prüstel relativiert: «Wir sind gut in die Saison gestartet und lagen anfangs sogar etwas über unseren Erwartungen. Wir haben beim letzten Rennen vor unserem Heimspiel mit den Plätzen 6 und 10 abgeschnitten, sodass wir mit hohen Erwartungen am Sachsenring antreten. Insgesamt ist es noch ein bisschen durchwachsen, aber gegenüber den letzten Jahren können wir zufrieden sein. Wir haben zwei Fahrer, die Erfahrung und auf jeden Fall noch weiteres Potenzial haben, doch an manchen sportlichen Sachen müssen wir halt noch arbeiten.»

Konkret erklärt Florian Prüstel, dass Tom Lüthi da stark involviert und auch dran ist. Vor allem will man sich in den freien Trainings weiter verbessern, um am Ende weiter vorn zu starten. «Aber im Großen und Ganzen sind wir zufrieden. Wir sind in der Teamwertung auf Platz 4 und in der Fahrerwertung mit den Plätzen 9 und 11 auf Top-10-Kurs.»

Für die zweite Saisonhälfte hofft Florian Prüstel sehr wohl auf eine Steigerung und den einen oder anderen weiteren Podestplatz, allerdings ohne großen Druck aufzubauen. Dazu sagt er: «Unser Saisonziel ist es, am Ende beide Fahrer in den Top-10 zu haben. Da sind wir mehr oder weniger drin, aber da sollte noch was gehen. In Sachen Team-Wertung wollen wir weit oben dabei sein und uns mit den anderen Herstellern wie GASGAS und Husqvarna messen.»

Ungeachtet dessen ist ein bisschen träumen erlaubt und nicht komplett unrealistisch. Carlos Tatay stand schon einmal in CFMOTO-Farben auf dem Podest und Xavier Artigas schaffte beim WM-Finale im November 2021 in Valencia seinen ersten Grand-Prix-Sieg. Dazu lässt sich Florian Prüstel immerhin entlocken: «Wenn wir ein oder gar zwei Podestplätze bei unserem Heim-Grand-Prix schaffen könnten, wäre das ein riesen Ding.»

In Sachen Fahrer ist definitiv ein Schritt gelungen und die Arbeit des neuen Teamkoordinators Tom Lüthi trägt auch allmählich Früchte. Dazu hat das Team CFMOTO Racing PrüstelGP einem zweiten Data-Recording-Mann hinzugezogen und die Technikermannschaft optimiert. Da sollte man doch nach einem Jahr der Aussaat im zweiten sicherlich ernten. Doch so einfach ist das in der WM-Einsteigerklasse nicht, weiß auch Forian Prüstel: «Von den engen Mitarbeitern her, sind wir eine echt gute Truppe und haben uns gut zusammen gefunden. Das versucht man natürlich zu halten.»

Und in Sachen Fahrer? «Da ist es in der kleinsten Klasse natürlich so, dass gute Fahrer aufsteigen wollen und auch von anderen Teams im Paddock umworben werden. Da wird man sehen, wie es weitergeht. Grundsätzlich muss man erst einmal abwarten, wie sich die MotoGP darstellt. Danach geht es an die Moto2 und dann erst die Moto3. Klar, viele, die in der Moto3 Erfolge einfahren, haben Ambitionen für die Moto2, doch wenn nur wenige Fahrer in die MotoGP aufsteigen, wird es von unten her natürlich schwer. Bei unseren Fahrern stoßen wir in der Moto3 von ihrer Größe her manchmal an die Grenzen. Von daher müssen wir sehen, wie es sich entwickelt. Insgesamt sind wir mit unseren Fahrern happy und würden sie auch weiter halten, denn das Potenzial ist auf jeden Fall da. Aber das haben wir nicht komplett selbst in der Hand, leider.»

Moto3-Fahrer-WM nach 9 von 20 Grand Prix:

1.Garcia 150 Punkte. 2. Guevara 134. 3. Masia 103. 4. Foggia 95. 5. Deniz Öncü 82. 6. Sasaki 75. 7. Migno 71. 8. Suzuki 70. 9. Tatay 62. 10. R. Rossi 47. 11. Artigas 43. 12. Yamanaka 43. 13. Toba 38. 14. Moreira 34. 15. Holgado 28. 16. Muñoz 25. 17. McPhee 24. 18. Ortolá 23. 19. Kelso 22. 20. Bartolini 21. 21. A. Fernandez 20. 22. Bertelle 16. 23. Odgen 16. 24. Nepa 8. 25. Aji 5. 26. Fellon 5.

Konstrukteurs-WM:
1. GASGAS 190 Punkte. 2. KTM 154. 3. Honda 148. 4. Husqvarna 95. 5. CFMOTO 81.

Team-WM:
1. GASGAS Aspar Team 284 Punkte. 2. Leopard Racing 165. 3. Red Bull KTM Ajo 131. 4. CFMOTO Racing PrüstelGP 105 5. Red Bull KTM Tech3, 102. 6. Sterilgarda Husqvarna Max Racing 99. 7. MT Helmets – MSI 77. 8. Rivacold Snipers 71. 9. CIP Green Power 60. 10. SIC58 Squadra Corse 52. 11. QJMotor Avintia Racing 37. 12. Angeluss MTA Team 31. 13. BOE Motorsports 25. 14. Vision Track Racing Team 16. 15. Honda Team Asia 5.

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