Mahindra: Miguel Oliveira 0,121 sec am Sieg vorbei

Von Günther Wiesinger
Moto3
Mahindra brachte im Moto3-WM-Rennen in Mugello mit Oliveira, Tonucci und Binder drei Fahrer in die Top-Ten. Der Hersteller aus Indien befindet sich auf dem Vormarsch.

Nach dem dritten Platz beim Sepang-GP 2013 hatte Mahindra-Werkspilot Miguel Oliveira grosse Hoffnungen. Er hatte ein lukratives Angebot von Calvo-KTM, er sollte dort die Nachfolge von Moto3-Weltmeister Maverick Viñales antreten.

Doch er hatte sich bereits drei Monate vorher wieder für Mahindra entschieden. Mahindra-Rennchef Muffadal Choonia verweigerte die Freigabe.

Oliveira wirkte eine Weile etwas mutlos, aber er liess seinem vierten Platz von Doha jetzt in Mugello einen weiteren vierten Platz folgen. Der letztjährige WM-Sechste hat sich in der WM-Tabelle wieder auf Platz 10 vorgearbeitet. Doch zwischen Doha und Mugello hätte der Portugiese auch daheim bleiben können: sieben Punkte in vier Rennen!

Mehrmals war bei Mahindra Racing und bei den Kundenteams CIP (Tonucci, Schouten), Ambrogio (Binder, Danilo) und Team Italia (Locatelli, Ferrari) von Getriebeproblemen die Rede.
Aber die Schwierigkeiten lagen gar nicht im Getriebebereich, sondern im Umfeld, erläuterte Eskil Suter im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. Mahindra lässt die kompletten Motorräder bei der Firma Suter Racing Technology in Turbenthal/CH bauen, auch der Rennstall hat sich inzwischen dort in einem Nachbargebäude angesiedelt.

«Wir haben bei Mahindra in diesem Jahr acht statt zwei Motorräder im Feld, da gab anfangs Probleme mit dem Track-Support, das wurde inzwischen bereinigt», erklärte SRT-Chef Eskil Suter. «Es kam vorher manchmal bei den Teams zu Handlingsfehlern... Was die Schaltprobleme betrifft, so hat sich herausgestellt, dass manche Teams die Protektoren beim Schaltgestänge abgebaut haben. Dadurch haben manche Fahrer beim Fahren unerwünscht den Schalthebel betätigt... Bis wir dieses Problem als Ursache der Schaltprobleme herausgefunden hatten, waren vier Rennen vorbei.»

Ermutigend: Oliveira büsste in Mugello auf der Mahindra MGP3O-Maschine nur 0,121 Sekunden auf Sieger Romano Fenati ein. Dabei war er von Startplatz 19 losgefahren!

«Mugello war ein hartes Rennen», seufzte Oliveira. «Ich bin nicht gut gestartet, habe aber nachher einige Positionen wettgemacht. Natürlich war die letzte Runde der Schlüssel zum Erfolg. Ich schonte die Reifen und hielt mich hinter den Spitzenfahrern... In der Schlussrunde wollte ich beim Bremsen attackieren. Das ist mir gelungen. In der letzten Kurve wollte ich noch weiter nach vorne, aber es war schwierig. Nach den Enttäuschungen der letzten Wochen tat uns der Erfolg gut.»

Teamkollege Arthur Sissis fuhr vom 24. Startplatz weg und kam über Fang 17 nicht hinaus. Der Australier träumte im Winter von einem Top-3-Rang in der WM, bisher ist er punktelos.

Dafür gelang Alessandro Tonucci in Mugello Rang 7, der Südafrikaner Brad Binder brachte seine Ambrogio-Mahindra auf Platz 9 ins Ziel.

«Drei Mahindra in den Top-Ten, wir machen Fortschritte», freute sich Muffadal Choonia. «Stolz macht mich auch, dass Tonucci nur 0,597 Sekunden auf den Sieger verloren hat. Wir hoffen auf noch bessere Rennen im Laufe der Saison. Die MGP3O wird immer besser.»

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