MotoGP

Tardozzi (Ducati): «Lorenzo-Abschied ist ein Problem»

Von - 02.09.2018 10:42

Ducati-Teammanager Davide Tardozzi erklärte nun, wie schwer der Abgang von Jorge Lorenzo Ducati treffen wird, und widersprach Valentino Rossis Kritik an Yamaha.

Jorge Lorenzo und Andrea Dovizioso sorgten 2018 bereits für fünf Ducati-Siege. Sie belegen die WM-Ränge 3 und 4. In den Titelkampf werden sie mit 71 und 72 Punkten Rückstand auf Marc Márquez wohl nicht mehr eingreifen können. Lorenzo liegt jedoch nur zwölf Punkte hinter dem WM-Zweiten Valentino Rossi. In der Konstrukteurswertung fehlen Ducati nur acht Punkte auf Spitzenreiter Honda. Teammanager Davide Tardozzi sprach nun über die Stärke seiner Piloten, den Wechsel von Lorenzo zu Honda und die Schwierigkeiten von Yamaha.

«Die Pace, die von Lorenzo und Dovi beim Test in Misano gezeigt wurde, war gut. Das war interessant, denn diese Strecke zählte nie zu unseren Favoriten. Márquez war nicht dort, er ist die Referenz, aber Yamaha war dort. Vor ihnen zu liegen, war sicher positiv», begann Tardozzi.

Welche Ziele oder Träume hat Ducati für die zweite Saisonhälfte 2018? «Träume sind die Grundlage des Lebens. Wenn du keine hast, dann fehlt dir etwas. Wir wissen, mit wem wir es zu tun haben, aber unser Ziel ist es, den zweiten WM-Rang und den Konstrukteurstitel zu holen. Solange wir eine mathematische Chance haben, geht der Kampf weiter», betonte der Italiener.

2019 wird das Ducati-Werksteam mit Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci antreten. Jorge Lorenzo wechselt zu Repsol-Honda. «Jorge zu verlieren, ist ganz klar ein Problem. Das tut uns sehr leid, aber wir sind auch der Meinung, dass Petrucci als Fahrer noch wachsen kann. Ohne ihre Karrieren zu vergleichen natürlich, denn das wäre sinnlos. Aus diesem Grund werden wir ab dem Montag nach dem Valencia-GP voll darauf fokussiert sein, Petrucci zu helfen.»

Auch die Kritik von Rossi an der Yamaha M1 und seine Aussage, dass die Teams von Ducati und Honda aufgestellt wären wie Formel 1-Teams, nahm Tardozzi auf. «Ich denke, es ist ein Fehler, Yamaha zu unterschätzen oder zu sagen, dass sie nicht vorne dabei sind. Ich glaube nicht, dass die anderen Teams weniger haben als wir. Also haben mich Rossis Worte erstaunt. Vor allem, weil er vor einem Jahr sagte, dass Yamaha die Referenz ist. Es ist schwer, das nun nicht mehr zu glauben. Ich verstehe Rossi, aber ich denke nicht, dass es lange dauern wird, bis er wieder zurück an der Spitze ist», erklärte Tardozzi gegenüber «GPone».

Wie gut ist Ducati für den Rest der Saison 2018 aufgestellt? «Ich denke, dass wir auf fast jeder Strecke konkurrenzfähig sein werden. Im letzten Jahr haben wir auf Phillip Island gelitten, aber Grund dafür waren mehr die Reifen als das Bike. Also mussten wir die Ducati für 2018 besser an die Reifen anpassen. Nun hoffen wir, dass wir kein Desaster wie 2017 erleben.»

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