Maverick Viñales (1.): «Muss Nervosität abstreifen»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Maverick Viñales ist auf der Yamaha M1 bisher unschlagbar

Maverick Viñales ist auf der Yamaha M1 bisher unschlagbar

«Es gibt viele Fahrer, die uns gefährlich werden können», ist Yamaha-Neuling Maverick Viñales bewusst, obwohl er alle drei MotoGP-Trainings in Katar eindrucksvoll dominierte.

Maverick Vinales ist der Mann der Stunde, er hat alle vier großen IRTA-Tests dominiert und jetzt die drei freien Trainings beim Katar-GP.

«Wir haben zwar einen erheblichen Teil der Abstimmungsarbeit gestern am Donnerstag im FP1 erledigt, trotzdem haben wir heute noch Details probiert und uns vor allem auf die Rennpace fokussiert», schilderte der Yamaha-Neuling. «Wir haben uns auch um die Rennreifen gekümmert und mit gebrauchten Reifen viele Zeiten um 1:55,5 min und 1:55,8 gefahren, die Gegner sind meist mit 1:56 min unterwegs gewesen, weil der Zustand der Strecke nach dem Regen am Nachmittag zu wünschen übrig ließ. Ich kann happy sein, denn unser Motor befindet sich auf einem guten Level. Aber wir müssen noch konstanter werden, außerdem wollen wir die Lebensdauer der Reifen noch ein bisschen verlängern. Heute hatten wir diesbezüglich ein Desaster, es war einfach kein Grip auf der Strecke, es lag wohl wirklich am Regen. In der Moto3 und Moto2 sind sie ja gegenüber gestern auch nicht schneller geworden. Meine Bestzeit stammt aus der Gesamtwertung von FP1, FP2 und FP3 stammt aus dem ersten Training... Also von gestern. Da bin ich diese 1:54.316 min gefahren. Wir haben uns also nicht verbessert.»

Yamaha fährt in Katar nicht mit der neuen Verkleidung mit den integrierten Winglets, die in Sepang für Furore sorgte. «In Malaysia war diese Verkleidung besser. Aber dort hast du wenig schnelle Kurven, du hast nicht viele Richtungswechsel. Hier in Katar und Australien hast du viele Richtungswechsel, dazu kommt der heftige Wind, mit der wuchtigen Verkleidung wirkt das Motorrad dann sehr schwerfällig, ich kann in den Kurven nicht ausreichend attackieren. Aber es gibt auch Vorteile denn beim Beschleunigen bleibt das Vorderrad eher am Boden. Auf Pisten wie in Le Mans könnte diese Verkleidung von Nutzen sein. Auf Pisten, wo du dauernd Wheelie-Probleme hast, dort können wir sie verwenden.»

Wie ist der Crash im FP2 passiert? «Ich war komplett neben der Linie, ich hatte sehr spät gebremst. Ich habe trotzdem probiert, die Kurve zu schaffen, ich habe das Bike immer mehr und mehr umgelegt, bis ich ausgerutscht bin. Das war mein erster Sturz auf der Yamaha. Aber es wäre mir lieber gewesen, wenn ich sitzen geblieben wäre...»

Viñales: «Gestern war ich ein bisschen nervös, weil ich bei den Tests so viele Bestzeiten hatte. Auch heute war ich wieder aufgeregt, als ich ins Fahrerlager gekommen bin. Du willst ja gute Arbeit abliefern. Ich muss die Nervosität abstreifen, mich auf meine eigene Arbeit konzentrieren und eine gute Performance abliefern. Wir befinden uns auf einem guten Weg. Wir müssen uns noch in gewissen Bereichen verbessern, aber es sieht gut aus.»

«Ich musste den Fahrstil nach dem Umstieg von der Suzuki nicht stark ändern, ich muss jetzt nur die Beschleunigungsphase besser vorbereiten. Wir haben jetzt mehr Grip, also fahre ich schwungvoller aus den Ecken raus.»

Wer sind die stärksten Gegner fürs Qualifying? Viñales: «Ich weiß nicht, es gibt so viele. Die Ducatis, Marc ganz sicher, sogar Zarco war heute dicht dran, Iannone... Es gibt viele Fahrer, die uns gefährlich werden können. Wir müssen im Quali 100 Prozent abliefern, wie im FP1. Dann können wir ein gutes Quali-Ergebnis erreichen.»

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